Gebührenschock! Märkte werden für Händler und Schausteller teurer

Chemnitz - Weniger Platz, höhere Gebühren! Ab Januar steigen die Mieten für Marktflächen und den Richard-Hartmann-Platz in Chemnitz.

Der Vorsitzende des Mittelsächsischen Schaustellerverbandes, Klaus Illgen (73), signalisiert Gesprächsbereitschaft mit der Stadt.
Der Vorsitzende des Mittelsächsischen Schaustellerverbandes, Klaus Illgen (73), signalisiert Gesprächsbereitschaft mit der Stadt.  © Kristin Schmidt

Für Händler, Zirkusunternehmer und Schausteller könnten Märkte und Events um bis zu 20 Prozent teurer werden. Die Stadt begründet die Erhöhung mit Kostendeckung, aber verspricht "sensible Handhabung von Gebühren-Befreiungen" in Corona-Zeiten.

"Die Stadt ist verpflichtet, kostendeckend zu arbeiten. Marktwesen in Chemnitz darf kein Minus sein", begründet Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (59, parteilos). 

Die aktuelle Gebührenordnung ist von 2006. Preissteigerungen bei Strom, Wasser und Gas sowie die Inflation machten den Schritt erforderlich. Außerdem habe die Verwaltung viele Gebühren für 2020 erlassen oder gestundet.

Davon profitierte auch Schausteller-Chef Klaus Illgen (73) bei Volksfesten auf dem Hartmannplatz: "Die Stadt kam uns 2019 und 2020 sehr entgegen. Wir möchten nichts geschenkt, die Gebühren bezahlen und sind verhandlungsbereit."

Problem sei, dass die Platz-Fläche wegen des Schul-Neubaus um ein Drittel schrumpft. Weniger Fahrgeschäfte müssten dann attraktiver sein. Unbezahlbaren Gebühren würden zu Ortswechseln führen.

Der Rummel auf dem Richard-Hartmann-Platz in Chemnitz ist beliebt. Die Mieten könnten um bis zu 20 Prozent steigen.
Der Rummel auf dem Richard-Hartmann-Platz in Chemnitz ist beliebt. Die Mieten könnten um bis zu 20 Prozent steigen.  © Maik Börner

"Der Rummel sollte in Chemnitz bleiben, auch wenn die Branche gebeutelt und nicht subventioniert ist", hofft Illgen.

Titelfoto: Maik Börner, Kristin Schmidt

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