Chemnitz macht Ernst! Jetzt wird die Pflege-Impfpflicht kontrolliert

Chemnitz - Jetzt wird's konkret mit der einrichtungsbezogenen Impfpflicht in Chemnitz! Wie Oberbürgermeister Sven Schulze (50, SPD) am Dienstag erklärte, widmet sich das Gesundheitsamt mit sinkender Corona-Inzidenz nun zunehmend der Durchsetzung des seit März geltenden Gesetzes.

Die Stadt Chemnitz nimmt Pflege- und Gesundheitseinrichtungen unter die Lupe: Seit März ist dort der Kontakt zwischen ungeimpften beziehungsweise nicht-genesenen Mitarbeitern und Patienten verboten.
Die Stadt Chemnitz nimmt Pflege- und Gesundheitseinrichtungen unter die Lupe: Seit März ist dort der Kontakt zwischen ungeimpften beziehungsweise nicht-genesenen Mitarbeitern und Patienten verboten.  © dpa/Tobias Kleinschmidt

Mittlerweile hätten insgesamt 386 Einrichtungen (darunter etwa Krankenhäuser und Pflegedienste) 2780 Mitarbeiter gemeldet, die nicht geimpft und/oder genesen sind: "Das ist eine Quote von etwa 20 Prozent", so der OB weiter.

Der 50-Jährige betonte jedoch, dass es sich dabei um eine Momentaufnahme handele. Noch nicht alle hätten gemeldet und bei genesenen Mitarbeitern könne der Status noch ablaufen, was nachgemeldet werden müsse.

Wie Andreas Liese vom städtischen Pandemiemanagement ausführte, würden derzeit Anhörungsbögen an die Betroffenen verschickt.

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"Man kann sich durch ein ärztliches Attest erklären oder sich in den nächsten vier Wochen noch impfen lassen." Und wenn nicht?

"Wir gehen Hand in Hand mit den Einrichtungen vor. Auf Bestrafung sind wir nicht aus."

Um die Versorgungssicherheit nicht zu gefährden, will Oberbürgermeister Sven Schulze (50, SPD) mit Augenmaß vorgehen.
Um die Versorgungssicherheit nicht zu gefährden, will Oberbürgermeister Sven Schulze (50, SPD) mit Augenmaß vorgehen.  © Kristin Schmidt

Vor einem Betretungsverbot komme das Bußgeld, die Durchsetzung sei schließlich von der Versorgungssicherheit des jeweiligen Hauses abhängig. "In dem einen oder anderen Fall wird sich aber nicht vermeiden lassen, dass der eine oder andere nicht mehr in seiner Einrichtung arbeiten darf", so Liese.

Titelfoto: dpa/Tobias Kleinschmidt

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