Die Corona-Wunschliste der Chemnitzer Politiker

Chemnitz - Aus der Krise in die Zukunft! Nach den Lockdown-Lockerungen kehrt Chemnitz langsam zu etwas Normalität zurück.

Bundestagsmitglied Frank Mueller-Rosentritt (38, FDP) fordert ein für Start-ups attraktives, touristisches und digitales Image für Chemnitz.
Bundestagsmitglied Frank Mueller-Rosentritt (38, FDP) fordert ein für Start-ups attraktives, touristisches und digitales Image für Chemnitz.  © Kristin Schmidt

Aber der Corona-Stresstest zeigt, dass viele Branchen nicht krisenfest sind. Es gibt vieles zu verbessern - für die Politik wird die Liste der Zukunfts-Wünsche immer länger.

"Wir müssen ein Zeichen an Familien senden, etwas zurückgeben. Mit Angeboten von Vereinen, intensiver Pädagogik und Jugendhilfe", sagt Stadträtin Solveig Kempe (39, CDU). Die sechsfache Mutter musste Amt und Home-Schooling neu erfahren. Sie blickt nach vorne: "Kinder brauchen Struktur durch Schule, Kontakte und Kultur". Eine Theaterplatz-Bühne und Gratis-Eis zum Ticket wären für sie ein erster Schritt. 

Frank Müller-Rosentritt (38, FDP) fordert noch mehr: "Chemnitz muss digitalste Stadt Europas werden. Die Bürger-App muss kommen. Lehrkräfte brauchen Laptops und Kameras. Chemnitz muss zum Lieblingsstandort für Start-ups werden". 

Alles andere als die Rückkehr der Stadt in den Tourismusverband Erzgebirge sei "irre". 

Die Image-Kampagne könnte durch kürzliche Budget-Verlagerung vom Aus- ins Inland Gastronomie und Hotellerie helfen. 

Die Großstadt Chemnitz könnte die Corona-Krise für einen Neustart nutzen. Hier gibt es genügend Platz, persönlichen Freiraum und Entwicklungs-Chancen.
Die Großstadt Chemnitz könnte die Corona-Krise für einen Neustart nutzen. Hier gibt es genügend Platz, persönlichen Freiraum und Entwicklungs-Chancen.  © Uwe Meinhold
Stadträtin Solveig Kempe (39, CDU) möchte mehr Angebote für Familien, Jugendliche und Kinder schaffen.
Stadträtin Solveig Kempe (39, CDU) möchte mehr Angebote für Familien, Jugendliche und Kinder schaffen.  © Ralph Kunz
OB-Einzel-Kandidat Lars Fassmann (43) traut dem Lockerungs-Freiden noch nicht. Sein IT-Unternehmen war auf das Home-Office vorbereitet.
OB-Einzel-Kandidat Lars Fassmann (43) traut dem Lockerungs-Freiden noch nicht. Sein IT-Unternehmen war auf das Home-Office vorbereitet.  © Maik Börner
Neben Arbeit, Boden und Kapital ist die Bildung ein wichtiger Produktionsfaktor für die Zukunft von Volkswirtschaften.
Neben Arbeit, Boden und Kapital ist die Bildung ein wichtiger Produktionsfaktor für die Zukunft von Volkswirtschaften.  © 123RF

"Chemnitz muss als 'Tor zum Erzgebirge' da mitmachen."OB-Einzel-Kandidat Lars Fassmann (43) sorgt sich um die Wirtschaft: "Ich traue dem Frieden noch nicht. Wir müssen schauen, dass niemand kaputt geht". Sein IT-Unternehmen konnte das Home-Office schnell umsetzen, aber generell sei man bei Digitalität 20 Jahre hinterher. Auch das Stadtbild von Chemnitz könnte ein Lifting vertragen. 

Titelfoto: Maik Börner/Kristin Schmidt/Ralph Kunz

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