Chemnitz klotzt, damit die Badsaison nicht ins Wasser fällt

Chemnitz - In den Chemnitzer Bädern laufen die Vorbereitungen für eine mögliche Lockdown-Lockerung auf Hochtouren. Ab Montag dürfen bereits Sportler schwimmen. Auch im neuen Schwimmkomplex geht es weiter.

Laufen wieder, dauern aber noch eine Weile: die Arbeiten im Schwimmsportkomplex Bernsdorf.
Laufen wieder, dauern aber noch eine Weile: die Arbeiten im Schwimmsportkomplex Bernsdorf.  © Maik Börner

Alle Kräfte sind auf die Freibadsaison gerichtet. "In den Chemnitzer Schwimmhallen, außer jener im Sportforum, wurden die geplanten Arbeiten für die Sommerschließzeit vorgezogen, um für die bevorstehende Freibadsaison über die notwendige Personalausstattung zu verfügen", erklärte eine Stadtsprecherin.

Mitte März sollen die Arbeiten in den Freibädern Einsiedel, Gablenz und Wittgensdorf beginnen. Deren Eröffnung wird in zweieinhalb Monaten angestrebt. Im Sportforum dürfen bereits am Montag wieder Nachwuchssportler trainieren. Grundlage ist eine Ausnahmeregelung der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung (Paragraf 4, Absatz 2, Punkt 8), diese lässt Sportbetrieb zu.

Auch im neuen Schwimmsportkomplex auf dem Bernsdorfer Freibad-Gelände geht es wieder voran.

"Die geplanten Arbeiten in der Baugrube sowie der Verlegung der Grundleitungen laufen - nach einer witterungsbedingten Unterbrechung im Januar und Februar - seit Anfang dieser Woche weiter", heißt es von der Stadt.

Die Schwimmhalle im Sportforum ist ab Montag wieder für den Sport-Nachwuchs geöffnet.
Die Schwimmhalle im Sportforum ist ab Montag wieder für den Sport-Nachwuchs geöffnet.  © Kristin Schmidt
Ildiko Harnack bei den Fitmach-Arbeiten 2020 im Freibad Wittgensdorf. Bald soll es auch hier wieder losgehen.
Ildiko Harnack bei den Fitmach-Arbeiten 2020 im Freibad Wittgensdorf. Bald soll es auch hier wieder losgehen.  © Ralph Kunz

Fast 500.000 Euro weniger Einnahmen 2020

Sauber gemacht werden muss ja trotzdem: Schwimmmeisterin Anja Reißmann (38) beim Becken-Reinigen in der Gablenzer Halle.
Sauber gemacht werden muss ja trotzdem: Schwimmmeisterin Anja Reißmann (38) beim Becken-Reinigen in der Gablenzer Halle.  © Maik Börner

Dafür sorgt der nun recht milde Winter, der Neubau soll wie geplant Ende 2022 fertig werden. Auch das 15,3-Millionen-Euro-Budget der Kombi-Anlage mit Schwimmhalle und Freibad kann derzeit eingehalten werden.

Es ist zu hoffen, dass die Pandemie den Bäderbetrieb nicht weiter absaufen lässt. Durch die Schließungen gab es hier 2020 rund 490.000 Euro weniger Einnahmen. Die zwei Schwimmhallen in Gablenz, am Südring sowie das Stadtbad hatten vergangenes Jahr nur 175.188 Besucher, 218.886 oder 55,5 Prozent weniger als 2019 (394.074).

Die drei Freibäder Einsiedel, Gablenz und Wittgensdorf kamen 2020 auf 58.200 Besucher, 23.340 oder knapp ein Drittel weniger als 2019 (81.540).

Um keine Bäder-Mitarbeiter während der Lockdown-Zwangsruhe entlassen zu müssen, setzte die Stadtverwaltung einige unter anderem in der Kita- und Hortbetreuung sowie bei Corona-Kontrollen und im Friedhofs- und Bestattungsbetrieb ein.

Titelfoto: Maik Börner

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