Architekten zeigen ihre Prachtbauten: Türen, die sonst verschlossen bleiben, öffnen sich

Chemnitz - Immer weniger: Das diesjährige Angebot zum deutschlandweiten "Tag der Architektur" schrumpfte im Raum Chemnitz um ein Drittel. Die Gründe sind nicht nur Pandemie-bedingt, sondern durchaus auch erfreulich.

Richtig junges Gemüse: Architekt Andreas Girndt zeigt die Pflanzenzucht im Karree 49. Auch er hat derzeit eine gute Auftragslage.
Richtig junges Gemüse: Architekt Andreas Girndt zeigt die Pflanzenzucht im Karree 49. Auch er hat derzeit eine gute Auftragslage.  © Ralph Kunz

"Die Architekturbüros haben zum Glück noch eine gute Auftragslage, es gibt überall viel zu tun. Für die Beteiligung am Tag der Architektur bleibt dann oft schlicht und ergreifend keine Zeit", sagt Marén Schober (42), Sprecherin der Architektenkammer Sachsen.

So beteiligten sich 2020 sowie 2019 je 18 Objekte zum "Tag der Architektur" in der Region Chemnitz. Diesmal waren es nur zwölf.

Am Sonnabend lud Architekt Andreas Girndt in das Karree 49 auf dem Chemnitzer Sonnenberg (Peterstraße 28).

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"Wir stehen kurz vor der Fertigstellung: Es gibt 16 moderne Wohnungen, eine Praxis und einen Laden im Erdgeschoss. Herzstück ist die Aquaponik-Anlage, in der Speisefische gezüchtet sowie Obst und Gemüse angebaut werden sollen", so der Häusleplaner aus dem nahen Amtsberg. Projekt-Gesamtbaukosten: circa drei Millionen Euro.

Ein Paradox der guten Architekten-Auftragslage sind die derzeitigen Mängel und Preissteigerungen.

Glas und Stahl: Auch das Aquaponik-Haus auf dem Sonnenberg litt unter der Baustoff-Misere. Gestern gab es einen Rundgang vor Ort.
Glas und Stahl: Auch das Aquaponik-Haus auf dem Sonnenberg litt unter der Baustoff-Misere. Gestern gab es einen Rundgang vor Ort.  © Ralph Kunz
Kennt die Situation vieler Büros: Marén Schober (42), Sprecherin der Architektenkammer Sachsen.
Kennt die Situation vieler Büros: Marén Schober (42), Sprecherin der Architektenkammer Sachsen.  © PR / Architektenkammer Sachsen

Unter anderem bei Bausand und Holz, die viele Projekte verzögern und verteuern. Girndt: "Im Karree 49 wurde viel Beton und Stahl, aber auch Holz und Glas verbaut. Besonders beim Stahl haben wir die Preissteigerungen zu spüren bekommen."

Weitere Infos und wo an diesem Sonntag was geöffnet ist, findet Ihr hier.

Titelfoto: Ralph Kunz

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