Coronavirus in Chemnitz: Hunderte auf Corona-Demo im Erzgebirge

Das Coronavirus in Chemnitz: Seit Wochen gehen die Inzidenzwerte im Raum Chemnitz stark zurück. Trotzdem sind Politiker und Virologen besorgt über die Ausbreitung der Corona-Mutation - vor allem im Vogtland und dem Erzgebirge.

Wir halten Euch >>> hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz auf dem Laufenden.

Update, 20. Februar, 19 Uhr: Hunderte Querdenker demonstrieren in Annaberg gegen Corona-Maßnahmen

Hunderte "Querdenker" versammelten sich am Samstagnachmittag im erzgebirgischen Annaberg-Buchholz. Bei der angemeldeten Corona-Demo wurde verbal gegen Politiker, Virologen und die beschlossenen Corona-Maßnahmen geschossen.

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In Annaberg-Buchholz fand am Samstag eine Corona-Demo statt. Hunderte "Querdenker" waren gekommen.
In Annaberg-Buchholz fand am Samstag eine Corona-Demo statt. Hunderte "Querdenker" waren gekommen.  © Bernd März

Update, 20. Februar, 16.04 Uhr: Sachsens Sozialministerin Köpping im Riverboat: "Das, was hier passiert, das ist unsäglich!"

Der Auftritt von Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (62, SPD) war wohl für viele Zuschauer des MDR Riverboats einer, der auf jeden Fall - egal in welche Richtung - heiß diskutiert wurde. Erst vor wenigen Tagen machte die Politikerin Schlagzeilen, weil sie sich selbst nicht an ihre eigenen Corona-Vorschriften hielt.

Sie erzählte von Hassmails, schlaflosen Nächten und - wie viel Bußgeld sie für ihren Verstoß blechen musste!

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Update, 20. Februar, 14.38 Uhr: Polizei beendet Gartenparty in Annaberg-Buchholz

Da war die Party schnell vorbei! In der Nacht von Freitag auf Samstag beendete die Polizei eine Gartenparty in einer Annaberger Gartenanlage in der Großen Kirchgasse. Dabei wurden sieben Personen unterschiedlicher Hausstände angetroffen. Die Party wurde beendet, es hagelte Anzeigen und Platzverweise.

Update, 20. Februar, 11.37 Uhr: Corona-Inzidenzwert in Sachsen stagniert

Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Sachsen verändert sich derzeit kaum. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies am Samstag für den Freistaat eine 7-Tage-Inzidenz von 64,8 aus. Am Vortag lag der Wert noch bei 66, am vergangenen Samstag bei 68,4. Er gibt die Zahl der Neuansteckungen binnen 7 Tagen je 100.000 Einwohner an. Bundesweit lag die Inzidenz am Samstag bei 57,8.

Die niedrigste Neuansteckungsrate in Sachsen haben die kreisfreien Städte Leipzig (33,4), Chemnitz (40,2) sowie Dresden (49,4). Den landesweit höchsten Wert verzeichnete der Vogtlandkreis mit 141,2, vor den Landkreisen Nordsachsen (105,7) und Leipzig (105,4). Seit Beginn der Pandemie wurden im Land 189 971 Corona-Fälle registriert. 7443 Menschen starben an oder mit einer Infektion.

Zwischen der Meldung von Fällen durch Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Daten an zuständige Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen. Zudem wird an Wochenenden weniger getestet und gemeldet.

Update, 20. Februar, 7 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Samstag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz sieben neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 10.033 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 40,2.

Zudem meldet das RKI vier weitere Todesfälle. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Chemnitz auf 376.

Update, 19. Februar, 19.02 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Inzidenz-Werte aus Sachsen.
Die aktuellen Inzidenz-Werte aus Sachsen.  © TAG24

Update, 19. Februar, 17 Uhr: 84 Prozent der beantragten Novemberhilfen in Sachsen ausgezahlt

Sachsen kommt mit der Auszahlung der November- und Dezemberhilfen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums voran. Fast 84 Prozent aller bislang 16.539 eingegangenen Anträge auf Novemberhilfen seien abschließend bearbeitet und insgesamt rund 127 Millionen Euro ausbezahlt worden, teilte das Ministerium am Freitag mit. Bei den Dezemberhilfen wurden demnach rund 65 Prozent aller 15.172 eingegangenen Anträge erledigt und 118 Millionen Euro ausgezahlt.

Die Sächsische Aufbaubank (SAB), die die Hilfen auszahlt, arbeite mit Hochdruck, betonte Vorstandsvorsitze Katrin Leonhardt. "Um diesen Prozess noch einmal zu beschleunigen, arbeiten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch wieder am Wochenende. Härtefällen gilt unsere besondere Aufmerksamkeit". Mit den November- und Dezemberhilfen werden Unternehmen etwa in der Gastronomie sowie Selbstständige unterstützt, die wegen des Teil-Shutdowns ihren Betrieb dicht machen mussten.

Der sächsischen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hatte in einem Gespräch mit Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) in dieser Woche unter anderem die Außenstände bei den Hilfen kritisiert. Der CDU-Politiker hatte die Branche zuvor mit der Absage der Osterferien gegen sich aufgebracht. Das Gespräch sei sehr konstruktiv verlaufen und der Ministerpräsident habe seine Unterstützung zugesagt, betonte Dehoga-Hauptgeschäftsführer Axel Klein.

Update, 19. Februar, 16 Uhr: Vogtlandkreis verschärft Corona-Maßnahmen: Musik- und Fahrschulen betroffen

Der Vogtlandkreis verschärft wegen anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen seine Maßnahmen zu Eindämmung der Pandemie. Der Musikunterricht sowie der Betrieb von Fahrschulen in persönlicher Präsenz von einem oder mehreren Schülern ist untersagt, wie der Landkreis am Freitag mitteilte. Online-Angebot bleiben jedoch zulässig. Eine entsprechende Allgemeinverfügung tritt am Samstag in Kraft.

Aktuell ist der Vogtlandkreis mit einer Inzidenz von 141,6 der Hotspot in Sachsen bei der Zahl der Neuansteckungen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner. Bundesweit war das laut RKI Platz 19. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hat derzeit der bayerische Landkreis Tirschenreuth mit einem Wert von 319,2.

Update, 19. Februar, 15.34 Uhr: Vogtland weiterhin Corona-Hotspot in Sachsen! Landrat: "Lockerungen nicht in Sicht"

Der Turbo-Frühling steht vor der Tür! Angenehme 13 Grad dürften am Wochenende viele Vogtländer nach draußen locken. Doch Landrat Rolf Keil (66, CDU) mahnt: Auch bei schönem Wetter gelten die Corona-Regeln. Zudem stellt er keine baldigen Lockerungen für das Vogtland in Aussicht. Der Grund: Zu hohe Corona-Zahlen.

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Macht keine Hoffnung auf baldige Corona-Lockerungen im Vogtland: Landrat Rolf Keil (66, CDU).
Macht keine Hoffnung auf baldige Corona-Lockerungen im Vogtland: Landrat Rolf Keil (66, CDU).  © Klaus Jedlicka, 123RF/Kateryna Kon, Steffen Füssel

Update, 19. Februar, 14.15 Uhr: Sachsen will mehr mobil impfen - Erste Außenstelle im Test

Für eine schnellere Immunisierung der über 80-Jährigen in der Corona-Pandemie testet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Sachsen an diesem Wochenende mobile Impfstationen. Nach Einarbeitung der großen Impfzentren gehe man in die Fläche und biete den häufig mobil eingeschränkten Menschen dieser Altersgruppe eine Alternative, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Freitag in Bannewitz (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge).

In der Gemeinde südlich von Dresden erhalten bis Sonntag 360 Einwohner die erste Dosis in einem zur Arztpraxis umgebauten Sattelauflieger, den das DRK sonst bei Naturkatastrophen nutzt. Zudem macht ein umgebauter Linienbus am Sonntag in Großhartmannsdorf (Mittelsachsen) und in der nächsten Woche in Adorf (Vogtland) halt.

"Wir ringen um jede Maßnahme zur Verbesserung des Impfens in Sachsen", betonte Köpping. Nach einer Woche soll entschieden werden, ob das Pilotprojekt ausgeweitet und in Anbetracht steigender Impfstofflieferungen damit stärker auch in den Regionen geimpft wird. Laut Köpping wird gemeinsam mit dem DRK und anderen Partnern ein Konzept zum dezentralen Impfen erarbeitet. Dabei sollen ab Anfang März auch die mobilen Impfteams in der Fläche eingesetzt werden.

"Wir haben einen Plan, der muss noch finanziell untersetzt werden", sagte die Ministerin. "Je mehr Impfstoff wir bekommen, desto mehr werden wir das System hochfahren." Dazu gehöre auch, die Impfstrecken in den Impfzentren aufzustocken, und erfahrene Hausärzte einzubeziehen. Ein Pilotprojekt mit den ersten 30 Praxen sei in Vorbereitung.

Update, 19. Februar, 13.20 Uhr: Polizei beendet Corona-Party

In Chemnitz musste die Polizei am Donnerstagabend eine Corona-Party beenden. Die Beamten waren wegen Lärmbelästigung zu einer Wohnung in der Reichenhainer Straße gerufen worden. Vor Ort stellte sich heraus, dass zehn Personen im Alter zwischen 19 und 50 Jahren eine Party feierten. Sechs der anwesenden Personen gehörte nicht zu der Wohnung. Alle Anwesenden erhielten Ordnungswidrigkeitsanzeigen.

Update, 19. Februar, 12.35 Uhr: FDP-Politiker Herbst fordert Wartelisten für Impfwillige

Der sächsische FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst hat die Landesregierung aufgefordert, Wartelisten für Impfwillige einzuführen. "Damit könnten Impfberechtigte Termine online oder per Call-Center sofort buchen, sobald sie über freie Kapazitäten benachrichtigt werden", sagte Herbst am Freitag.

Angesichts immer noch unterausgelasteter Impfzentren sollte der Freistaat alles tun, um das Impftempo bei vorhandenen Impfstoffvorräten zu beschleunigen. Mit einer Erstimpfquote von 3,6 Prozent liege der Freistaat immer noch unter dem Bundesdurchschnitt.

In Sachsen waren in dieser Woche nach Angaben des Deutschen Roten-Kreuzes noch mehr als 2500 Impftermine frei. Demnach gab es Probleme, das Produkt von Astrazeneca, das für über 65-Jährige nicht freigegeben ist, an medizinisches Personal und ambulant tätige Pfleger und Pflegerinnen zu verabreichen. "Wir vermuten, dass diese Zielgruppe noch nicht ausreichend darüber informiert ist, dass es für sie freie Termine gibt", hatte ein DRK-Sprecher gesagt.

Update, 19. Februar, 12.23 Uhr: Tschechisches Corona-Hilfsgesuch an Deutschland rückt näher

Ein tschechisches Hilfsgesuch an Sachsen und Bayern zur Übernahme von Covid-19-Intensivpatienten rückt näher. Man habe in den deutschen Nachbarkreisen Bettenkapazitäten abgefragt, sagte der Präsident der westlichen Karlsbader Region, Petr Kulhanek, am Freitag. Regierungschef Andrej Babis, der sich dem bisher widersetzt hatte, habe den Vorbereitungen zugestimmt.

Sollten die Betten ausgehen, werde zunächst eine Anfrage an das Gesundheitsministerium in Prag gestellt, das dann in einem nächsten Schritt über ein Hilfsgesuch an Deutschland entscheiden müsste. Der Krisenplan könne jederzeit aktiviert werden, noch sei das aber nicht geschehen, erläuterte Kulhanek.

Demnach ist beim Landratsamt im Vogtlandkreis ein entsprechender Antrag eingegangen, der vom Landrat geprüft werde. Aktuell ist der Vogtlandkreis mit einer Inzidenz von 141,6 der Hotspot in Sachsen bei der Zahl der Neuansteckungen binnen sieben Tagen je 100 000 Einwohner.

Der stellvertretende Gesundheitsminister Vladimir Cerny hatte vor wenigen Tagen noch einmal bekräftigt, dass man die Nachbarländer erst um Hilfe ersuchen werde, wenn 90 Prozent der Kapazitäten aller tschechischen Krankenhäuser ausgeschöpft seien. Inzwischen nähert man sich dieser Schwelle. Am Freitag waren landesweit nur noch 14 Prozent der Intensivbetten verfügbar.

Täglich werden Patienten mit Krankenwagen und Rettungshubschraubern innerhalb Tschechiens verlegt - teils über große Entfernungen. Hilfe haben inzwischen auch die Visegrad-Staaten Polen und Ungarn angeboten. In Tschechien wurden am Freitag 11.553 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden registriert. Seit Beginn der Pandemie gab es mehr als 1,1 Millionen bestätigte Infektionen und 18.913 Todesfälle.

Update, 19. Februar, 11.14 Uhr: Welche Ausstiegsstragie aus dem Lockdown plant Sachsen?

Wie wird Sachsen aus dem Corona-Lockdown aussteigen? Einem Medienbericht zufolge soll ein Sieben-Stufen-Plan dafür sorgen, dass in einzelnen Landkreisen und Städten unterschiedlich strenge Maßnahmen und Beschränkungen gelten können.

Was geplant wird, könnt Ihr >>>hier nachlesen.

Update, 19. Februar, 10.47 Uhr: Großer Andrang in sächsischen Kitas, Krippen und Horten

Die Wiedereröffnung der Krippen, Kitas und Horte in Sachsen ist von Eltern mit großem Interesse angenommen worden. Rund vier Fünftel der Kinder hätten das Angebot des eingeschränkten Regelbetriebs in Anspruch genommen, teilte der Sächsische Städte- und Gemeindetag (SSG) am Freitag mit. Dies habe eine Erhebung vom Mittwoch ergeben. Die Kindertageseinrichtungen waren am 14. Dezember 2020 geschlossen worden, lediglich eine Notbetreuung war möglich. Seit diesem Montag sind die Kitas wieder im eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet.

