Corona-Schutz-Erfindung made in Chemnitz: Verbrauchte Luft? Diese Firma hat da eine Idee ...

Chemnitz/Waldenburg - Eine Chemnitzer Firma macht verbrauchte Luft wieder frisch - ganz automatisch.

Am Waldenburger Gymnasium erproben Lehrer und Schüler die Lüftungsintervalle mit einem CO2-Messgerät.
Am Waldenburger Gymnasium erproben Lehrer und Schüler die Lüftungsintervalle mit einem CO2-Messgerät.  © Maik Börner

Als Beitrag zum Schutz vor Corona in Innenräumen entwickelte das Unternehmen WIR electronic das CO2-Messgerät "enWIRo".

Die ersten beiden Prototypen laufen im Europäischen Gymnasium Waldenburg. Mit überraschendem Erfolg.

Auf einer Pressekonferenz des Industrievereins Sachsen stellten Firmenchef Jens Rößler (54) und Entwickler Konrad Koczielski (36) das Gerät vor und warnten vor einem Missverständnis: "Viren kann niemand in der Luft messen. Den CO2-Gehalt aber schon - wenn die Belastung steigt, wird es Zeit zu lüften. Dann sinkt die Virenbelastung ebenfalls."

Ab 400 CO2-Teilchen in der Luft springt "enWIRo" an und zeigt Grün. Ab 1000 wechselt das LED-Lämpchen auf Gelb, ab 1500 blinkt es warnend Rot.

Schuldirektor Michael Schönfeld (59) hat das Gerät seit einer Woche im Einsatz. Und erlebt einen ungeahnten Erfolg: "Wenn wir bisher in bestimmten Zeiträumen lüfteten und es im Klassenzimmer kalt wurde, flüchteten die Schüler. Jetzt fordern sie freiwillig das Öffnen der Fenster, wenn das Gerät gelb oder rot wird."

Der "Wecker" fürs Lüften: Schulleiter Michael Schönfeld (59) mit dem CO2-Messgerät "enWIRo" aus Chemnitz.
Der "Wecker" fürs Lüften: Schulleiter Michael Schönfeld (59) mit dem CO2-Messgerät "enWIRo" aus Chemnitz.  © Maik Börner

WIR electronic sieht auch den Einsatz in Gasträumen oder Fitnessstudios - "überall, wo Menschen sich in Räumen aufhalten", sagt Jens Rößler. Das Gerät wird für knapp 200 Euro verkauft.

Titelfoto: Maik Börner

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