Chemnitzer Muslime kämpfen gegen Rassismus

Chemnitz - "Liebe für alle, Hass für keinen." Das ist das Motto der Religionsgemeinschaft "Ahmadiyya Muslim Jamaat." Mit einer neuen deutschlandweiten Info-Kampagne setzen sich die Gläubigen gegen Rassismus ein. Auch die Chemnitzer Gemeinde beteiligt sich.

Rashid Nawaz (48) ist einer von rund 100 Mitgliedern der Chemnitzer "Ahmadiyya Muslim Jamaat"-Gemeinde.
Rashid Nawaz (48) ist einer von rund 100 Mitgliedern der Chemnitzer "Ahmadiyya Muslim Jamaat"-Gemeinde.  © Uwe Meinhold

Die "Ahmadiyya Muslim Jamaat" wurde 1889 in Indien gegründet, die Chemnitzer Gemeinde hat aktuell etwa 100 Mitglieder. 

"Unsere Grundsätze sind Barmherzigkeit gegenüber allen Menschen, absolute Gerechtigkeit, Gleichwertigkeit von Mann und Frau, sowie Trennung von Religion und Staat", sagt Imam Umer Malik (30).

In den nächsten zwei Wochen machen Plakate an Annaberger-, Chemnitzer-, Dresdner-, Helbersdorfer- und Goethestraße auf das Anliegen der Gemeinschaft aufmerksam. Außerdem werden Flyer an alle Haushalte der Stadt verteilt und an den nächsten drei Samstagen gibt es einen Infostand in der Straße der Nationen, Höhe Johannisplatz.

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"Wir treten in den Dialog, um Ängste und Missverständnisse abzubauen", so Malik. 

Imam Umer Malik (30) von der Religionsgemeinschaft "Ahmadiyya Muslim Jamaat" präsentierte die Info-Kampagne "Muslime gegen Rassismus".
Imam Umer Malik (30) von der Religionsgemeinschaft "Ahmadiyya Muslim Jamaat" präsentierte die Info-Kampagne "Muslime gegen Rassismus".  © Uwe Meinhold

Anlass für die Kampagne: das Erstarken der "Black Lives Matter"-Bewegung.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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