Der Bedarf, die Kinder in die Betreuung zu geben, ist laut SSG nun wesentlich höher als nach dem Ende des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020. Im Mai hatten in der ersten Woche des eingeschränkten Regelbetriebs etwa 69 Prozent der Kinder das Angebot des eingeschränkten Regelbetriebs in Anspruch genommen. Die Quote von vier Fünfteln wurde damals erst in der dritten Woche erreicht.

Eingeschränkter Regelbetrieb bedeutet die strikte Trennung der Gruppen und feste Bezugspersonen, um eventuelle Infektionsketten kurz und nachvollziehbar zu halten. Die Kinder unterschiedlicher Gruppen sollen auch außerhalb der Gruppenräume auf dem Gelände der Einrichtung nicht aufeinandertreffen.

Auch die Wiedereröffnung der Grundschulen in Sachsen seit Montag wurde von den Eltern dankbar angenommen. Lediglich 3,72 Prozent der Eltern hatten ihre Kinder coronabedingt oder aus anderen Gründen abgemeldet und sie von der Schulpflicht befreit, hatte das Landesamt für Schule und Bildung mitgeteilt.

Update, 19. Februar, 10.19 Uhr: Kostenlose Schnelltests für Kitas in Sachsen

Die Kindertagesstätten in Sachsen erhalten in der kommenden Woche kostenlose Corona-Schnelltests. Diese sollen von den Trägern eingesetzt werden, um das Personal in den Einrichtungen zunächst bis zur Verfügbarkeit von geeigneten Antigen-Selbsttestkits einmal pro Woche durch geschultes Personal auf Corona testen zu können, wie das Kultusministerium am Freitag mitteilte.

"Durch die regelmäßigen Testungen sollen symptomfreie Infektionen erkannt und Infektionsketten unterbrochen werden. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum Infektionsschutz des Personals, der Kinder und deren Eltern", betonte Kultusminister Christian Piwarz (CDU).

Bei den Testkits handelt es sich noch nicht um die derzeit diskutierten Selbsttests. Diese sind laut Ministerium aktuell noch nicht verfügbar. Daher werden den Einrichtungen zunächst für einen Übergangszeitraum von drei Wochen herkömmliche Testkits zur Verfügung gestellt. Dabei erfolgt durch geschultes Personal ein Nasenabstrich.

Update, 19. Februar, 9.33 Uhr: Landeskirche weitet Zeitraum auch für Konfirmationen 2021 aus

Die evangelische Landeskirche verlängert wegen der Corona-Pandemie 2021 den Zeitraum für Konfirmationen in ihren Kirchgemeinden. Nach Angaben des Landeskirchenamtes können die Jugendlichen des aktuellen Jahrgangs bis zum 12. Juni in die Gemeinde der Erwachsenen aufgenommen werden. Die Verlängerung gelte auch für Zeremonien von 2020, die wegen der Pandemie bisher nicht erfolgten. Dann könnten mehrere Jahrgänge zusammengefasst werden, sagte Sprecherin Tabea Köbsch. Die Konfirmationen finden üblicherweise zwischen Palmsonntag und Trinitatis statt und konnten bereits 2020 um ein Jahr verschoben werden.

"Wir erwarten diesmal 4700 Konfirmanden", sagte Köbsch. Das entspreche der Teilnehmerzahl des aktuellen Jahrgangs im Vorbereitungsunterricht. Damit liegt ihre Zahl auf dem Niveau des Vorjahres. Vom Jahrgang 2020 sind bisher etwa 3900 Konfirmationen vollzogen. "Das bedeutet, dass der überwiegende Teil der Konfirmationen im Herbst nachgeholt worden ist." Laut Köbsch werden meist zehn Prozent der Jugendlichen dabei getauft statt konfirmiert.

Die Zahl der Konfirmanden innerhalb der Landeskirche ist über Jahre deutlich zurückgegangen. Waren es im Jahr der Wiedervereinigung noch über 11.000 Konfirmanden, standen für 1995 nur gut 10.000 zu Buche. Im Jahr 2007 wurde ein Tiefstand von 4000 erreicht. Seit 2010 hat die Zahl der Jugendlichen zur Konfirmation wieder zugenommen. Dabei gibt es jährliche Schwankungen - wegen geburtenschwacher Jahrgänge sowie wegen Weg- und Zuzügen.

2020 mussten die meist 14-Jährigen wegen der Corona-Schutzmaßnahmen bei der Konfirmation auf Teile ihrer Familien verzichten, da die Besucherzahl bei Gottesdiensten und Feiern beschränkt waren. "Nicht alle Gäste bei einem so wichtigen Ereignis im Leben dabeihaben zu können, ist für die jungen Menschen und ihre Familien schmerzlich gewesen", sagte Köbsch. Und auch der Konfirmanden-Jahrgang 2021 muss Abstriche machen: Unterricht digital, Andachten und Gottesdienste in kleinem Kreis - und nur mit Abstand und Maske.

Update, 19. Februar, 9.24 Uhr: Corona-Inzidenzwert in Sachsen verharrt bei 66

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Sachsen bleibt derzeit nahezu unverändert. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies am Freitag für den Freistaat eine Sieben-Tage-Inzidenz von 66 aus. Am Vortag betrug der Wert noch 66,2, am vergangenen Freitag 71. Er gibt die Zahl der Neuansteckungen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner an. Bundesweit lag die Inzidenz am Donnerstag bei 56,8.

Die niedrigste Neuansteckungsrate in Sachsen hat weiterhin die Stadt Leipzig mit 35,6. In den angrenzenden Landkreisen Leipzig (114,7) und Nordsachsen (103,7) liegt der Wert allerdings sehr viel höher. Den landesweit höchsten Wert verzeichnete der Vogtlandkreis mit 141,6. Unter der 50er-Marke bei der Inzidenz liegt in Sachsen laut RKI auch noch die Stadt Chemnitz mit 44,2, knapp darüber die Landeshauptstadt Dresden mit 50,3.

Seit Beginn der Pandemie wurden im Land 189.534 Corona-Fälle registriert. 7351 Menschen starben an oder mit einer Infektion.

Update, 19. Februar, 5.50 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Mittwoch (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 30 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 10.029 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 44,2.

Zudem meldet das RKI sieben weitere Todesfälle. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Chemnitz auf 372.

Update, 18. Februar, 17.22 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Zahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Zahlen aus Sachsen.  © TAG24

Update, 18. Februar, 15.57 Uhr: Unternehmen im Erzgebirge fordern Grenzöffnung für Berufspendler

Unternehmer aus dem Erzgebirge haben in einem offenen Brief die rasche Wiederöffnung der Grenze zu Tschechien für alle Berufspendler gefordert. Die aktuelle Situation stelle einen Großteil der Betriebe vor existenzielle Probleme, schrieb der Geschäftsführer von Seiwo Technik in Drebach, Jan Wabst, in dem Brief, der von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge initiiert wurde.

"Da nützen auch keine Überbrückungshilfen mehr etwas, damit wird die Wirtschaft in unserer Region Erzgebirge nachhaltig geschädigt." Der Chef von Gazima in Grünhain-Beierfeld, Jörg Zimmermann, sprach davon, dass Mitarbeiter aus Tschechien willkürlich "weggesperrt" würden. "Ich bin fassungslos, wie unsere Politiker den Europäischen Gedanken mit Füßen treten, wie Gesetze der Arbeitnehmerfreizügigkeit mit einem Handstreich außer Kraft gesetzt werden."

Update, 18. Februar, 14.06 Uhr: Corona-Ausbruch in Leipziger Heim, fast jeder vierte Bewohner stirbt

Nach einem größeren Corona-Ausbruch in einem Leipziger Pflegeheim ist fast ein Viertel der Bewohner gestorben. Der Ausbruch begann wenige Tage, nachdem es erste Impfungen der Bewohner gegeben hatte, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Es sei jedoch nicht nachvollziehbar, ob sich die Menschen vor oder nach dem Impftermin angesteckt haben. Für Corona-Impfungen sind zwei Termine nötig, damit sie vollständigen Schutz entfalten. Zuvor hatte die "Leipziger Volkszeitung" darüber berichtet.

Der Ausbruch habe am 18. Januar begonnen, am 14. begannen die Erstimpfungen. 70 Menschen lebten laut Stadt in dem Pflegeheim. 46 Bewohner und 21 Beschäftigte steckten sich an. 16 Bewohner starben. Das Heim sei unter Quarantäne gestellt worden, die am 10. Februar wieder aufgehoben wurde. Aktuell seien alle Bewohner negativ getestet.

Update, 18. Februar, 13.48 Uhr: Über ein Drittel weniger Übernachtungen in Sachsens Tourismusbranche

Die Corona-Pandemie hat die sächsische Tourismusbranche bei den Übernachtungszahlen auf das Niveau von vor 20 Jahren zurückgeworfen. Wie das Statistische Landesamt in Kamenz am Donnerstag mitteilte, buchten voriges Jahr 4,8 Millionen Gäste 13,52 Millionen Übernachtungen. Das sei ein Rückgang der Gästezahlen um 43 Prozent und der Übernachtungen um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit bewegten sich die Zahlen auf dem Niveau von 1999.

Dass vor allem beliebte Reisezeiträume wie Ostern, Weihnachten und Silvester in die Lockdowns fielen, habe die Branche nicht mit einem starken Sommergeschäft ausgleichen können. Die Hotellerie musste nach Angaben des Landesamtes mit 8,64 Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr einen Rückgang von 40 Prozent verschmerzen. Ferienwohnungen und -häuser hätten dagegen mit 0,82 Millionen Übernachtungen 15 Prozent eingebüßt.

Einzig Campingplätze konnten im Corona-Jahr 2020 sogar zulegen. Fast eine Million gebuchte Übernachtungen bedeuteten dort ein Plus von 15 Prozent im Vergleich zu 2019.

Update, 18. Februar, 12.22 Uhr: Corona-Impfungen in 94 Prozent aller Alten- und Pflegeheime

In fast allen der 690 stationären Alten- und Pflegeheimen in Sachsen haben Bewohner die Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Die noch fehlenden Heime seien auf hohe Infektionsraten zurückzuführen, teilte das Sozialministerium am Donnerstag auf Anfrage mit: "Es gibt Heime, die durch Ausbrüche bzw. Quarantäne-Anordnungen nicht geimpft werden konnten, teils auf eigenen Wunsch. Dies wird sukzessive nachgeholt. Unser Ziel, allen diesen Heimen bis Mitte Februar ein Impfangebot zu unterbreiten, wurde somit erreicht."

Die Impfungen durch mobile Teams würden ohne Unterbrechung weitergehen. Die Impfbereitschaft bei den Bewohner sei hoch und liege zwischen 80 und 90 Prozent.

Update, 18. Februar, 12.11 Uhr: Geburtstagsfeier endet mit 17 Anzeigen

Am Mittwochabend musste die Polizei in Zwickau-Pölbitz eine Geburtstagsfeier auflösen. Aus einem Haus in der Leipziger Straße war Lärm nach außen gedrungen. Vor Ort trafen die Beamten eine Großfamilie an, die einen Geburtstag feierte. Insgesamt waren 16 Erwachsene und 18 Kinder aus neun Haushalten anwesend. Die Erwachsenen erhielten Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Schutz-Verordnung. Der Gastgeber (22) muss sich zudem wegen des Lärms verantworten.

Update, 18. Februar, 11.23 Uhr: Ifo-Institut sieht schnelle Tilgung der Corona-Schulden kritisch

Die Dresdner Ifo-Forscher sehen eine rasche Tilgung der Corona-Schulden Sachsens weiter kritisch. Vorrangig sei nicht eine schnelle Rückzahlung der Kredite, teilte das Ifo-Institut am Donnerstag in Dresden mit. Vielmehr sei es erforderlich, ausreichenden Spielraum für eine Stärkung des Wachstumspotenzials zu lassen. Vor allem führe Wachstum dazu, dass der Schuldenstand als Anteil an der Wirtschaftsleistung sinken kann.

Der Sächsische Landtag hatte die Regierung im Frühjahr 2020 ermächtigt, zur Bewältigung der Corona-Folgen bis zu sechs Milliarden Euro Schulden aufzunehmen. Nach der Gesetzeslage müssen sie ab 2023 in einem Zeitraum von acht Jahren zurückgezahlt werden. Deshalb gibt es derzeit eine Debatte darüber, den Zeitraum der Rückzahlung zu strecken. Mehrere Parteien haben sich dafür ausgesprochen. Im Gespräch ist ein Zeitraum von 20 bis 30 Jahren.

"Hohe jährliche Tilgungen wie in Sachsen bergen die Gefahr in sich, dass dafür wachstumsrelevante Ausgaben wie Investitionen oder Bildungsausgaben reduziert würden", erklärte Ifo-Forscher Remo Nitschke. Sollten die Kreditermächtigungen vollständig ausgereizt werden, müsste Sachsen in den kommenden Jahren knapp fünf Prozent der für 2020 geplanten Ausgaben tilgen. In den übrigen Bundesländern läge die Größenordnung meist bei weniger als einem Prozent. "Vieles spricht dafür, diese strenge Tilgungsverpflichtung in der sächsischen Verfassung zu lockern", lautete das Fazit des Dresdner Ifo-Institutes.

Update, 18. Februar, 10.12 Uhr: Tausende Impftermine in Sachsen frei

In Sachsen sind mehr als 2500 Impftermine in dieser Woche noch frei. Probleme bereiten die Impfungen mit dem Produkt von Astrazeneca, das für über 65-Jährige nicht geeignet ist und daher für medizinisches Personal und ambulant tätige Pfleger und Pflegerinnen vorgesehen ist, wie Kai Kranich vom Deutschen Roten-Kreuz Sachsen am Donnerstag sagte.

