Ab Samstag auch in Chemnitz: Ungeimpfte müssen nachts zu Hause bleiben!

Chemnitz - Neue Knallhart-Regel in Chemnitz: Ab Samstag dürfen Ungeimpfte nachts nicht mehr vor die Tür! Grund dafür ist die Corona-Inzidenz. Diese lag am Freitag in der Stadt erstmals über 1000.

Einmal den Impfpass, bitte! Konsequente Kontrollen sollen für die Einhaltung der Regeln sorgen (Symbolbild).
Einmal den Impfpass, bitte! Konsequente Kontrollen sollen für die Einhaltung der Regeln sorgen (Symbolbild).  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Laut der sächsischen Corona-Schutzverordnung tritt damit am nächsten Tag, also am Samstag, die Ausgangssperre für Ungeimpfte in Kraft.

Konkret heißt das: Wer nicht geimpft oder genesen ist, darf von 22 Uhr bis 6 Uhr nicht mehr vor die Tür!

Ausnahmen gelten bei:

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  • der Abwendung einer Gefahr für Leib, Leben, Kindeswohl und Eigentum
  • der Jagd zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest
  • der Ausübung beruflicher Tätigkeiten
  • der Wahrnehmung des notwendigen Lieferverkehrs (einschließlich Brief- und Versandhandel)
  • Fahrten von Feuerwehr-, Polizei-, Rettungs- oder Katastrophenschutzkräften zum jeweiligen Stützpunkt oder Einsatzort
  • dem Besuch von Ehe- und Lebenspartnern, hilfsbedürftigen oder kranken Menschen
  • wichtigen medizinischen Versorgungsleistungen
  • der Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen
  • der Begleitung Sterbender im engsten Familienkreis

Wer ohne Grund unterwegs ist, riskiert eine Geldstrafe

Die Chemnitzer Zentralhaltestelle vor etwa einem Jahr: Auch damals galt eine nächtliche Ausgangssperre - für alle.
Die Chemnitzer Zentralhaltestelle vor etwa einem Jahr: Auch damals galt eine nächtliche Ausgangssperre - für alle.  © Chempic

Wer als Ungeimpfter ohne triftigen Grund nachts unterwegs ist, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einer Geldstrafe rechnen.

Doch wann wird die Maßnahme wieder zurückgenommen? Laut Schutzverordnung fällt die Ausgangssperre für Ungeimpfte, sobald die Inzidenz drei Tage hintereinander unter 1000 liegt. Die Lockerung tritt dann am nächsten Tag in Kraft.

Aktuell gilt eine Ausgangssperre für Ungeimpfte auch im Landkreis Bautzen, Meißen, Nordsachsen, Görlitz, Zwickau, im Erzgebirge und im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

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Außerdem dürfen seit dem 22. November Ungeimpfte unabhängig von der Inzidenz in ganz Sachsen nicht mehr zum Friseur, in Kneipen und Restaurants. Auch Geschäfte sind tabu. Dort gilt ab sofort überall "2G" - Zutritt nur für vollständig Geimpfte und Genesene. Ausnahmen für Ungeimpfte sind unter anderem Supermärkte, Apotheken und Drogerien.

Und: Angesichts der Horror-Inzidenzen plant Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) offenbar einen Knallhart-Lockdown. Demnach sollen Schulen und Kitas, aber auch die Gastronomie und der Einzelhandel für mehrere Tage dicht machen. Ob und wann ein solcher Lockdown für Sachsen kommt, bleibt abzuwarten.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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