Chemnitz: Wer steckt hinter den Maskierten in den weißen Schutzanzügen?

Chemnitz - Rund 20 Personen zogen am Freitag in weißen Schutzanzügen und mit Schutzmasken durch Geschäfte der Ermafa-Passage in Chemnitz. Am Sonntag fuhr ein Teil der ominösen Gruppe auf E-Rollern durchs Zentrum. Die Teilnehmer trugen auf Brust und Rücken Schilder wie "Sei gehorsam" und "Stirb einsam". Angemeldet war die Demo nicht. Danach verschwand die Gruppe in der Nacht.

Nächtlicher Marsch der Corona-Leugner durch die Ermafa-Passage.
Nächtlicher Marsch der Corona-Leugner durch die Ermafa-Passage.  © Screenshot: https://youtu.be/S_6e_kIUggM

"Wir wollen die übertriebenen Corona-Maßnahmen ironisch darstellen", erklärte am Sonntag ein Teilnehmer gegenüber TAG24. Verborgen hinter Maske, Sonnenbrille und Schutzanzug. 

Die Gruppe wolle Aufmerksamkeit erzeugen, denn: "Wir geraten gerade in eine strenge Diktatur." 

Die Teilnehmer behaupten, keiner Partei oder Interessengruppe anzugehören. 

"Wir sind einfach ein Freundeskreis." In Aachen gab es am Wochenende eine ähnliche "Spontan"-Demo. 

Die Passanten würden auf ihre Aktionen überwiegend positiv reagieren. Teilnehmer berichten von hochgereckten Daumen. 

Am Sonntag protestierte eine kleine Gruppe auch im Zentrum gegen die Corona-Maßnahmen.
Am Sonntag protestierte eine kleine Gruppe auch im Zentrum gegen die Corona-Maßnahmen.  © Kristin Schmidt

In der Straße der Nationen hingegen sagte ein Passant: "Ich verstehe die Proteste nicht."

Titelfoto: Kristin Schmidt

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