Zwei von drei Trinkbrunnen in Chemnitz schon wieder kaputt

Chemnitz - Sommer, Ferien, Sonnenschein - und zwischendurch eine kleine Erfrischung an den Trinkbrunnen in der Chemnitzer Innenstadt. So weit die Theorie. Die Praxis sieht anders aus: Erst wurde die Inbetriebnahme der Brunnen aus Hygienegründen um ein Jahr verschoben, nun wurden zwei der Anlagen auch noch zerstört. Grüne fordern dennoch eine Trinkwasser-Offensive für Chemnitz.

Susann Mäder (37, Grüne) testet den Trinkbrunnen am Rathaus.
Susann Mäder (37, Grüne) testet den Trinkbrunnen am Rathaus.  © Kristin Schmidt

Der Trinkbrunnen am Rathaus ist seit einigen Tagen in Betrieb. Bei den anderen beiden, die Am Wall und an der Zentralhaltestelle stehen, gibt es erneut Verzögerungen.

"Beide Trinkbrunnen wurden offenbar umgefahren, wobei neben der Installation auch die Natursteinsockel beschädigt wurden. Der Schaden beläuft sich auf circa 7000 Euro pro Brunnen", so eine Stadtsprecherin. Ende August sollen die kleinen "Erfrischer" endlich sprudeln.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt durch einen Beschlussantrag von Grünen, Linken und SPD. "Andere Städte haben es vorgemacht. In Chemnitz haben wir eine sehr gute Wasserqualität", sagt Grünen-Fraktions-Chefin Susann Mäder (37). Die drei Brunnen in der City sollen erst der Anfang sein.

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"Man sollte das Thema auf alle möglichen Plätze ausweiten. In Dresden gibt es zum Beispiel einen am Bahnhof." Müll könne vermieden werden und vor allem Senioren seien dankbar über eine Erfrischung an heißen Markttagen.

Der Wasserspender an der Zentralhaltestelle ist noch abgesperrt.
Der Wasserspender an der Zentralhaltestelle ist noch abgesperrt.  © Kristin Schmidt
Die Anlage Am Wall: Auch diesen Brunnen lässt die Stadt noch reparieren.
Die Anlage Am Wall: Auch diesen Brunnen lässt die Stadt noch reparieren.  © Kristin Schmidt

Weitere Wasserspender sind nicht ausgeschlossen. "Die Nutzerfrequentierung im Sommer 2021 wird entscheidend für weitere Trinkbrunnen sein", so die Stadtsprecherin.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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