"Wir vermuten, dass diese Zielgruppe noch nicht ausreichend darüber informiert ist, dass es für sie freie Termine gibt." Es sei eine Herausforderung, diejenigen zu finden, die jetzt an der Reihe seien und noch kein Angebot erhalten hätten, betonte Kranich. Zuvor hatte die "Sächsische Zeitung" berichtet.

Das DRK Sachsen schließt nicht aus, dass es außerdem eine Verunsicherung wegen der geringeren Wirksamkeit des Impfstoffes von Astrazeneca gibt. Das Astrazeneca-Präparat hat eine geringere Wirksamkeit als die Mittel von Biontech/Pfizer und Moderna - bezogen darauf, wie viele Geimpfte in Studien im Vergleich zu Nicht-Geimpften erkranken. In 50 von 1000 Fällen in Sachsen wurde dieser Impfstoff abgelehnt, wie Kranich erklärte.

Sachsen hatte bereits am Mittwoch angekündigt, sich beim Bund dafür einzusetzen, dass Erzieher, Lehrer und Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitsdienstes schneller als geplant mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca geimpft werden. "Mit diesem Wirkstoff können hervorragend schwere Covid-Erkrankungen verhindert werden. Dennoch stellen wir fest, dass es derzeit noch freie Impftermine für Astrazeneca gibt", hatte das Sozialministerium in Dresden auf Anfrage mitgeteilt: "Aus unserer Sicht darf es nicht sein, dass Impfstoff vorhanden ist, aber nicht verimpft wird."

Das Vektor-basierte Astrazeneca-Mittel ist in der EU ein wichtiger Baustein in der Impfstrategie, da es vergleichsweise günstig ist und weniger hohe Anforderungen an Transport und Lagerung stellt als die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna. Für den Weg hin zum Impfen in Arztpraxen ist das entscheidend.

Unterdessen berichtete das DRK, dass in der Nacht zu Donnerstag weitere 6000 Termine mit dem Impfstoff von Astrazenenca hinzugekommen sind.

Update, 18. Februar, 8.35 Uhr: Annaberger Unternehmen sind jetzt online

Der Trend geht zum Online-Handel - Annaberg-Buchholz geht mit. Das Citymanagement hat einen virtuellen Marktplatz ins Leben gerufen, auf dem lokale Geschäfte, Gastronomen und Unternehmen ihr Angebot feilbieten können.

>>>Hier geht's zur ganzen Geschichte.

Update, 18. Februar, 8.19 Uhr: Fasten gegen den Lockdown-Blues

In den vierzig Tagen bis Ostern üben nicht nur Gläubige den Verzicht. Die Chemnitzer Fastentherapeutin Anja Huth (45) sieht darin einen Weg aus dem Lockdown-Tief.

Welche Tipps die Expertin auf Lager hat, erfahrt Ihr >>>>hier.

Update, 18. Februar, 8.07 Uhr: Sachsen kontrolliert Home-Office-Pflicht

Die Sächsische Landesdirektion (LD) nimmt die Bundesverordnung zur Home-Office-Pflicht ernst und schickte Kontrolleure in Betriebe.

Den ausführlichen Bericht könnt Ihr >>>hier lesen.

Update, 18. Februar, 7.59 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Mittwoch (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 14 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9996 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 45,1.

Update, 18. Februar, 7.50 Uhr: Fließender Verkehr an sächsisch-tschechischen Grenzübergängen

Trotz der Kontrollen wegen des Coronavirus ist die Situation an den sächsisch-tschechischen Grenzübergängen entspannt geblieben. Nach Angaben der Bundespolizei in Pirna vom Donnerstagmorgen fließt der Verkehr. Man erwarte keine erneuten Staus an den sächsischen Übergängen. Nachdem auf deutscher Seite am Sonntag als Reaktion auf die hohen Corona-Infektionszahlen in Tschechien Grenzkontrollen eingeführt worden waren, hatten sich teils kilometerlange Staus gebildet. Schon seit Dienstag läuft der Verkehr an den sächsischen Übergängen aber wieder reibungslos.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will sich an diesem Donnerstag am deutsch-tschechischen Grenzübergang der A17 in Breitenau über die Kontrollen bei der Einreise informieren. Die A17 von Prag nach Dresden, die auf tschechischer Seite die Bezeichnung D8 trägt, gilt als eine der Hauptrouten für den Verkehr aus den Balkan-Staaten nach Westeuropa.

Update, 18. Februar, 6.26 Uhr: Handwerkstag fordert Gleichbehandlung von Friseur und Kosmetik

Der Sächsische Handwerkstag will auch für Kosmetikbetriebe zeitnah eine Öffnungsperspektive. Präsident Roland Ermer forderte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in einem Schreiben auf, sich auf der Bund-Länder-Ebene "kurzfristig und mit Nachdruck" für eine Gleichbehandlung von Friseur- und Kosmetiksalons einzusetzen. "Eine Differenzierung zwischen beiden Gewerken erscheint uns nicht gerechtfertigt", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Das sorge im gesamten Handwerk für "Unverständnis und Unmut". Auch Kosmetiksalons verfügten nachweislich über funktionierende Hygienekonzepte und könnten Kontakte lückenlos nachverfolgen, erklärte Ermer.

In Sachsen dürfen Friseure und Fußpfleger ab 1. März unter Hygieneauflagen wieder öffnen.

Ermer kritisierte zudem den geplanten wöchentlichen Pflichttest für die im Friseurhandwerk Beschäftigten als "nicht nachvollziehbar". Er verwies auf die sehr hohen und auch praktizierten Hygienestandards von Friseursalons, die sich bisher auch nicht als Hotspots erwiesen hätten. Sollte die Testpflicht kommen, müssten praktische Fragen geklärt werden wie Dokumentation und Kostenübernahme. Wie bei den Beschäftigten im Gesundheitswesen sollte dann der Staat auch die Kosten der Pflichttests für personenbezogene, körpernahe Dienstleister aus dem Handwerk wie Friseure, Fußpfleger und Kosmetiker übernehmen, sagte er.

Nach Angaben der Spitzenorganisation des Handwerks gibt es im Freistaat aktuell knapp 4000 Friseurbetriebe mit fast 20.000 Beschäftigten - und rund 2600 Kosmetikbetriebe mit etwa 7500 Beschäftigten.

Update, 18. Februar, 5.51 Uhr: Kretschmer bleibt dabei: Kein Osterurlaub in diesem Jahr

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer bleibt bei seiner Aussage, dass Urlaubsreisen zu Ostern in diesem Jahr unterbleiben sollten. "Das Virus hat sich nicht verändert. Im Gegenteil: Wir sehen diese Mutation, die wesentlich ansteckender ist. Wir müssen aufpassen, dass wir das, was wir bitter und teuer, auch psychisch schwierig erreicht haben, nicht leichtfertig aufs Spiel setzen", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in der ARD-Sendung "Maischberger. Die Woche".

Mit Blick auf Ostern stelle sich die Frage, ob das ganze Land in Bewegung sei und sich alles durchmische oder nicht. "Das wird eine große Auswirkung für den Rest des Jahres haben", warnte Kretschmer.

"Wir haben jetzt die Chance, es auszutreten oder wir werden die nächsten Monate verharren. Das ist auch die Frage, die wir uns Ostern stellen müssen", so der Ministerpräsident. Es tue ihm leid, wenn er Menschen Hoffnungen genommen habe. Er wolle das Gegenteil, sagte Kretschmer. "Dieser Weg wird länger sein. Aber wir werden ihn erfolgreich gestalten können", machte er deutlich.

Kretschmer fügte hinzu: "Dann haben wir die Chance, den Juni, den Juli, den August und dann den September mit großer Freude zu erleben und danach sind wir alle hoffentlich geimpft. Dann ist diese Pandemie sowieso viel kleiner, viel ungefährlicher als jetzt."

Kretschmer verteidigte zugleich die Öffnung von Schulen und Kitas in seinem Bundesland. "Wir haben das ganz bewusst entschieden, weil für uns die psychische Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und Familien und der Bildungsaspekt eine so große Bedeutung hat", betonte der CDU-Politiker. Er fügte hinzu: "Und wenn man diese Priorität so setzt, dann gehen andere Dinge nicht."

Update, 17. Februar, 16.22 Uhr: Weitere Fälle der Coronavirus-Mutation B.1.1.7 im Erzgebirgskreis bestätigt

Wie das Landratsamt des Erzgebirgskreises mitteilt, gibt es zwei weitere positive Befunde einer Corona-Mutation. Es handelt sich um die britische Corona-Mutation, SARS-CoV-2-Virusvariante B.1.1.7.

Bis jetzt gab es 12 positive Befunde einer Corona-Mutation im Erzgebirgskreis.

Update, 17. Februar, 15.14 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Zahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Zahlen aus Sachsen.  © TAG24

Update, 17. Februar, 13.08 Uhr: Einreisestopp für Pendler aus Tschechien bringt Autozulieferer in Not

Die Einreisebeschränkungen für Pendler aus Tschechien setzen viele Automobilzulieferer in der Grenzregion massiv unter Druck.

Manchen Unternehmen im Erzgebirge fehlten aktuell 30 Prozent der Belegschaft und mehr, sagte am Mittwoch Dirk Vogel vom Branchenverband AMZ der Deutschen Presse-Agentur. Das wirke sich erheblich auf die Produktionskapazitäten aus.

Den Unternehmen drohten bei Lieferverzögerungen immense Strafzahlungen. Auch Jan Kammerl von der Wirtschaftsförderung des Erzgebirgskreises berichtete davon, dass Firmen ihre Schichten zusammenstreichen mussten, weil die Mitarbeiter aus Tschechien nicht mehr einreisen dürften. Das Problem betreffe auch andere Branchen, betonte Kammerl.

Update, 17. Februar, 12.14 Uhr: Vorgaben zur Maskenpflicht im Auto erzürnen Sachsen-FDP

Für Sachsens Liberale werden Vorgaben aus dem Innenministerium zum Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr. Dass Kraftfahrer beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes nicht auch noch eine Sonnenbrille aufsetzen dürfen, erzürnte am Mittwoch den Dresdner FDP-Bundestagsabgeordneten Torsten Herbst. Innenminister Roland Wöller (CDU) erweise der Verkehrssicherheit einen "Bärendienst", erklärte Herbst am Mittwoch.

"Wenn Autofahrer von der tief stehenden Sonne geblendet werden, kann es doch nicht ernsthaft Ziel der Politik sein, dass sie sich zwischen einem Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung und einem Verstoß gegen Corona-Auflagen entscheiden müssen."

Die Maskenpflicht für Autofahrer müsse umgehend aufgehoben werden. Besonders Personen mit lichtempfindlichen Augen sei ein Sonnenbrillen-Verbot am Steuer nicht zuzumuten.

Nach der aktuellen sächsischen Corona-Schutzverordnung muss im Auto eine Maske getragen werden, wenn mehr als ein Hausstand mitfährt. Innenminister Wöller hatte am Dienstag klargestellt, dass Fahrer in diesem Fall zusätzlich weder eine Sonnenbrille noch eine Mütze tragen dürfen, um die Erkennbarkeit etwa bei Geschwindigkeitskontrollen zu gewährleisten. Die Verhüllung und Verdeckung wesentlicher Gesichtsmerkmale sei nicht erlaubt.

Update, 17. Februar, 12.07 Uhr: Grenzkontrollen: Berufspendler brauchen Bescheinigung erst ab Freitag

Berufspendler dürfen noch bis Donnerstagnacht ohne eine spezielle Bescheinigung ihres Arbeitgebers in Sachsen und Bayern die deutsche Grenze passieren. Bis Donnerstag 24.00 Uhr sei die Vorlage des Arbeitsvertrages an der Grenze ausreichend, hieß es am Mittwoch aus dem Bundesinnenministerium. Die Frist, die ursprünglich in der Nacht zum Mittwoch hätte auslaufen sollen, sei auf Bitte der sächsischen Landesregierung um zwei Tage verlängert worden. Ab Freitag müssen berufliche Pendler dann eine Bestätigung vorlegen, aus der hervorgeht, dass sie bei einem systemrelevanten Arbeitgeber beschäftigt sind und von diesem zwingend für die Aufrechterhaltung des Betriebs benötigt werden.

Hintergrund der Verlängerung ist dem Vernehmen nach, dass man den Arbeitgebern nach der erst jetzt erfolgten amtlichen Veröffentlichung der geänderten sächsischen Quarantäneverordnung Zeit geben musste, um sich auf die neuen Regelungen vorzubereiten. Um Verwirrung und eine Ungleichbehandlungen an den Grenzübergängen in Sachsen und Bayern zu verhindern, wurde die Frist dann auch für den bayerischen Grenzabschnitt verlängert.

Tschechien und der größte Teil Tirols (Österreich) gelten seit Sonntag als Gebiete, in denen sich mutierte Varianten des Coronavirus bereits stark verbreitet haben. Von hier dürfen - von einigen Ausnahmen abgesehen - fast nur noch Deutsche und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland einreisen. Innenminister Horst Seehofer (CSU) ordnete in Absprache mit Bayern und Sachsen stationäre Kontrollen an diesen Grenzabschnitten an. Für Berufspendler aus bestimmten Branchen gibt es Ausnahmen.

Update, 17. Februar, 10.07 Uhr: Inzidenzwert für Sachsen sinkt, nur noch zwei Landkreise dreistellig

Die Dynamik der Corona-Pandemie in Sachsen geht zurück. Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin wies am Mittwoch die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen mit 62,6 aus. Am Dienstag waren es noch 68,4. Bundesweit lag der Wert am Mittwoch bei 57,0. Den höchsten Wert hatte Thüringen mit 111,6 zu verzeichnen, den geringsten Baden-Württemberg mit 43,6. Bund und Länder waren übereingekommen, weitere Lockerungen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 35 ins Auge zu fassen.

In Sachsen hatten am Mittwoch nur noch zwei Landkreise eine Inzidenzwert von über 100: der Vogtlandkreis (123,9) und der Landkreis Leipzig (123,6). Der Landkreis Sächsische Schweiz- Osterzgebirge war mit 86,3 unter diese Marke gerutscht.

