Zocken - Das Heilmittel gegen soziale Isolation in der Corona-Krise?

Chemnitz - Allein daheim hocken, aber online gemeinsam zocken! Vor Corona waren Videospiele als potenzielle Suchtmacher verpönt. 

Nach dem Home-Office gönnt sich Stadtrat Toni Rotter (33, Chemnitz für alle) eine Runde Gaming gegen häusliche Isolation in Corona-Zeiten.
Nach dem Home-Office gönnt sich Stadtrat Toni Rotter (33, Chemnitz für alle) eine Runde Gaming gegen häusliche Isolation in Corona-Zeiten.  © Sven Gleisberg

Jetzt könnten sie sogar Heilmittel gegen soziale Isolation und Infektionsketten sein! 

Ob und wie das funktioniert, will eine Online-Umfrage der TU Chemnitz klären (>>hier geht es zu der Umfrage). 

"Derzeit können Videospiele von Stress oder der Angst um Verwandte ablenken. Sie ermöglichen Erholung oder ersetzen Hobbys, die wegen Ausgangsbeschränkungen undenkbar sind. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können sich verstärkt online treffen, wenn sie das Haus nicht verlassen dürfen", sagt Studienleiter Steve Nebel. 

Spieler-Anzahl und Spielzeiten brechen laut Spieleplattform Steam Rekorde. 

Trends sind Spiele mit sozialer Interaktion und kooperative Formate für die Familien-Couch.

Steve Nebel (33, l.) erforscht die Psychologie digitaler Lernmedien und leitet die Studie.
Steve Nebel (33, l.) erforscht die Psychologie digitaler Lernmedien und leitet die Studie.  © TU Chemnitz/Mario Steinebach

Auch Stadtrat Toni Rotter (33, Chemnitz für alle) daddelt nach Feierabend im Home-Office. "Ich bin von epischen Ego-Rollenspielen auf Multiplayer umgestiegen. Dort finde ich zusätzlichen Kontakt zu anderen und bin Teil einer Gruppe." 

Titelfoto: TU Chemnitz/Mario Steinebach

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