Campus oder Gewerbe? Stadt und Uni streiten um begehrte Baufläche

Chemnitz - Das Gewerbegebiet "Technologie-Campus Süd" (23 Hektar) ist jetzt fertig erschlossen und gilt als begehrtes Bauland. Wirtschaftsförderung (CWE) und TU Chemnitz streiten sich nach wie vor um eine drei Hektar große Teilfläche.

Würde gern Unternehmen an den TU-Campus locken: Sören Uhle (44).
Würde gern Unternehmen an den TU-Campus locken: Sören Uhle (44).  © Kristin Schmidt

Diese war eigentlich für Erweiterungsbauten der Uni vorgesehen. Doch die CWE würde das Bauland gern privaten Firmen anbieten. 

"Es ist richtig, dass wir bereits 2017 und 2018 Unternehmensanfragen für den Technologie-Campus registrieren konnten", so CWE-Chef Sören Uhle (44).

Bei der TU Chemnitz sorgt das für Unmut. "Die TU Chemnitz ist weiterhin der Ansicht, dass das Baugebiet als Erweiterungsfläche unserer Universität erhalten werden muss", sagt TU-Sprecher Mario Steinebach. In direkter Umgebung gebe es kaum Erweiterungsmöglichkeiten. In der Hochschulstandort-Entwicklungsplanung seien bis 2025 bereits mehrere Bauvorhaben verankert.

Man hoffe nun auf den versprochenen Rückhalt des zukünftigen OBs Sven Schulze (48, SPD). Er hatte angekündigt, CWE, TU und den Freistaat an einen Tisch holen zu wollen, um eine Lösung zu finden. 

Ein drei Hektar großes Bauland an der Fraunhoferstraße sorgt für Streit zwischen TU Chemnitz und Wirtschaftsförderung.
Ein drei Hektar großes Bauland an der Fraunhoferstraße sorgt für Streit zwischen TU Chemnitz und Wirtschaftsförderung.  © Maik Börner

Dank eines Beschlussantrags von CDU und FDP von 2018 liegt die Flächenvergabe bis dahin auf Eis. 

Titelfoto: Kristin Schmidt, Maik Börner

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