Die Zahl der Infektionen in Sachsen seit Ausbruch der Pandemie im März 2020 gab das RKI mit 188.254 an. Die Anzahl der Menschen, die mit oder an einer Covid-19-Erkrankung im Freistaat starben, wurde mit 7246 beziffert. Zwischen den Zahlen des RKI und des Landes gibt es wegen unterschiedlicher Meldezeiten der Behörden mitunter eine Differenz.

Update, 17. Februar, 9.16 Uhr: Auch der Erzgebirgskreis lockert Maßnahmen

Der Erzgebirgskreis lockert ab dem heutigen Mittwoch die ersten Schutzmaßnahmen. Der Inzidenzwert der Region liegt seit Ende Januar unter 100. Aus diesem Grund werden die Ausgangsbeschränkungen und die Beschränkung des Umkreises von 15 Kilometern um den Wohnbereich aufgehoben.

"Zugelassen wird Individualsport und Bewegung im Freien ohne touristische Zwecke und Ziele ohne Beschränkung des Umkreises unter Beachtung der Hygieneregeln und Kontaktbeschränkung sowie Beachtung der in Nachbarlandkreisen ggf. noch geltenden 15 Kilometer-Bewegungsbeschränkungen", teilt das Landratsamt mit.

Wenn die Infektionszahlen wieder ansteigen, wird eine Rücknahme der Lockerungen geprüft und diese falls nötig umgesetzt.

Update, 17. Februar, 7.07 Uhr: Mitgliederschwund bei Chemnitzer Vereinen

Die Corona-Pandemie zieht auch im Chemnitzer Vereinssport ihre Kreise. Nun schlägt der Stadtsportbund Alarm.

Den ausführlichen Bericht könnt Ihr >>>hier lesen.

Update, 17. Februar, 6.53 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Mittwoch (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 26 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9982 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 51,2.

Zudem meldet das RKI einen weiteren Todesfall. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Chemnitz auf 365.

Update, 17. Februar, 6.34 Uhr: Kein weiteres Verkehrschaos an der tschechischen Grenze erwartet

Für Mittwoch werden an den deutsch-tschechischen Grenzübergängen an der A17 und B174 keine weiteren Rückstaus aufgrund von Einreisekontrollen erwartet. Wie ein Sprecher der Bundespolizei in Pirna am Mittwochmorgen mitteilte, habe sich die Lage an den Grenzübergängen normalisiert und der Verkehr fließe. Die Rückstaus seien deshalb zustande gekommen, weil Reisende die benötigten Corona-Tests vor Ort gemacht hätten, nicht aufgrund der Kontrollen an sich.

"Es scheint so, als ob Reisende nun besser auf die Einreisevorgaben vorbereitet wären", so der Polizeisprecher.

Witterungsbedingt könne es jedoch bei einsetzendem Schneefall zu Verkehrsbehinderungen auf der B174 beim Grenzübergang Reitzenhain kommen.

Update, 16. Februar, 18.01 Uhr: Allgemeinverfügung zum Alkoholverbot im Erzgebirgskreis

Wie das Landratsamt Erzgebirgskreis am Dienstagabend mitteilte, hat es eine Allgemeinverfügung zum Alkoholverbot im Erzgebirgskreis erlassen. Grundlage hierfür ist das Alkoholverbot der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 12. Februar 2021. Diese regelt, dass die konkret vom Alkoholverbot betroffenen Örtlichkeiten vom Landkreis festzulegen sind.

Die Allgemeinverfügung tritt am Mittwoch (17. Februar) in Kraft.

Darin verordnet ist, dass der Konsum von Alkohol auf allen öffentlichen und öffentlich zugänglichen Flächen innerhalb der Ortslagen der Städte und Gemeinden des Erzgebirgskreises und an folgenden sonstigen öffentlichen Orten unter freiem Himmel untersagt ist: vor gastronomischen Einrichtungen einschließlich Bars sowie Imbissangeboten, auf Sport- und Spielflächen, einschließlich dem Wintersport gewidmeten Flächen, an Haltestellen und vor Bahnhofsgebäuden, auf Parkplätzen, in Park-, Grün- und Freizeitanlagen sowie im Territorium des Erzgebirgskreises.

Eine vorsätzliche oder fahrlässige Zuwiderhandlung gegen diese Allgemeinverfügung kann mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

Update, 16. Februar, 17.12 Uhr: Landkreis Zwickau lockert Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie

Wie aus der neuen Allgemeinverfügung des Landkreises Zwickau vom 16. Februar zu entnehmen ist, treten ab Mittwoch Lockerungen der Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Kraft.

Es wird zum einen die Ausgangssperre nach 22 Uhr im Landkreis Zwickau aufgehoben. Und zum anderen sind die räumliche Einschränkung für Einkauf, Sport und Bewegung im Freien nicht mehr auf den Umkreis von 15 Kilometern begrenzt.

Update, 16. Februar, 16.09 Uhr: Inzidenz über 100: Landkreis Sächsische Schweiz hebt Lockerungen auf

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat die Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen wieder aufgehoben. Der maßgebliche Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sei am Dienstag überschritten worden, teilte das Landratsamt in Pirna mit.

Damit sei der Landkreis gemäß der Sächsischen Corona-Schutzverordnung verpflichtet, die Lockerungen der 15-Kilometer-Beschränkungen für Einkäufe, Sport und Freizeit sowie der Ausgangssperre aufzuheben. Die Maßnahmen treten demnach am Mittwoch um 6 Uhr in Kraft. Der Landkreis hatte erst am Sonntag die Lockerungen verfügt.

Update, 16. Februar, 15.58 Uhr: Eltern nehmen Grundschul-Öffnung an: Nur wenige Kinder abgemeldet

Die Wiedereröffnung der Grundschulen in Sachsen haben die Eltern mit großem Interesse angenommen. Lediglich 3,72 Prozent der Eltern haben ihre Kinder coronabedingt oder aus anderen Gründen abgemeldet und sie von der Schulpflicht befreit, wie der Sprecher des Landesamts für Schule und Bildung, Roman Schulz, am Dienstag auf Anfrage mitteilte. "Die hohe Zahl der Eltern, die ihre Kinder in die Grundschule schicken, sehen wir mit Respekt und Demut." Dies sei ein riesiger Vertrauenzuschuss für die Schulen.

Mit Einschränkungen und erhöhten Hygienemaßnahmen hatte am Montag in Sachsen nach rund zwei Monaten Lockdown der Unterricht für 151.000 Grundschüler begonnen. Schulz verwies darauf, dass die Grundschulen bereits Erfahrung mit der Wiedereröffnung nach dem ersten Lockdown im Mai 2020 hätten. Unter anderem sehen die Konzepte einen gestaffelten Einlass, versetzte Pausen und einen durch Absperrband unterteilten Schulhof vor.

Die Wiederöffnung erfolgt im eingeschränkten Regelbetrieb: Die Kinder werden dafür in festen und strikt voneinander getrennten Gruppen betreut und sollen sich möglichst nicht begegnen. Eine Maskenpflicht im Unterricht gibt es nicht, allerdings müssen Schüler und Lehrer im Eingangsbereich sowie im Schulgebäude eine medizinische Maske tragen. Auch regelmäßiges Lüften gehört zum Hygienekonzept.

Die Gewerkschaft GEW hatte die Eröffnung mit Blick auf die Ausbreitung der Mutationen hingegen als zu früh kritisiert, auch die Lehrer sahen der Wiedereröffnung mit gemischten Gefühlen entgegen. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) hatte angekündigt, die Zahl der Infektionen genau im Blick zu behalten: Wenn der Inzidenzwert im Landkreis, also die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, an fünf aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt, müssen Schulen und Kitas wieder schließen.

Update, 16. Februar, 15.30 Uhr: Sterbefälle im Januar immer noch weit über Durchschnitt in Sachsen

In Sachsen sind bis Mitte Januar im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich mehr Menschen gestorben. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts starben in der zweiten Januarwoche - der letzten Woche, für die auf Länderebene aktuelle Hochrechnungen vorliegen - insgesamt 1822 Menschen: Das sind 54 Prozent mehr Todesfälle als im Vergleichszeitraum in den vier vorangegangenen Jahren.

Damit lag die Übersterblichkeit in Sachsen mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt, wo in der zweiten Januarwoche 22 Prozent mehr Todesfälle verzeichnet wurden. Im Vergleich zum Dezember, als mehr als doppelt so viele Menschen wie in den Vorjahren in Sachsen starben, ging die Zahl der Todesfälle aber deutlich zurück.

Auch auf Bundesebene geht laut Statistischem Bundesamt die Zahl der zusätzlichen Toten stark zurück: In der ersten Februarwoche lag die Übersterblichkeit nur noch bei einem Prozent. Ebenso verringerte sich die Zahl der Covid-19-Todesfälle: Nach den letzten Hochrechnungen starben bundesweit in der dritten Januarwoche 4294 Menschen - das sind 386 Fälle weniger als noch in der Vorwoche.

Update, 16. Februar, 14.43 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Zahlen aus Sachsen.
Die aktuellen Zahlen aus Sachsen.  © TAG24

Update, 16. Februar, 12.52 Uhr: Kinobesuche in Sachsen 2020 drastisch gesunken

Im Corona-Jahr 2020 haben die sächsischen Kinos fast zwei Drittel ihres Geschäfts verloren. 2020 seien gut 1,9 Millionen Tickets verkauft worden, teilte die Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin mit. Das waren 62 Prozent weniger als im Jahr davor. Entsprechend sank auch der Umsatz der Spielstätten. Dieser ist den Angaben der FFA zufolge um 64,1 Prozent auf knapp 15,5 Millionen Euro gefallen. 2019 lag er demnach noch bei mehr als 43,1 Millionen Euro.

Aus Sicht der Branche sind die extrem rückläufigen Gesamtzahlen keine Überraschung. "Dass 2020 für die Kinos dramatisch sein würde, hat sich schon beim ersten Corona-Lockdown Mitte März angekündigt", hieß es in der Analyse, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Nach wochenlanger Schließung im Frühjahr durften im Sommer und Herbst nur deutlich weniger Besucher in die Säle. Seit November sind Filmtheater und andere Einrichtungen bundesweit abermals dicht, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Deutschlandweit wurden 80,5 Millionen Tickets weniger verkauft als noch 2019.

Auch die Tatsache, dass in allen Bundesländern die Eintrittspreise im Schnitt gesenkt wurden, konnte den Betreibern in der Summe nicht viel helfen. In Sachsen war der durchschnittliche Ticketpreis um 5,6 Prozent auf 7,91 Euro gesenkt worden.

Update, 16. Februar, 11.20 Uhr: Inzidenzwert sinkt in Sachsen langsam

Das Coronavirus breitet sich in Sachsen immer langsamer aus. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Dienstag eine Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - von 68,4. Vor einer Woche lag der wert noch bei 91,3.

Bis Dienstag kamen demnach 218 Neuinfektionen hinzu. Seit Pandemie-Beginn im März 2020 summiert sich die Zahl der Corona-Infektionen im Freistaat auf 187.820. Die Zahl der Menschen, die an oder mit dem Coronavirus starben, erhöhte sich seit Montag um 55 auf 7190.

Nach der Stadt Leipzig (43,7) hat auch die Landeshauptstadt Dresden (47,1) den wichtigen Schwellenwert von 50 unterschritten. Chemnitz (50,7) liegt noch knapp darüber. Drei der zehn Landkreise im Freistaat sind bei der Inzidenz dreistellig: der Landkreis Leipzig mit 119,7, der Vogtlandkreis mit 115,5 und der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 106,7.

Zu Schwankungen des Inzidenzwertes kommt es, weil für die Berechnung auf die jeweils an dem Tag elektronisch erfassten Fallzahlen zurückgegriffen wird. Zwischen der Meldung von Fällen durch Ärzte und Labore an die Behörden und deren Übermittlung können zudem einige Tage vergehen, zudem wird an Wochenenden weniger getestet und gemeldet.

Update, 16. Februar, 10.13 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Dienstag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 4 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9956 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 50,7.

Update, 16. Februar, 7.25 Uhr: Entspannte Verkehrslage an sächsisch-tschechischer Grenze

An den sächsisch-tschechischen Grenzübergängen sind die Fahrbahnen am Dienstagmorgen frei. Die Verkehrslage an den Grenzkontrollen hat sich laut Angaben der Bundespolizei normalisiert.

Es seien keine Staus zu verzeichnen. Man sei gut auf den kommenden Tag vorbereitet, so ein Sprecher der Bundespolizei in Pirna.

An der deutsch-tschechischen Grenze der Autobahn 17 von Prag nach Dresden hatte sich am Montagmorgen ein kilometerlanger Stau gebildet.

Die Wartezeit betrug mehrere Stunden. Bereits am Sonntag hatten Reisende nach Inkrafttreten der Grenzkontrollen ein bis zwei Stunden für die Weiterreise gebraucht.

Update, 15. Februar, 16.58 Uhr: Stadt Chemnitz startet Hilfslieferung für Partnerstadt Timbuktu

Wie die Stadt Chemnitz mitteilte, startete am Montag eine Hilfslieferung mit wichtigen Hygieneartikeln und medizinischer Ausrüstung von Chemnitz in die Partnerstadt Timbuktu.

Über die städtische Feuerwehr wurden Händedesinfektion, Schutzanzüge, FFP2-Masken, Schutzhauben, Handschuhe, Schutzbrillen, OP-Masken, Pulsoximeter, Stirnthermometer und Pupillenleuchten bereitgestellt.

Timbuktu ist derzeit dramatisch von der Corona-Pandemie betroffen. Vor Ort gibt es weder Masken noch Handschuhe, selbst Bettwäsche fehlt komplett. Auch Beatmungsgeräte stehen nicht zur Verfügung.

