Betriebsrat über Kaufhof-Aus in Chemnitz: "Wir denken nicht ans Aufgeben"

Chemnitz - Gegen die Kaufhof-Schließung regt sich Widerstand! Mitarbeiter starteten eine Unterschriften-Aktion, auch die Oberbürgermeisterin will um den Standort kämpfen (TAG24 berichtete).

Nach Ankündigung zur Schließung geht der Verkaufsbetrieb im Kaufhof zunächst normal weiter.
Nach Ankündigung zur Schließung geht der Verkaufsbetrieb im Kaufhof zunächst normal weiter.  © Sven Gleisberg

Betriebsrat Christian Wehner (56): "Wir sind kämpferisch gestimmt und denken nicht ans Aufgeben." Das Statement von Kunden soll Druck bei der Konzernzentrale machen. "Chemnitz braucht den Kaufhof", steht auf Unterschriftszetteln, die Kaufhof-Kunden an jeder Kasse in eine Box werfen können.

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (58, SPD) traf sich gestern zum Krisengespräch mit Vertretern von Gewerkschaft und Betriebsrat. 

In einer gemeinsamen Erklärung heißt es: "Wir werden diese Entscheidung nicht einfach so hinnehmen und gemeinsam mit der sächsischen Landesregierung alles tun, um den Standort zu erhalten."

Die IHK räumt der erhofften Abkehr des Konzerns von den Schließungsplänen wenig Chancen ein. 

"Ich glaube nicht, dass es dort viel Spielraum gibt", sagt Christoph Neuberg (45), Geschäftsführer Standortpolitik.

Kaufhof-Betriebsrat Christan Wehner (56) erhofft sich Unterschriften von Kunden, die gegen die Schließung protestieren.
Kaufhof-Betriebsrat Christan Wehner (56) erhofft sich Unterschriften von Kunden, die gegen die Schließung protestieren.  © Sven Gleisberg

Seine Empfehlung: "Das Haus braucht zu einhundert Prozent einen Mainstream und konsumorientiertes Angebot. Zeitgemäß wäre ein Shop-in-Shop-Konzept gepaart mit Eventshopping. Wovon ich abrate, ist ein Spartenangebot als Kunst- und Literatur-Kaufhaus - auch wenn das in anderen Städten gerade angesagt ist."

Titelfoto: Sven Gleisberg

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