Chemnitz: In dieser Telefonzelle sind höchstens Brötchen belegt

Chemnitz - Die Leitung ist in dieser Telefonzelle nicht belegt - höchstens die Brötchen: Der gelbe Kasten in der Peterstraße auf dem Chemnitzer Sonnenberg hat eine neue Bestimmung gefunden. Er ist eines der Depots der hiesigen Foodsharing-Szene.

Die einstige Telefonzelle in der Sonnenberger Peterstraße ist ein Verteilerzentrum der Foodsharing-Szene.
Die einstige Telefonzelle in der Sonnenberger Peterstraße ist ein Verteilerzentrum der Foodsharing-Szene.  © Kristin Schmidt

Das ist eine Bewegung gegen die Verschwendung von Lebensmitteln, der auch in Chemnitz circa 260 Menschen beigetreten sind, wie Maren Troschke (26) erklärt. Als Foodsharing-Botschafterin rührt sie ordentlich die Werbetrommel für die Initiative, stellt Kontakt zu Betrieben her, die wiederum Lebensmittel zur Verfügung stellen.

Andere Lebensmittel finden etwa nach Privatfeiern ihren Weg in die Foodsharing-Depots. "Denn", so Troschke, "nur weil das Mindesthaltbarkeitsdatum eines Lebensmittels erreicht ist, heißt es nicht, dass es schlecht ist."

Jedoch betont Troschke, dass es nicht zwangsläufig ein Geben und Nehmen ist - man darf auch einfach nur nehmen.

Neben dem Sonnenberg gibt es etwa noch Depots in der Nähe des Hauptbahnhofs und in der Vettersstraße (in der Nähe des Studentenwohnheims).

Als Foodsharing-Botschafterin rührt Maren Troschke (26) unter anderem die Werbetrommel für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln.
Als Foodsharing-Botschafterin rührt Maren Troschke (26) unter anderem die Werbetrommel für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln.  © Kristin Schmidt

Wer Lust hat mitzumachen, findet Infos unter www.foodsharing.de im Internet.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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