Deshalb organisierte der Verein Städtepartnerschaft Chemnitz-Timbuktu e. V. mit weiteren Partnern eine Hilfsaktion für das Krankenhaus in Timbuktu. Oberbürgermeister Sven Schulze sagte: „Städtepartnerschaften sind gerade in schwierigen Zeiten wichtig. Mit unserer Spende versuchen wir, die Lage in Timbuktu ein klein wenig zu bessern. Ich danke dem Partnerverein für sein Engagement, welches wir gern unterstützen.“

Timbuktu und Chemnitz sind bereits seit 1968 mit einer Städtepartnerschaft verbunden.

Update, 15. Februar, 16.25 Uhr: DRK: 17.700 freie Impftermine in dieser Woche

In Sachsen gibt es in dieser Woche 17.700 freie Termine für eine Corona-Schutzimpfung. Die Termine seien über die Webseite oder die Hotline für die insgesamt 13 Impfzentren buchbar, teilte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Montag mit. Die Erfahrung hätte aber gezeigt, dass die Termine meist innerhalb weniger Stunden ausgebucht seien. Mit dem dritten Impfstoff von Astrazeneca können nun den Angaben zufolge mehr Impftermine vergeben werden. Seit dem 13. Februar wird damit auch in Sachsen geimpft - 544 Dosen wurden seither gespritzt.

Das DRK, das die Impfungen in Sachsen organisiert, geht davon aus, dass durch die kontinuierlich steigende Menge an Impfstoff in den nächsten Wochen auch mehr Termine zur Verfügung stehen. Wie bisher soll die Hälfte der Dosen für die Zweitimpfung zurückgelegt werden. Ausnahme ist allerdings der Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens Astrazeneca, der wegen seiner speziellen Eigenschaften flexiblere Termine für eine Zweitimpfung ermöglicht und daher gleich bei Eintreffen vollständig geimpft werden kann. Wer sich impfen lassen möchte, kann sich den Impfstoff nicht aussuchen. Welcher Impfstoff vorgesehen ist, werde auf der Terminbescheinigung angezeigt, hieß es.

Nach wie vor geht der meiste in Sachsen zur Verfügung stehende Impfstoff an Pflegeheime. Das DRK geht davon aus, dass in den mehr als 1000 Einrichtungen die Erst- und Zweitimpfungen Mitte März abgeschlossen sind. Bisher wurden den Angaben zufolge in Sachsen knapp 155.000 Impfdosen in den Pflegeeinrichtungen und Impfzentren verabreicht.

Update, 15. Februar, 15:46 Uhr: Fast 188.000 Corona-Infektionsfälle und 7200 Tote in Sachsen

Das Coronavirus verbreitet sich in Sachsen nach wie vor langsamer. Über das Wochenende kamen 825 bestätigte Neuinfektionen dazu, von Sonntag auf Montag waren es nach der aktuellen Übersicht des Gesundheitsministeriums 216 (Stand: 15.2., 12.30 Uhr). Die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen der vergangenen sieben Tage lag bei 68,1; am Vortag waren es 65,0. Bundesweit lag die Inzidenz bei 58,9.

Inzwischen sind nur noch zwei der zehn Landkreise im Freistaat bei der Inzidenz dreistellig: der Landkreis Leipzig mit 117,4 und der Vogtlandkreis mit 104. Die Landeshauptstadt Dresden (54,6) sowie Chemnitz (50,3) liegen knapp über dem wichtigen Schwellenwert von 50, die Stadt Leipzig mit 46,5 weiter darunter.

Laut der Übersicht des Gesundheitsministeriums summiert sich die Zahl der Corona-Infektionen seit Pandemie-Beginn im März 2020 im Freistaat auf 187.762. Das sind 216 mehr als am Vortag. Die Zahl der Menschen, die an oder mit dem Coronavirus starben, erhöhte sich seit Sonntag um 50 auf 7173. Geschätzt 173.000 Infizierte gelten als genesen.

Zu Schwankungen des Inzidenzwertes kommt es, weil für die Berechnung auf die jeweils an dem Tag elektronisch erfassten Fallzahlen zurückgegriffen wird. Zwischen der Meldung von Fällen durch Ärzte und Labore an die Behörden und deren Übermittlung können zudem einige Tage vergehen, zudem wird an Wochenenden weniger getestet und gemeldet.

Update, 15. Februar, 15:42 Uhr: Corona-Tests für Mitarbeiter in Chemnitzer Kindertageseinrichtungen

Wie die Stadt Chemnitz am Montagnachmittag mitteilte, werde sie ab dieser Woche Erzieherinnen und Erziehern in den kommunalen Kindertageseinrichtungen sowie in den Einrichtungen freier Träger zwei Antigen-Schnelltest pro Woche kostenfrei zur Verfügung stellen.

Die Tests werden in der jeweiligen Einrichtung von Mitarbeitern vorgenommen, die im Vorfeld dafür geschult wurden. Die Schulungen übernehmen in den kommunalenEinrichtungen Feuerwehr und Gesundheitsamt. In den Einrichtungen freier Träger beteiligt sich die Stadt an den Schulungen mit jeweils 60 Euro pro Mitarbeiter.

Die Tests, die am Wochenanfang und am Wochenende durchgeführt werden sollten, sind für die Erzieherinnen und Erzieher freiwillig. Sobald die Zahl an Infektionen sinkt, genügt dann auch ein Test pro Woche.

Ziel sei es nach Aussage der Stadt, die Zahl der Infektionen zu begrenzen, indem Infektionsketten rechtzeitig erkannt und unterbrochen werden.

Update, 15. Februar, 15.23 Uhr: Unverständnis bei Touristikern über Kretschmer-Aussage zu Ostern

Der Landestourismusverband Sachsen hat mit Unverständnis auf die Aussagen von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) mit Blick auf Ostern reagiert. Das führe zu erheblicher Verunsicherung bei Unternehmen und Gästen, kritisierte Präsident Rolf Keil am Montag in Dresden auch mit Verweis auf seit Wochen fallende Inzidenzwerte. In den sieben Wochen bis Ostern könnten noch niedrigere Werte erreicht sein, sagte er auf Anfrage.

"Sowohl die Branche als auch die Menschen, die zunehmend Sehnsucht nach einem normalen Leben haben, brauchen Ermutigung und Perspektiven."

Es gebe vielfältige Ideen für Tourismus auch unter Corona-Bedingungen. Keil plädierte daher für eine "sachliche Debatte zu einem Einstiegsprogramm", wobei auch andere Indikatoren als die Inzidenzen berücksichtigt werden müssten.

Kretschmer hatte am Wochenende Osterurlaub in Deutschland ausgeschlossen und zudem gesagt, dass auch Hotels und Gaststätten bis nach Ostern geschlossen bleiben müssen. Er begründete dies damit, dass zu große Mobilität bereits im April Gift sei und das seit Mitte Dezember Erreichte zerstören würde.

Update, 15. Februar, 15.14 Uhr: Aktuelle Inzidenzwerte aus Sachsen

Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

Update, 15. Februar, 14.22 Uhr: Zwei weitere Fälle von Corona-Varianten im Erzgebirgskreis

Die britische Variante des Coronavirus breitet sich im Erzgebirge aus. Wie das Landratsamt in Annaberg-Buchholz am Montag mitteilte, wurden zwei weitere Fälle nachgewiesen. Die ermittelten Kontaktpersonen sind demnach in Quarantäne.

Insgesamt wurden damit im Erzgebirgskreis bisher acht Fälle durch Labore bestätigt. Die Virusvariante B.1.1.7 wurde etwa im Vogtland oder den Landkreisen Görlitz und Zwickau nachgewiesen.

Sie gilt als hochansteckend und verbreitet sich nach bisherigen Erkenntnissen schneller als die bislang bekannte Variante.

Update, 15. Februar, 13 Uhr: Bisher knapp 191.000 Dosen in Sachsen verimpft

In Sachsen sind bei den Corona-Impfungen seit dem 27. Dezember 2020 bisher 190.994 Dosen injiziert worden.

Nach der laufend aktualisierten Statistik des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag haben bis Sonntag 129.439 Menschen die Erstimpfung erhalten.

Das entspricht einer Impfquote von 3,2 Prozent. Dabei wurde zu 96 Prozent Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer verabreicht.

In 4461 Spritzen war Moderna-Impfstoff und 544 Mal wurde bisher das Vakzin von Astrazeneca verimpft. 61.555 Menschen haben bereits die Zweitimpfung für die Immunisierung erhalten.

Update, 15. Februar, 12.45 Uhr: IHK wünscht sich klare Kommunikation bei Pendler-Regelung

Die Industrie- und Handelskammer Dresden hat eine klare Kommunikation der Behörden zur Einreise tschechischer Pendler angemahnt.

Hauptgeschäftsführer Detlef Hamann begrüßte am Montag grundsätzlich die Ausweitung des Personenkreises auf systemrelevante Branchen. Die fast im Tagesrhythmus erfolgenden Überarbeitungen würden die betroffenen Unternehmen aber nicht nur verunsichern, sondern auch permanent vor neue Herausforderungen stellen, sagte Hamann auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

So besage die Neuregelung etwa, dass ab Mittwoch an der Grenze eine individualisierte amtlichen Bescheinigung nach Betrieb und Person vorzulegen ist, die die verantwortliche "Landesbehörde" ausstellt.

"Wer dies in Sachsen ist, welche Dokumente für eine Beantragung vorgelegt werden müssen und so weiter steht hingegen noch nicht fest, obwohl der relevante Termin unmittelbar bevorsteht", betonte Hamann. Dazu müsse es schnellstmöglich eine Kommunikation geben.

Update, 15. Februar, 11.28 Uhr: Zahl der Handwerksbetriebe in Sachsen trotz Corona weitgehend stabil

In Sachsen ist die Zahl der Handwerksbetriebe trotz Corona-Krise nur leicht zurückgegangen. Wie der Sächsische Handwerkstag am Montag mitteilte, waren Ende 2020 rund 56.500 Handwerksbetriebe im Freistaat gelistet. Rund 3748 Neuanmeldungen standen dabei im vergangenen Jahr 3909 Betriebsabmeldungen gegenüber - ein Minus von 125.

Handwerkstag-Präsident Roland Ermer warnte allerdings vor voreiligen Rückschlüssen: "Niemand weiß derzeit zu sagen, was kommt, wenn keine staatlichen Corona-Hilfen mehr greifen und die aktuell ausgesetzte Insolvenzantragspflicht wieder gilt."

In den meisten Fällen meldeten die Handwerker ihren Betrieb laut Handwerkstag aus Altersgründen ab oder weil sie keinen Nachfolger gefunden haben. Vor allem im ländlichen Raum wie im Erzgebirge, in Mittelsachsen oder der Oberlausitz mache den Betrieben der Strukturwandel zu schaffen, hieß es. Rückläufig ist zudem weiterhin die Zahl zulassungspflichtiger Handwerke - also diejenigen, die nur mit einem Meisterbrief ausgeübt werden dürfen. Mehr An- als Abmeldungen verbuchten hingegen zulassungsfreie Gewerke.

Insgesamt sind im Handwerk in Sachsen mehr als 300.000 Menschen beschäftigt.

Update, 15. Februar, 7.34 Uhr: Das sind die neuen Corona-Regeln ab heute

Schulen, "Click & Collect", Maskenpflicht im Auto. Lest >>>hier was sich ab heute alles ändert in Sachsen.

Update, 15. Februar, 6 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Montag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 18 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9952 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 50,3.

Außerdem meldet das RKI ein weiterer Todesfall. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Chemnitz auf 364.

Update, 14. Februar, 17 Uhr: Aktuelle Inzidenzwerte aus Sachsen

Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

Update, 14. Februar, 16.08 Uhr: Autoverband warnt: Ab Montag drohen Werksschließungen in Sachsen!

Die deutsche Autoindustrie befürchtet durch die seit Sonntag geltenden Kontrollen und Corona-Testpflicht an mehreren Grenzen erhebliche Lieferprobleme und bereits an diesem Montag Werksschließungen.

Durch die zu erwartenden Probleme an den Grenzübergängen werde die Automobilproduktion ab Montagmittag größtenteils zum Erliegen kommen, teilte ein Sprecher des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) am Sonntag in Berlin mit.

"Die Werke in Ingolstadt, Regensburg, Dingolfing, Zwickau und Leipzig sind als erste betroffen", heißt es.

Mehr dazu erfahrt Ihr in unserem >>>ausführlichen Bericht.
Das Zwickauer VW-Werk könnte wegen Lieferprobleme geschlossen werden.
Das Zwickauer VW-Werk könnte wegen Lieferprobleme geschlossen werden.  © Kristin Schmidt

Update, 14. Februar, 11.20 Uhr: Polizei musste Corona-Party beenden

Wie die Polizei mitteilt, musste kurz vor Mitternacht eine Party in einer Wohnung im Anton-Günther-Steig in Brand-Erbisdorf beendet werden.

Neben der Wohnungsmieterin waren dort noch neun weitere Personen aus mehreren Haushalten. Es gab insgesamt zehn Ordnungswidrigkeitsanzeigen gegen die Beteiligten im Alter zwischen 14 und 42 Jahren erstattet. Die Gäste mussten die Wohnung verlassen.

Update, 14. Februar, 10.58 Uhr: Corona-Inzidenzwert in Sachsen geht weiter zurück

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen der vergangenen sieben Tage nimmt in Sachsen weiter ab. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab diesen Inzidenzwert für den Freistaat am Sonntag mit 65,0 an (Stand: 0 Uhr), nach 68,4 am Vortag. Bundesweit lag er am Samstag laut der Übersicht bei 57,4.

Die Landeshauptstadt Dresden (51,7) sowie Chemnitz (51,6) blieben knapp über dem wichtigen Schwellenwert von 50, die Stadt Leipzig mit 41,5 schon deutlich darunter. Die höchste Inzidenz landesweit hat indes der Landkreis Leipzig mit 118,9. Laut RKI haben sich seit Beginn der Pandemie vor knapp einem Jahr 187.317 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Binnen eines Tages stieg ihre Zahl damit um 256 und diejenige der an oder mit dem Coronavirus Gestorbenen um 21 auf nun 7127.

