Chemnitzer Impfzentrum soll bald wieder öffnen, doch das Impf-Personal fehlt

Chemnitz - Impf-Offensive mit Hürden: Das Impfzentrum in Chemnitz erhält für den Neustart vier Millionen Euro vom Land, doch es mangelt am medizinischen Personal. Zur Verstärkung will der Freistaat zusätzliche mobile Impfteams schicken.

Der frühere Netto-Markt in der Wilhelm-Raabe-Straße verwandelt sich gerade erneut in ein Impfzentrum.
Der frühere Netto-Markt in der Wilhelm-Raabe-Straße verwandelt sich gerade erneut in ein Impfzentrum.  © Maik Börner

Das Impfzentrum im früheren Netto-Markt in der Wilhelm-Raabe-Straße soll zurückkehren, wie die Stadt vergangene Woche mitteilte. Das Land sicherte eine Unterstützung von vier Millionen Euro zu.

Doch die Finanzierung sei nicht das Hauptproblem, wie Oberbürgermeister Sven Schulze (50, SPD) am Dienstag mitteilte: "Der absolute Engpass besteht beim Personal, das impfen soll. Derzeit sind wir dabei, pensionierte Ärzte anzusprechen."

Menschen, die impfen dürfen, sollen sich bei der Stadt melden, appellierte der OB.

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Das sächsische Sozialministerium verspricht, insgesamt vier mobile Impf-Teams zu schicken. Dann soll es möglich sein, in Chemnitz täglich 800 Impfdosen spritzen zu können. Eines der Teams wird laut Plan seine feste Station im Impfzentrum beziehen.

Der Startschuss für die Offensive soll - wenn möglich - am 1. Dezember fallen. Doch: "Dies hängt von der erfolgreichen Akquise von Personal ab", teilt das Ministerium mit. Die Beschaffung der Impfdosen wiederum liege in der Hand des Bundes.

Vier mobile Impfteams sollen künftig das Stadtgebiet versorgen - doppelt so viele wie bisher.
Vier mobile Impfteams sollen künftig das Stadtgebiet versorgen - doppelt so viele wie bisher.  © Maik Börner
Gerade ältere Bürger sollen zügig ihre Booster-Impfungen erhalten.
Gerade ältere Bürger sollen zügig ihre Booster-Impfungen erhalten.  © Uwe Meinhold

Die Beschaffung der Impfdosen wiederum liege in der Hand des Bundes. Ob Booster-Impflinge frei zwischen Biontech und Moderna wählen können, entscheide sich anhand der Liefersituation.

Titelfoto: Maik Börner

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