Chaos, Staus und Baustellen: Linke fordern Hilfe für Bürger

Chemnitz - Labyrinth Chemnitz: Die Linken beschweren sich über "ständiges Missmanagement bei den Baustellen" und fordern eine professionelle Koordinierung im Rathaus.

Die Stadt sperrte im Vorjahr die Zufahrt zum Hübnerweg in Harthau. Anwohner Uwe Saupe (54) beschwerte sich, weil er nicht nach Hause kam.
Die Stadt sperrte im Vorjahr die Zufahrt zum Hübnerweg in Harthau. Anwohner Uwe Saupe (54) beschwerte sich, weil er nicht nach Hause kam.  © Sven Gleisberg

Linken-Stadträtin Susanne Schaper (42) hat mit vielen genervten Autofahrern gesprochen: "Wenn irgendwo gebuddelt wird, gibt es oft auch noch in den Seitenstraßen Baustellen. Da wird die Suche nach der Umleitung zum Labyrinth." Für die Politikerin ist das Chaos "unzumutbar, unübersichtlich und voller Staus". 

Darum müsse die Verwaltung eine qualifizierte Baustellenkoordinierung schaffen. Diese Spezialisten könnten auch das Abschneiden ganzer Ortsteile - wie in Harthau vor einem Jahr - verhindern.

Helfen könnte den Bürgern auch ein tagesaktueller Baustellenatlas. Ein zweiter Vorschlag der Linken: "Alle Bauvorhaben, Umleitungen und Sperrungen sollten online zu sehen sein. Mehr Transparenz würde den Bürgern helfen."

Generell wünschen sich die Linken weniger Baustellen zur gleichen Zeit. 

"Hier blickt keiner mehr durch": Linken-Stadträtin Susanne Schaper (42) vor einer der vielen Chemnitzer Baustellen.
"Hier blickt keiner mehr durch": Linken-Stadträtin Susanne Schaper (42) vor einer der vielen Chemnitzer Baustellen.  © Maik Börner

Susanne Schaper: "Wir dürfen die Maßnahmen nicht bis zur Auslastungsgrenze des Straßennetzes steigern. Ein Unfall, schon bricht der Verkehr zusammen." Der Linken-Vorstoß ist Thema im Stadtrat am 15. Juli. 

Titelfoto: Maik Börner

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