Zwischen der Meldung von Fällen durch Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Daten an zuständige Landesbehörden und RKI können einige Tage vergehen. Zudem wird an Wochenenden weniger getestet und gemeldet.

Update, 14. Februar, 9.25 Uhr: Sachsens Grenzen sind zu!

Seit 0 Uhr ist alles zu! Wie angekündigt hat Sachsen aus Angst vor den in unserem Nachbarland grassierenden Corona-Mutationen die Grenzübergänge zu Tschechien dicht gemacht. Bundespolizisten sind im Einsatz, Autos und Busse werden kontrolliert und zurückgewiesen. Mehr dazu im ausführlichen >>>Beitrag.

Update, 14. Februar, 9.17 Uhr: Osterurlaub in Corona-Zeiten?

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) ist in Coronavirus-Zeiten ein besonders gefragter Mann. Der CDU-Politiker macht im Gespräch mit Bild am Sonntag wenig Hoffnung auf Reisen zu Ostern. Lest >>>hier mehr dazu.

Update, 14. Februar, 7.19 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Sonntag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 6 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9934 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 51,6.

Außerdem meldet das RKI vier weitere Todesfälle. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Chemnitz auf 363.

Update, 13. Februar, 22 Uhr: Ab 0 Uhr ist Sachsen abgeschottet! So bereitet die Bundespolizei die Grenzschließungen vor

In Sachsens Regierung herrscht die blanke Angst vor den hochansteckenden Corona-Mutationen, die im Nachbarland Tschechien für explosionsartige Infektionszahlen sorgen. Aus diesem Grund macht der Freistaat die Grenzen nach Tschechien ab Sonntag 0 Uhr komplett dicht. Die Vorbereitungen liefen am heutigen Samstag auf Hochtouren.

Hier geht's zum >>>ausführlichen Bericht.

Mehrere Fahrzeuge der Bundespolizei stehen bereit! Ab Sonntag 0 Uhr wird am Grenzübergang Reitzenhain streng kontrolliert.
Mehrere Fahrzeuge der Bundespolizei stehen bereit! Ab Sonntag 0 Uhr wird am Grenzübergang Reitzenhain streng kontrolliert.  © André März

Update, 13. Februar, 18.51 Uhr: MP Kretschmer verteidigt Grenzkontrollen bei Einreise aus Tschechien: "Uns bleibt nichts anderes übrig"

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) hat die ab Sonntag geltenden Grenzkontrollen bei der Einreise aus Tschechien verteidigt. "Uns bleibt nichts anderes übrig" sagte er am Samstag am Rande einer Veranstaltung zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg.

Der Kampf gegen die Pandemie mache an einer Grenze nicht halt. Bislang sei die sächsische Linie gewesen, Regionen auf der anderen Seite der Grenze genauso zu behandeln, als wären sie ein Landkreis in Sachsen oder Deutschland.

In der tschechischen Region Eger liege die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen bei 1100, sagte er. Bei einer solchen Inzidenz hätte man in Sachsen sehr klare Regelungen wie Ausgangssperren und die Schließung von Geschäften veranlasst, so Kretschmer. "Wenn das jetzt auf tschechischer Seite anders ist, dann müssen wir uns auch anders schützen. Bis jetzt, in den letzten Wochen, haben wir ein gemeinsames Verständnis gehabt. Das scheint jetzt gerade in der Tschechischen Republik anders zu sein", betonte er.

Man könne nicht zulassen, dass auf der einen Seite der Grenze Schulen und viele Geschäfte geschlossen seien, eine große Einschränkung des Lebens stattfinde, und auf der anderen Seite die "Party" beginne. Kretschmer warnte vor der britischen Virus-Mutation: "Wir haben eine extreme Bedrohung."

Ab Sonntag 0 Uhr treten strenge Regeln für die Einreise aus bestimmten Gebieten nach Deutschland in Kraft. Dann dürfen unter anderem aus Tschechien nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis einreisen. Ausnahmen gibt es für medizinisches und Pflege-Personal, Lkw-Fahrer und Saisonkräfte in der Landwirtschaft.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) verteidigte die ab Sonntag geltenden Grenzkontrollen zu Tschechien.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) verteidigte die ab Sonntag geltenden Grenzkontrollen zu Tschechien.  © Kristin Schmidt

Update, 13. Februar, 11.42 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Kretschmer erhält Morddrohungen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) wird nach eigener Darstellung in sozialen Netzwerken verbal bedroht.

Lest >>>hier die Einzelheiten dazu.

Update, 13. Februar, 10.38 Uhr: Corona-Inzidenzwert in Sachsen unter 70 gesunken

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Sachsen ist unter die nächste Marke gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Inzidenz - die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - für den Freistaat am Samstag mit 68,4 an (Stand: 13.2. 0 Uhr), nach 71,0 am Vortag. Bundesweit lag der Wert am Samstag bei 60,1.

Der Landkreis Zwickau (54,3) und die Landeshauptstadt Dresden blieben knapp über dem wichtigen Schwellenwert von 50, die Stadt Leipzig mit 47,5 darunter. Die höchste Inzidenz landesweit hat weiterhin der Vogtlandkreis mit 114,6. Laut RKI haben sich seit Beginn der Pandemie vor knapp einem Jahr 187 061 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Binnen eines Tages stieg ihre Zahl um 124 und die der an oder mit dem Coronavirus Gestorbenen um 12 auf 7106.

Zwischen der Meldung von Fällen durch Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Daten an zuständige Landesbehörden und RKI können einige Tage vergehen. Zudem wird an Wochenenden weniger getestet und gemeldet.

Update, 13. Februar, 10.10 Uhr: Corona-Party in Penig aufgelöst

Die Polizei hat in Penig am Freitagabend eine private Garagenparty auf der Dittmannsdorfer Straße aufgelöst.

Die 15 Personen aus verschiedenen Haushalten bekamen Anzeigen, da sie die bestehende Corona-Schutz-Verordnung nicht einhielten.

Update, 13. Februar, 7.11 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Samstag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 29 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9928 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 61,7.

Außerdem meldet das RKI drei weitere Todesfälle. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Chemnitz auf 359.

Update, 12. Februar, 20 Uhr: Sachsen schottet sich ab! Ab Sonntag sind die Grenzen nach Tschechien geschlossen

Jetzt ist es amtlich: Die Grenze nach Tschechien von Sachsen ist ab Sonntagmorgen null Uhr geschlossen. Einen Tag später tritt die neue sächsische Corona-Schutzverordnung in Kraft.

Mehr dazu in unserem >>>ausführlichen Bericht.

Ein- und Ausreise nach Tschechien? Für Privatmenschen bald nicht mehr möglich (Symbolbild).
Ein- und Ausreise nach Tschechien? Für Privatmenschen bald nicht mehr möglich (Symbolbild).  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. Februar, 19.43 Uhr: Über 200 Millionen Euro November- und Dezemberhilfe in Sachsen ausgezahlt

An vom Lockdown betroffene Unternehmen und Soloselbstständige in Sachsen sind bisher rund 116 Millionen Euro November- sowie 97 Millionen Euro Dezemberhilfen ausgezahlt worden. Wie das Wirtschaftsministerium in Dresden am Freitag weiter mitteilte, gingen insgesamt fast 31.000 Anträge ein.

Mit der Finanzhilfe werden Unternehmen vom Staat für Umsatzausfälle entschädigt, wenn sie wegen der angeordneten Corona-Maßnahmen schließen mussten. Die meisten Antragsteller erhielten Abschlagszahlungen. Novemberhilfe kann erst seit dem 12. Januar im Auftrag des Bundes gezahlt werden, bis dahin waren nur Abschläge möglich.

Die Dezemberhilfe wird seit dem 1. Februar vollständig ausgezahlt. Dort ist nach Ministeriumsangaben bisher die Hälfte der über 14.500 Anfragen abschließend bearbeitet - bei der Novemberhilfe sind es fast 80 Prozent von knapp 16.300 Anfragen. Anträge können noch bis zum 30. April gestellt werden.

Update, 12. Februar, 18.09 Uhr: Neue Corona-Regeln für Sachsen - Maskenpflicht im Auto kommt!

Nach den Bund-Länder-Beratungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat Sachsen eine neue Schutzverordnung beschlossen. Die neuen Regeln gelten vom 15. Februar bis zum 7. März, wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) am Freitag in Dresden nach einer Kabinettssitzung mitteilte.

Unter anderem gilt dann eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken im Auto, wenn mehr als ein Hausstand mitfährt. Das gelte besonders für berufliche Fahrgemeinschaften, sagte Köpping. Auch der Fahrer müsse dann eine Maske tragen - das verstoße nicht gegen die Straßenverkehrsordnung.

Mehr dazu erfahrt Ihr >>>hier.

In Sachsen gilt ab dem 15. Februar die Maskenpflicht im Auto (Symbolbild).
In Sachsen gilt ab dem 15. Februar die Maskenpflicht im Auto (Symbolbild).  © Benjamin Nolte/dpa-tmn

Update, 12. Februar, 16.35 Uhr: Aktuelle Corona-Inzidenzwerte aus Sachsen

Der Rückgang bei den Corona-Neuinfektionen in Sachsen hält weiter an. Das Robert Koch-Institut (RKI) und das Gesundheitsministerium gaben die Inzidenz - die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - am Freitag mit 71,0 an. Am Vortag waren es noch 74,5. Bundesweit betrug der Wert am Freitag 62,2.

Die Städte Chemnitz (52,4) und Dresden (53,9) blieben knapp über dem wichtigen Schwellenwert von 50, die Stadt Leipzig sogar mit 42,0 darunter. Die höchste Inzidenz in Sachsen wurde im Vogtlandkreis mit 129,2 gemeldet - ein Plus gegenüber dem Vortag von 12,4. Nach Ministeriumsangaben haben sich seit Beginn der Pandemie vor knapp einem Jahr 186 937 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Binnen eines Tages stieg ihre Zahl um 487 und die der an oder mit dem Coronavirus Gestorbenen um 63 auf 7094. Schätzungsweise 171.750 Menschen sind wieder genesen.

Die aktuellen Corona-Inzidenzwerte in Sachsen.
Die aktuellen Corona-Inzidenzwerte in Sachsen.  © TAG24

Update, 12. Februar, 13.02 Uhr: Corona-Lockerungen in Chemnitz geplant

Oberbürgermeister Sven Schulze erklärte, dass die Stadt die Ausgangssperre und die 15-Kilometerregel für Einkäufe ab Montag aufheben will.

"Seit drei Wochen ist die Inzidenz in Chemnitz unter 100", begründete OB Schulze die Entscheidung. "Das ist der Disziplin der Chemnitzer zu verdanken."

Welche Voraussetzungen es für die Lockerungen gibt, lest Ihr >>>hier.

OB Sven Schulze (49, SPD) kündigte am Freitag Corona-Lockerungen an.
OB Sven Schulze (49, SPD) kündigte am Freitag Corona-Lockerungen an.  © Bildmontage: Sven Gleisberg, Maik Börner

Update, 12. Februar, 11.48 Uhr: AfD mit Eilantrag gegen Corona-Regeln ohne Erfolg

Der Sächsische Verfassungsgerichtshof hat den Eilantrag der AfD-Landtagsfraktion auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen einzelne Vorschriften der bis Sonntag geltenden Corona-Schutzvorschriften abgelehnt. Nach vorläufiger Prüfung habe keine offensichtliche Verfassungswidrigkeit festgestellt werden können, teilte das Gericht am Freitag mit.

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beschränkten zwar die Grundrechte der Menschen gravierend, ihnen habe jedoch eine besorgniserregende Entwicklung des Infektionsgeschehens mit erheblicher Gefahr für Leib und Leben vieler Menschen und drohende Überforderung des Gesundheitssystems zugrunde gelegen.

Die AfD-Fraktion hatte sich am 4. Februar im Zuge eines abstrakten Normenkontrollverfahrens gegen einzelne Vorschriften der Corona-Schutzverordnung vom 26. Januar an das Verfassungsgericht gewandt. Sie hält unter anderen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, das Alkoholverbot sowie Schließungen von Sporteinrichtungen, Gastronomie und im Bereich körpernaher Dienstleistungen für verfassungswidrig.

Eine Entscheidung in der Hauptsache steht noch aus. Die Richter sehen laut Mitteilung zu ihrem Beschluss vom Freitag "gewichtige Einwendungen" zumindest gegen einzelne Maßnahmen, vor allem gegen die 15 Kilometer-Regelung, die nächtliche Ausgangssperre und das Alkoholverbot im öffentlichen Raum.

Update, 12. Februar, 11.12 Uhr: Corona-Inzidenzwert in Sachsen sinkt - Leipzig unter 50

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in Sachsen ist weiter zurückgegangen. Nach der Übersicht des Robert-Koch-Instituts (Stand: 0 Uhr) lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat am Freitag bei 71,0. Am Vortag standen noch 74,5 zu Buche. Bundesweit betrug der Wert am Freitag 62,2.

Die Städte Chemnitz 52,4 und Dresden 53,9 blieben knapp über dem wichtigen Schwellenwert von 50, die Stadt Leipzig sogar mit 42,0 (57,3) darunter. Die höchste Inzidenz in Sachsen wurde im Vogtlandkreis mit 129,2 gemeldet - ein Plus gegenüber dem Vortag von 12,4.

Nach der Übersicht haben sich seit Beginn der Pandemie vor knapp einem Jahr 186.520 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Binnen eines Tages stieg ihre Zahl um 520 und die der an oder mit dem Coronavirus Gestorbenen um 45 auf 7044.

Update, 12. Februar, 11.08 Uhr: Friseure bereiten sich auf Ansturm vor - Terminvergabe läuft

Sachsens Friseure bereiten sich auf einen Ansturm ab 1. März vor. Dann sollen nach der neuen Corona-Schutzverordnung für den Freistaat die Friseurgeschäfte mit Hygieneauflagen wieder öffnen dürfen.

