Tür falsch geplant: Feuerwehrmänner und -frauen müssen sich Umkleide teilen

Chemnitz - Gender-Ärger bei der Freiwilligen Feuerwehr Glösa: Feuerwehrmänner und -frauen müssen sich in der neuen Rettungswache eine Umkleidekabine teilen. Grund ist ein Fehler bei der Planung einer Tür.

Stadtrat Nico Köhler (44, AfD) fordert ein schnelles Handeln der Verwaltung.
Stadtrat Nico Köhler (44, AfD) fordert ein schnelles Handeln der Verwaltung.  © Maik Börner

Im Juni wurde die Wache eingeweiht. Noch immer ist nicht alles so, wie es sein soll. Es fehlen die Umzäunung des Geländes und eine Tür zur Damenumkleide. "Es ist tatsächlich so, dass unsere Kameradinnen sich übergangsweise bei den Männern umziehen", erzählt Wehrleiter Oliver Jungnickel (50).

Glösa hat momentan sechs aktive Feuerwehrfrauen. "Das ist aber kein Problem. Früher war es normal, dass man sich in der Fahrzeughalle umgezogen hat."

Seit 2012 sind Umkleiden für beide Geschlechter Pflicht.

Für Ärgernis sorgt auch der fehlende Zaun. "Lkw-Fahrer nutzen den Vorplatz als Wendestelle. Da musste sogar schon ein Briefkasten dran glauben", so Jungnickel.

Stadtrat Nico Köhler (44, AfD) hat kein Verständnis für die Bummelei in Glösa: "Dass die Kameradinnen auch ein halbes Jahr nach der Öffnung ihre Umkleiden nicht nutzen können, ist schon bedauerlich."

Laut Bürgermeister Miko Runkel (60, parteilos) sind Lieferengpässe und fehlende Montagekapazitäten der Grund für die Verzögerungen: "Nunmehr ist die Ausführung der Leistung für das Frühjahr 2021 geplant."

Bis die neue Tür in die Damenumkleide eingebaut werden kann, müssen sich Wehrleiter Oliver Jungnickel (50) und seine Kameraden eine Umkleide teilen.
Bis die neue Tür in die Damenumkleide eingebaut werden kann, müssen sich Wehrleiter Oliver Jungnickel (50) und seine Kameraden eine Umkleide teilen.  © Kristin Schmidt

Bis dahin müssen sich die Feuerwehrfrauen noch mit der Männerumkleide arrangieren.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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