"Warm-up für Stimme und Körper": Musikbund bringt Trainern das richtige Anfeuern bei

Chemnitz - Damit Fußballtrainer sich nicht mehr heiser schreien und Chorsänger nicht so schnell außer Puste kommen, haben Stadtsportbund und Musikbund jetzt eine ungewöhnliche Kooperation beschlossen: eine neue Form der Körperkultur in Chemnitz.

Beim "Sporty"-Tag im Stadion an der Gellertstraße sollen künftig auch die Chöre der Stadt dabei sein.
Beim "Sporty"-Tag im Stadion an der Gellertstraße sollen künftig auch die Chöre der Stadt dabei sein.  © Sven Gleisberg

Der Präsident des Musikbundes, Carsten Walther (58), ergriff die Initiative: "Wer singen möchte, braucht Körperspannung. Insofern ist auch Singen ein Sport, für den man sich aufwärmen und fit halten muss. Da liegt eine Zusammenarbeit mit Sportvereinen nahe. Umgekehrt könnten wir Stimmschulungen für Übungsleiter oder Trainer anbieten, die deutliches Sprechen erleichtern oder Überlastung und Heiserkeit beispielsweise durch lautstarkes Anfeuern mindern helfen."

Der Vorschlag stieß in der Chemnitzer Sportwelt auf offene Ohren: "Viele Sportarten sind mit Musik verbunden. Und Veranstaltungen wie der 'Sporty'-Tag könnten mit Auftritten des Musikbundes noch bunter werden", sagt Roland Kraatz (38) vom Stadtsportbund.

Für 2022 ist ein erster gemeinsamer Workshop "Warm-up für Stimme und Körper" geplant.

Der Musikbund möchte seine Chöre für Auftritte auch körperlich fit machen.
Der Musikbund möchte seine Chöre für Auftritte auch körperlich fit machen.  © Carsten Walther

Bald könnte es ganz normal sein, dass Lockerungsgymnastik zum Auftrittsritual Chemnitzer Chöre gehört und Fußballtrainer ihre Stimme Tonleitern summend aufwärmen.

Titelfoto: Sven Gleisberg / Carsten Walther

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