"Die Vorbereitung läuft auf Hochtouren, seit Donnerstag werden bei uns schon Termine vergeben", sagte der Chemnitzer Innungsobermeister Jörn Lüdecke am Freitag auf Anfrage. Die Kollegen würden dafür die ganze Bandbreite an Möglichkeiten nutzen - von Social Media über Bestellungen per Email oder direkt im Geschäft bei Mitarbeitern am Telefon. Ab 1. März könnten die Kunden in einigen Läden auch mit erweiterten Öffnungszeiten rechnen.

Lüdecke sieht das Friseurhandwerk durch die mehr als zweimonatige Zwangspause in einer sehr schwierigen Situation. Da die Überbrückungshilfe III erst jetzt beantragt werden könne, seien bei vielen Kollegen die Kassen leer und die Reserven aufgebraucht. In Einzelfällen müsse man damit rechnen, dass Geschäfte das nicht überstehen und den Betrieb einstellen.

Update, 12. Februar, 6.02 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Freitag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 27 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9899 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 52,4.

Update, 11. Februar, 17.30 Uhr: Aktuelle Inzidenzwerte aus Sachsen

Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

Update, 11. Februar, 17.10 Uhr: Erneut Briten-Mutation bei Person im Erzgebirge nachgewiesen

Im Erzgebirge ist ein weiterer Fall der britischen Corona-Mutation bekannt geworden. Das teilte das Landratsamt am Donnerstagnachmittag mit. Demnach wurde eine Person mit der neuartigen Corona-Variante B.1.1.7. getestet. Alle Kontaktpersonen befinden sich aktuell in Quarantäne, heißt es.

Insgesamt gibt es damit im Erzgebirge sechs bestätigte Fälle der britischen Corona-Mutation. Sie gilt als hochansteckend.

Update, 11. Februar, 15.10 Uhr: Sachsen macht Grenzen zu Tschechien dicht, Maskenpflicht im privaten Auto droht!

Corona-Hammer in Sachsen! Der Freistaat will angesichts drastischer Corona-Inzidenzen in Tschechien den Pendler-Verkehr deutlich einschränken. Das Abschotten bestimmter Hotspots sei dringend erforderlich, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) am Donnerstag in Dresden.

Zudem plane man eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken im Auto, wenn mehr als ein Hausstand mitfährt.

Mehr dazu erfahrt Ihr >>>hier.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) kündigt an, den Grenzverkehr nach Tschechien erheblich einzuschränken.
Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) kündigt an, den Grenzverkehr nach Tschechien erheblich einzuschränken.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 11. Februar, 13.11 Uhr: Zweite Corona-Welle ist "starker Rückschlag" für die Konjunktur

Die zweite Corona-Welle drückt die Stimmung in der sächsischen Wirtschaft. Der Hauptgeschäftsführer der IHK Chemnitz, Hans-Joachim Wunderlich, sprach am Donnerstag von einem "starken Rückschlag" für die konjunkturelle Erholung.

Der nach dem ersten Lockdown im Frühjahr einsetzende Aufschwung sei durch die neuerlichen Beschränkungen abrupt abgebrochen. "Vielen Unternehmen steht das Wasser bis zum Hals", so Wunderlich.

Die sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) stellten am Donnerstag die aktuelle Konjunkturumfrage vor. Dafür wurden von Mitte Dezember bis Mitte Januar mehr als 2100 Unternehmen aus Industrie, Baugewerbe, Handel und Tourismus mit zusammen mehr als 100 000 Beschäftigten befragt. "Mittlerweile dürfte sich die finanzielle Situation für viele noch verschlechtert haben", so Wunderlich.

Update, 11. Februar, 13.08 Uhr: Trotz Corona 2020 kaum weniger Stau in Sachsen

Das Corona-Jahr 2020 hat in Sachsen kaum Einfluss auf die Verkehrsbehinderungen auf den Autobahnen genommen. Die Staulänge sei auf insgesamt 11.651 Kilometer zurückgegangen - das seien nur 3,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor (2019: 12.074 Kilometer). Das teilte der ADAC Sachsen am Donnerstag mit.

Die längsten Staus bildeten sich auf der A4, wo auf einigen Streckenabschnitten keine wirklichen Veränderungen im Verkehrsaufkommen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen waren. Den staureichsten Tag des vergangenen Jahres in Sachsen verzeichnete der ADAC am 2. Oktober. An diesem Freitag wurden bei insgesamt 87 Staus die meisten Staukilometer (234) registriert. Allein auf der A4 staute sich damals der Verkehr auf 141 Kilometern.

Bundesweit ging 2020 der Kfz-Verkehr um mehr als zwölf Prozent zurück und sorgte für 51 Prozent weniger Verkehrsstörungen und 52 Prozent weniger Staukilometer.

Update, 11. Februar, 13.05 Uhr: Sachsen will Pendler-Verkehr mit Tschechien einschränken

Sachsen will angesichts drastischer Corona- Inzidenzen in Tschechien den Pendler-Verkehr deutlich einschränken. Das Abschotten bestimmter Hotspots sei dringend erforderlich, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Donnerstag in Dresden.

Die Lage im Nachbarland spitze sich zu, in zwei Regionen gebe es eine Inzidenz von mehr als 1000. Die britische Mutation des Virus sei dort auf dem Vormarsch. Tschechische Arbeitskräfte im Bereich Medizin und Pflege sollen von den Einschränkungen ausgenommen werden.

Kretschmer sprach von einer bedauerlichen Entwicklung. Er habe dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babiš am Mittwoch erneut Hilfe angeboten. Die Entscheidung dafür müsse aber vor Ort getroffen werden.

Update, 11. Februar, 13.03 Uhr: Höhere Stromkosten für viele Privathaushalte im Corona-Lockdown

Der Corona-Lockdown hat vielen Verbrauchern höhere Stromrechnungen beschert. Verstärktes Arbeiten von zu Hause sowie Homeschooling hätten bei Privathaushalten zu einem durchschnittlichen Mehrverbrauch von 50 Kilowattstunden im Jahr geführt, informierte das Energieunternehmen EnviaM am Donnerstag.

Das seien je nach Tarif des Kunden im Schnitt aller Haushalte Mehrkosten von jeweils zehn bis 15 Euro. Für das Stromnetz spiele Homeoffice keine Rolle, sagte Vorstandschef Stephan Lowis: "Es verändert sich nur die Verbrauchsabnahmestelle."

Durch die geringere Industrieproduktion sei der Stromverbrauch im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 um bis zu zehn Prozent gesunken. Inzwischen liege er aber wieder auf normalem Niveau, erklärte Lowis. Verdoppelt habe sich seit Ausbruch der Pandemie das Datenvolumen im Glasfasernetz des Unternehmens. Dieses Jahr sollen den Angaben nach neben Geschäftskunden erstmals auch Privatkunden angeschlossen werden. Pilot-Kommunen seien Groitzsch und Zwenkau im Raum Leipzig.

EnviaM versorgt nach eigenen Angaben mehr als 1,3 Millionen Kunden mit Strom, Gas und Wärme. Damit sieht sich das Unternehmen als führender regionaler Energiedienstleister in Ostdeutschland. Es gehört mehrheitlich dem Energiekonzern Eon sowie etwa 650 Kommunen.

Update, 11. Februar, 11 Uhr: Keine Elternbeiträge während des Lockdowns für Kita und Hort

Wie die Stadt Chemnitz am Donnerstag mitteilte, werden für die Zeit während des Lockdowns keine Elternbeiträge für Kita und Hort erhoben. Für die Zeit nach der Öffnung der Einrichtungen werden Elternbeiträge anteilig erhoben.

Von der entfallenen Zahlungspflicht zur Leistung der Elternbeiträge betroffen sind Eltern, deren Kinder seit dem 14. Dezember 2020 nicht in einer Kindertageseinrichtung beziehungsweise einer Kindertagespflege oder einem Hort betreut wurden.

Zudem teilte die Stadt mit, dass voraussichtlich ab Montag (15. Februar) Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege sowie Horte im eingeschränkten Regelbetrieb wieder öffnen werden.

Für den Monat Februar 2021 werden die Elternbeiträge entsprechend anteilig wieder von allen Eltern erhoben. Bei Lastschriftverfahren erfolgt die Abbuchung des anteiligen Elternbeitrages bis März 2021. Überweisungen für den Monat Februar 2021 müssen ebenfalls anteilig (halber Elternbeitrag) vorgenommen werden. Anpassungen der Daueraufträge bei der entsprechenden Bank müssen eigenverantwortlich erfolgen.

Sofern die Notbetreuung in Anspruch genommener wurde, ist für Kinder der volle Elternbeitrag zu leisten. Die Beiträge für die Notbetreuung im Januar und Februar 2021 werden bis spätestens 15. April 2021 per Lastschriftverfahren abgebucht. Beitragspflichtige ohne Lastschrifteinzugsermächtigung müssen die genannten Beiträge zu den gewohnten Fälligkeiten für diese Monate leisten.

Demnach wird es auch die Arbeitgeberbestätigungen für die Monate Januar und Februar 2021 erst ab Mitte April 2021 geben.

Update, 11. Februar, 9.51 Uhr: Kaum Veränderungen beim Corona-Inzidenzwert in Sachsen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen hat sich in Sachsen kaum verändert. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat lag am Donnerstag bei 74,5, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Am Vortag war eine Inzidenz von 75,8 übermittelt worden. Bundesweit lag der Wert am Donnerstag bei 64,2.

Die Städte Leipzig (57,3), Chemnitz (52,0), Dresden (57,5) sowie der Landkreis Zwickau (56,8) bleiben knapp über dem wichtigen Schwellenwert von 50. Die höchste Inzidenz in Sachsen wurde im Vogtlandkreis mit 116,8 vor dem Landkreis Leipzig mit 112,3 gemeldet.

Insgesamt haben sich laut RKI im Freistaat bis Donnerstag 186.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Binnen eines Tages stieg die Zahl um 796. Insgesamt starben demnach im Freistaat bisher 6999 Menschen an oder mit dem Coronavirus.

Am Donnerstag will Sachsens Regierung die Eckpunkte ihrer neuen Schutzverordnung vorstellen. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sprach im Anschluss an das Gespräch mit den Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend von einem klaren Fahrplan und einem Horizont für weitere Lockerungen.

Grundsätzlich werden die geltenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bis zum 7. März verlängert. Sollte der Sieben-Tage-Wert der Neuinfektionen bis dahin stabil unter 35 gesunken sein, sollen die Beschränkungen von den Ländern schrittweise gelockert werden. Dann könnten Einzelhandel, Museen und Galerien sowie Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen unter konkreten Auflagen wieder aufmachen, hieß es. Die Friseure sollen unter Hygiene-Auflagen bereits Anfang März wieder öffnen dürfen.

Die sächsische Regierung hatte bereits zuvor angekündigt, Kitas und Grundschulen ab dem kommenden Montag im eingeschränkten Betrieb wieder zu öffnen. Gruppen sollen dabei streng getrennt bleiben. Eine Pflicht zum Schulbesuch gibt es nicht, Eltern sollen das selbst entscheiden.

Update, 11. Februar, 6 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Mittwoch (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 28 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9872 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 52,0.

Außerdem meldet das RKI einen weiteren Todesfall. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Chemnitz auf 356.

Update, 10. Februar, 20.23 Uhr: MP Kretschmer: Weitere Lockerungen ab Inzidenz von unter 35 möglich

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) sieht nach der neuerlichen Konferenz von Bund und Ländern zu den Corona-Maßnahmen einen klaren Fahrplan.

"Wenn wir bei einer Inzidenz von unter 35 sind, können auch weitere Schritte der Lockerungen erfolgen", sagte er am Mittwochabend beim Sender RTL/ntv. Darüber werde man im März miteinander sprechen. Man müsse aber vorsichtig sein.

Die einzige Chance sei, Kontakte und Mobilität im Grundsatz zu vermeiden.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) hält Lockerungen ab einer Inzidenz von unter 35 für möglich.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) hält Lockerungen ab einer Inzidenz von unter 35 für möglich.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 10. Februar, 20.17 Uhr: Lockdown bis 7. März verlängert

Der bis Mitte Februar befristete Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland soll weitgehend bis zum 7. März verlängert werden. Das haben Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten am Mittwoch bei ihren Beratungen über das weitere Vorgehen in der Pandemie beschlossen.

Mehr dazu lest Ihr >>>hier.

Update, 10. Februar, 18.02 Uhr: Sächsische Regierung stellt am Donnerstag Eckpunkte zu neuen Corona-Regeln vor

Sachsens Regierung will an diesem Donnerstag (10.00 Uhr) in Dresden die Eckpunkte für die neue Corona-Schutzverordnung vorstellen. Anschließend werden die Pläne in den Landtagsausschüssen diskutiert, bevor das Kabinett am Freitag dann endgültig entscheidet. Eine neue Landesverordnung wird nötig, weil die derzeitigen Regeln noch bis zum 14. Februar gelten.

Bereits am Dienstag hatte die Regierung allerdings Lockerungen angekündigt - noch vor den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise am Mittwoch. Demnach sollen Kitas und Grundschulen ab 15. Februar im eingeschränkten Regelbetrieb wieder öffnen, zudem der Bestell- und Abholservice "Click & Collect" für den Einzelhandel ermöglicht werden

Update, 10. Februar, 16.25 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

Update, 10. Februar, 15.33 Uhr: Verzögerte Impfstofflieferung in Sachsen eingetroffen

Die wegen des Winterwetters verzögerte Lieferung von Impfstoff ist in Sachsen angekommen. Die eigentlich für Montag angekündigten rund 35.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer seien laut DRK am Mittwoch eingetroffen, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage mit. Bisher wurden in Sachsen laut Übersicht des Robert-Koch-Instituts (RKI) rund 164 400 Dosen geimpft.

