Chemnitz: Neuer Name für Platz an Kunstsammlungen

Chemnitz - Die 30. Tage der jüdischen Kultur Chemnitz in diesem Jahr will die Stadt zum Anlass nehmen, um einen Platz nach dem jüdischen Rechtsanwalt und Notar Arthur Weiner (1877-1933) zu benennen, der zu den ersten Opfern des Nationalsozialismus gehört.

Der Platz zwischen den Kunstsammlungen und der IHK soll den Namen von Arthur Weiner erhalten.
Der Platz zwischen den Kunstsammlungen und der IHK soll den Namen von Arthur Weiner erhalten.  © Ralph Kunz

Benannt und mit einer erläuternden Tafel ausgestattet werden soll der Platz zwischen Kunstsammlungen und Industrie- und Handelskammer an der Straße der Nationen.

Arthur Weiner saß im Aufsichtsrat verschiedener Chemnitzer Unternehmen.

"Aufgrund seiner Religion, seines hohen gesellschaftlichen Ansehens und seiner Profession als geachteter Jurist gehörte Arthur Weiner zu den ersten deutschen Bürgern, die 1933 entführt und dann ermordet wurden", heißt es im Vorschlag des Kulturdezernats.

Weiners Schicksal stehe exemplarisch für das Schicksal der Juden in Deutschland.

Über den Vorschlag soll im Mai der Stadtrat Chemnitz abstimmen.

Titelfoto: Ralph Kunz

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