Chemnitzer Tierpark schlägt Alarm: Ihr füttert unsere Esel tot!

Chemnitz - Lockdown-Pfunde sind nicht nur für Menschen ein Problem. Moppel-Sorgen hat auch Gevatter Langohr: Der Chemnitzer Tierpark schlägt Alarm, weil Passanten weiterhin die Hausesel an der Nevoigtstraße füttern.

Warnung vor unzulässiger Fütterung: Der Tierpark versucht, die Spaziergänger mit Absperrungen von den Eseln fernzuhalten.
Warnung vor unzulässiger Fütterung: Der Tierpark versucht, die Spaziergänger mit Absperrungen von den Eseln fernzuhalten.  © Kristin Schmidt

Zu viel und falsches Futter - einige Tiere haben schon ein gefährliches Fettdepot an der Mähne. Später könnten sie sogar an Überfettung sterben.

Das Problem ist nicht neu. Weil sich viele Spaziergänger auf dem Weg zwischen Nevoigtstraße und Pelzmühle - außerhalb des eigentlichen Tierparks - nicht an das Fütterungsverbot halten, versuchte der Tierpark vor einiger Zeit gegenzusteuern, hielt die Passanten mit Flatterband auf Abstand zu den Eseln.

Doch die Eseleien mit dem Futter gingen weiter. Die ersten Tiere wurden krank. Die Gefahr bestand, dass sie ihre Hufe verlieren. Pfleger setzten die Esel auf strenge Diät. Doch Spaziergänger unterlaufen die Schonkost mit Leckereien über den Zaun.

Deshalb appelliert der Tierpark nochmals an alle Spaziergänger: "Bitte füttert die Esel nicht mehr. Die Tiere haben einen eigenen Speiseplan und werden von den Pflegern gut ernährt, damit sie gesund und schmerzfrei leben können."

Tierpfleger*innen klären Besucher am Tierpark immer wieder über die Gefahren falscher Fütterung auf.
Tierpfleger*innen klären Besucher am Tierpark immer wieder über die Gefahren falscher Fütterung auf.  © Kristin Schmidt
"Solche Esel", denkt sich dieses Tier am Tierpark - und meint die Besucher, die seine Artgenossen mit falschem Futter fett füttern.
"Solche Esel", denkt sich dieses Tier am Tierpark - und meint die Besucher, die seine Artgenossen mit falschem Futter fett füttern.  © Kristin Schmidt
Der Weg zwischen Nevoigtstraße und Pelzmühle führt am Tierpark vorbei. Als einzige Tierart sind dort die Hausesel zu erleben.
Der Weg zwischen Nevoigtstraße und Pelzmühle führt am Tierpark vorbei. Als einzige Tierart sind dort die Hausesel zu erleben.  © Kristin Schmidt

Gleichzeitig kündigt die Stadt ernsthafte Konsequenzen bei Zuwiderhandlung an. Kommt ein Esel durch fremdes Futter zu Schaden, können die Verursacher haftbar gemacht werden. "Unter Umständen geht es hier um den Vorwurf der versuchten oder fahrlässigen Tierquälerei", schreibt die Stadt in einer Mitteilung.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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