Chemnitzer Anwohner laufen Sturm gegen Müllverbrennung

Chemnitz - Die Debatte um die mögliche Müllverbrennung im Chemnitzer Heizkraftwerk Nord geht weiter. Kurz vor der Wahl trommelt Dietmar Pilz (79) von der Bürgerinitiative Glücksberg noch einmal für das Anliegen der Anwohner: "Wir wollen nach dem Aus der Kohlenutzung auf keinen Fall Müll als Ersatzbrennstoff!"

Dietmar Pilz (79) wehrt sich gegen eine mögliche Müllverbrennung im Heizkraftwerk Nord.
Dietmar Pilz (79) wehrt sich gegen eine mögliche Müllverbrennung im Heizkraftwerk Nord.  © Ralph Kunz

Die Argumente der Bewohner: "Wir fürchten Mülltourismus aus der Region und zusätzliche Schadstoffe. Außerdem verhindert eine Verbrennung die stoffliche Verwertung."

Dietmar Pilz bringt seinen Protest auf den Punkt: "Der Chemnitzer Norden darf nicht zum Dreckspatz der Kulturhauptstadt werden."

Nach Überlegungen der Eins Energie sei eine Verbrennung von 120.000 Tonnen Müll im HKW Nord denkbar. Um das zu verhindern, hoffen die Bürger auf Unterstützung aus der Politik.

"Wir brauchen klare Ansagen, wohin der Weg führt", fordert Dietmar Pilz. Zuletzt hatten sich die Grünen kritisch zur Müllverbrennung geäußert.

Titelfoto: Ralph Kunz

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