Chemnitz: Darum will die Bahn das Viadukt einzäunen

Chemnitz - Aus der Traum vom Erlebnis-Viadukt zum Kulturhauptstadtjahr? Am Montag äußerte sich die Deutsche Bahn dazu, warum die Pläne für Pflaster statt Grün und eine Umzäunung des Chemnitztal-Viaduktes in der Annaberger Straße in Chemnitz aus ihrer Sicht zwingend notwendig sind.

Nach der Sanierung des Viaduktes soll die bisher zugängliche Fläche zwischen Beckerstraße und dem Widerlager am Ende der Brücke eingezäunt werden.
Nach der Sanierung des Viaduktes soll die bisher zugängliche Fläche zwischen Beckerstraße und dem Widerlager am Ende der Brücke eingezäunt werden.  © Kristin Schmidt

"Für Inspektionen und Wartungen müssen die Flächen unter und fünf Meter neben dem Viadukt Grundvoraussetzungen erfüllen. Eine Alternative zur Befestigung ist nicht möglich", teilte die Deutsche Bahn mit. Die Vergabe der Pflaster-Arbeiten sei bereits im Frühjahr 2021 erfolgt.

Zu den Gesprächen mit der Stadtverwaltung über die Zukunft des Viaduktes hieß es: "Die DB als Eigentümerin steht der Nutzungsanfrage für die Durchführung zum Beispiel von Flohmärkten unter dem Viadukt positiv gegenüber."

Offenbar sollen diese Veranstaltungen dann hinter dem geplanten Zaun stattfinden: "Um ein Vermüllen der Flächen zu verhindern, wird die DB sie einzäunen. Des Weiteren gab es wiederholt Verunreinigungen durch Graffiti, die am Stahl möglicherweise Schädigungen am Korrosionsschutz hervorrufen können." Wie hoch der Zaun ausfallen soll, der Unerwünschtes aussperrt, wollte die DB nicht beantworten.

Die einzige gute Nachricht: Der Gewerbebetrieb am Viadukt wird umgesiedelt, sodass ein freier Blick auf die historische Stahlkonstruktion möglich wird - zumindest aus der Ferne.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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