Knapp 115.300 entfallen auf die Erstimpfung, mehr als 49.000 Menschen haben bereits eine zweite Spritze bekommen. Die Impfquote bezogen auf die Erstimpfungen liegt somit im Freistaat bei 2,8 Prozent und damit nur leicht unter dem Bundesdurchschnitt (2,9). Die Quote besagt, wieviel Prozent der Bevölkerung schon geimpft wurden.

Update, 10. Februar, 11.48 Uhr: Hoher Anteil der britischen Variante in tschechischer Grenzregion

Die britische Coronavirus-Variante breitet sich weiter in Tschechien aus. Doch neue Untersuchungen haben extreme regionale Unterschiede aufgezeigt, wie die staatliche Gesundheitsbehörde SZU am Mittwoch bekanntgab. Demnach lag der Anteil der ansteckenderen Variante im Bezirk Trutnov (Trautenau) im Dreiländereck zu Polen und Sachsen bereits bei rund 60 Prozent der sequenzierten Proben. Im benachbarten Bezirk Nachod waren es 45 Prozent. In Prag habe der Anteil der britischen Mutante bei weniger als zehn Prozent gelegen.

Die Behörde kommt zu dem Schluss, dass die Überwachung der Mutationen, die sich bisher auf die Hauptstadt konzentrierte, landesweit ausgebaut werden muss. Vor den Gefahren durch neue Virusvarianten warnte auch der tschechische Regierungschef Andrej Babis. "Das Virus greift an, es mutiert", sagte der 66-Jährige. "Es ist ein Killer." Man habe nicht genügend Impfstoff zur Verfügung. Der Politiker brach zu einem Besuch nach Serbien auf, um sich dort über den Einsatz russischer und chinesischer Impfstoffe zu informieren.

In Tschechien gilt ein harter Lockdown mit einer nächtlichen Ausgangssperre. Die meisten Geschäfte sind geschlossen. Dennoch gehen die Zahlen nicht weiter zurück. Am Mittwoch meldeten die Behörden
10.165 Neuinfektionen binnen 24 Stunden - so viele an einem Tag wie seit Mitte Januar nicht mehr. Seit Pandemiebeginn gab es mehr als eine Million nachgewiesene Infektionen und 17.642 Todesfälle. Der EU-Mitgliedstaat hat rund 10,7 Millionen Einwohner.

Update, 10. Februar, 9.31 Uhr: Inzidenzwert in Sachsen deutlich gefallen

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen - also die Zahl an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - ist nach vielen Wochen wieder unter den Wert von 80 gesunken. Der Wert lag am Mittwoch bei 75,8, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Vor einer Woche lag er noch bei 119,8. Bundesweit wurde ein Inzidenzwert von 68 ermittelt. Zudem nähern sich die Städte Leipzig (50,1), Chemnitz (52,8), Dresden (56,4) sowie der Landkreis Zwickau (57,5) dem wichtigen Schwellenwert von 50 an. Die höchste Inzidenz in Sachsen wurde im Landkreis Leipzig mit 130,2 gemeldet.

Insgesamt haben sich laut RKI im Freistaat bis Dienstag 185.204 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Binnen eines Tages stieg die Zahl um 324. Insgesamt starben demnach im Freistaat bisher 6895 Menschen an oder mit dem Coronavirus.

Bund und Länder wollen sich an diesem Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise verständigen. Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) hatte am Dienstag angekündigt, Grundschulen und Kitas mit eingeschränktem Regelbetrieb vom 15. Februar an wieder zu öffnen. Dabei soll es feste Gruppen geben. Zudem will Sachsen von nächster Woche an den Bestell- und Abholservice "Click & Collect" ermöglichen.

Update, 10. Februar, 8.21 Uhr: Ab 15. Februar wieder Regelbetrieb in Kitas unter Pandemiebedingungen

Am Mittwoch hat das Amt für Familie, Schule und Soziales darüber informiert, dass es ab dem 15. Februar wieder einen Regelbetrieb in Kitas unter Pandemiebedingungen geben wird.

Nach der Ankündigung des Freistaates Sachsen können die Kindertageseinrichtungen wieder ab Montag, dem 15. Februar 2021 im eingeschränkten Regelbetrieb öffnen. Die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln sind dabei weiterhin gültig. Alle anderen Festlegungen bleiben ebenso unverändert. Dies betrifft insbesondere die Hol- und Bringezonen sowie die Betreuung der Kinder in festen Gruppen mit gleichbleibenden Personal und Räumlichkeiten.

Die kommunalen Kindertageseinrichtungen öffnen bis auf Weiteres täglich von Montag bis Freitag von 7 bis 16 Uhr.

In welcher Form und Höhe Elternbeiträge für die Zeit ab 15. Februar 2021 zu entrichten sind, wird nach Erhalt der endgültigen Beschlüsse der sächsischen Staatsregierung entschieden. Hierzu erfolgt eine gesonderte Mitteilung.

Update, 10. Februar, 6 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Mittwoch (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 17 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9844 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 52,8.

Außerdem meldet das RKI zwei weitere Todesfälle. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Chemnitz auf 355.

Update, 9. Februar, 16.45 Uhr: Landkreis Erzgebirge warnt: Vorsicht vor Fake-Anrufen zu Impfterminen

Vorsicht! In den vergangenen Tagen kam es im Erzgebirge zu mehreren Fake-Anrufen, in denen angebliche Corona-Impftermine angeboten wurden.

Mehr dazu erfahrt Ihr in unserem >>>ausführlichen Artikel.

Corona-Schwindler rufen als vermeintliche Mitarbeiter des Gesundheitsamtes an und wollen an persönliche Daten (Symbolbild).
Corona-Schwindler rufen als vermeintliche Mitarbeiter des Gesundheitsamtes an und wollen an persönliche Daten (Symbolbild).  © 123rf/jamesteohart

Update, 9. Februar, 13.41 Uhr: Sachsen will Grundschulen und Kitas ab 15. Februar öffnen

Sachsen will Grundschulen und Kitas vom kommenden Montag an in einem eingeschränkten Betrieb wieder öffnen. Für Grundschüler soll jedoch die Schulbesuchspflicht vorerst aufgehoben werden, kündigte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden an.

Eltern könnten damit selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken. Im Interesse der Kinder und auch der Familien habe man sich zu diesem Schritt entschlossen.

>>>Hier lest Ihr mehr dazu.

Update, 9. Februar, 13.34 Uhr: Sachsen will "Click and Collect" für den Handel erlauben

Sachsen will ab kommender Woche den Abholservice "Click and Collect" (bestellen und abholen) erlauben und damit dem Einzelhandel wieder mehr Luft verschaffen.

Der Freistaat war das einzige Bundesland, in dem dieser Service in der Corona-Pandemie bisher nicht gestattet war. Kunden können so Waren per Telefon oder Internet bestellen und sie dann in den Geschäften abholen.

Man sei in den letzten Wochen gezwungen gewesen, auf diese Regelung zu verzichten, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (CDU) am Dienstag mit Blick auf die hohen Inzidenzzahlen Ende 2020 und Anfang dieses Jahres. Jetzt könne man es verantworten, dass dieser Service möglich ist.

Dennoch gelte es Regeln zu beachten. Es dürfe zu keinen Menschenansammlungen vor den Geschäften kommen. Die Läden müssten das regeln, indem sie beispielsweise Zeitfenster zur Abholung einrichten. Das Bezahlen mit Kreditkarte soll die Regel sein.

Update, 9. Februar, 10.51 Uhr: Inzidenzwert in Sachsen wieder unter 100

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen - also die Zahl an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - ist wieder unter den Wert von 100 gesunken. Nachdem er am Wochenende erstmals seit Monaten diese Schwelle knapp unterschritten hatte und am Montag wieder leicht im dreistelligen Bereich lag, meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag einen Wert von 91,3.

Damit liegt der Freistaat auf dem viertletzten Platz in Deutschland. Noch hinter Sachsen rangieren Thüringen (134,9), das Saarland (109,5) und Sachsen-Anhalt (106,1). Bundesweit beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz nach jüngsten Zahlen 72,8.

Nach Angaben des Sozialministeriums hatten sich bis Montag in Sachsen nachweislich 185.140 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Binnen eines Tages stieg die Zahl um 319. Insgesamt starben im Freistaat bisher 6885 Menschen an oder mit dem Coronavirus. Innerhalb eines Tages kamen 79 Todesfälle dazu. Die Zahl der Genesenen wird auf 169.250 geschätzt.

Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

Update, 9. Februar, 9.50 Uhr: Kabinett berät über Fahrplan für Kitas und Grundschulen

Sachsens Kabinett kommt an diesem Dienstag in Dresden zusammen, um unter anderem über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise zu beraten. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) will anschließend die aktuellen Pläne für Kitas und Grundschulen vorstellen. Bisher hatte die Regierung den 15. Februar für erste vorsichtige Lockerungen in Aussicht gestellt, wenn es die Infektionszahlen zulassen. Aktuell liegt der Freistaat mit rund 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen über dem Bundesdurchschnitt.

Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) berichtet voraussichtlich zudem über den aktuellen Stand der Wirtschaftshilfen für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen.

Die Eckpunkte für die neue Corona-Schutzverordnung will die Regierung dann am Donnerstag vorstellen und dafür die Bund-Länder-Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch abwarten. Die aktuelle Schutzverordnung in Sachsen ist noch bis zum 14. Februar gültig.

Update, 9. Februar, 6.10 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Dienstag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 23 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9827 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 58,1.

Update, 8. Februar, 18.20 Uhr: MP Kretschmer zu Corona: "Wir bewegen uns auf dünnem Eis"

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (45, CDU) hat angesichts großer Erwartungen auf baldige Lockerungen der Corona-Regeln Zurückhaltung angemahnt. "Es ist ein dünnes Eis, auf dem uns bewegen. Deshalb müssen wir vorsichtig sein, dass wir nicht einbrechen", sagte er am Montag bei einem Online-Forum mit Experten und Bürgern.

Man habe in Sachsen erlebt was passiert, wenn das Virus sich zu stark in der Bevölkerung ausbreitet. Im Dezember habe die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen bei 460 gelegen. Hinter dieser Zahl stehe unendliches Leid.

An der Runde nahmen der Berliner Physiker Dirk Brockmann, der Dresdner Wirtschaftswissenschaftler Marcel Thum sowie der Leipziger Chefarzt Christoph Lübbert und die Virologin Corinna Pietsch (Uniklinikum Leipzig) teil. Lübbert hielt eine Langfrist-Strategie für den Umgang mit der Pandemie für unerlässlich: "Die Menschen brauchen eine Perspektive. Frei nach Egon Olsen: Wir brauchen einen Plan", sagte er mit Blick auf die in Ostdeutschland überaus populären Filme der dänischen "Olsenbande".

Mehr dazu lest Ihr >>>hier.

Von baldigen Corona-Lockerungen hält Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) nicht viel. Man müsse vorsichtig sein, sagte der CDU-Politiker am Montag.
Von baldigen Corona-Lockerungen hält Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) nicht viel. Man müsse vorsichtig sein, sagte der CDU-Politiker am Montag.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 8. Februar, 13.50 Uhr: Sachsen wieder mit dreistelligem Inzidenzwert

Der Abwärtstrend bei den Neuinfektionen in Sachsen ist vorerst gebremst. Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz (Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche) am Wochenende den Wert von 95,5 erreicht hatte, meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Montag für den Freistaat wieder eine Inzidenz von 100,2.

Vor Sachsen lagen nur noch Thüringen (138,0), Sachsen-Anhalt (113,6) und das Saarland (112,3). Im Durchschnitt aller Länder betrug der Wert 76,0.

Nach Angaben des sächsischen Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen in Sachsen vom Samstag auf Sonntag um 455 auf insgesamt 184.738 seit Ausbruch der Pandemie im März 2020. Bei Todesfällen gab es einen Zuwachs von 31 auf nunmehr 6784.

167.350 Menschen gelten inzwischen als wieder genesen. Die Zahlen für den Montag lagen noch nicht vor. An den Wochenenden sind die Angaben meist nicht vollständig, weil manche Gesundheitsämter ihre Zahlen erst am Montag nachliefern.

Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

Update, 8. Februar, 13.25 Uhr: Zahl der Handwerksbetriebe in Corona-Krise weitgehend stabil

In Ostsachsen ist die Zahl der Handwerksbetriebe trotz Corona-Krise nur leicht zurückgegangen. Wie die Handwerkskammer Dresden am Montag mitteilte, sind im Kammerbezirk aktuell 22 312 Handwerksunternehmen gelistet. Das sind 46 weniger (-0,2 Prozent) als zum Vorjahreszeitpunkt.

Rund 1613 Neuanmeldungen stehen dabei 1659 Betriebs-Abmeldungen gegenüber. "Die Auswirkungen der Corona-Krise haben bislang nicht dazu geführt, dass Handwerker im großen Stil ihre Unternehmen für immer schließen müssen", sagte Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski.

Die Zahlen seien aber nur eine Momentaufnahme. Die Belastungen durch die Pandemie seien für viele Unternehmen massiv, eine große Zahl verzeichne erhebliche Auftrags- und Umsatzrückgänge, so Brzezinski. Der Staat steuere etwa mit der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sowie finanziellen Hilfen gegen. "Das wahre Ausmaß der Krise wird man also erst später an der Zahlen der Firmen sehen."

Update, 8. Februar, 13 Uhr: Deutsche sollen in Tschechien Betten blockieren - Klinik dementiert

In Tschechien sind Vorwürfe laut geworden, deutsche Patienten würden Betten in einer überlasteten Klinik blockieren und damit knappe Ressourcen aufzehren. Im Krankenhaus der westlichen Grenzstadt Cheb (Eger) liege eine "relativ große Zahl deutscher Bürger", sagte der stellvertretende Gesundheitsminister Vladimir Cerny im Fernsehsender CT.

"Sie sollten nach Deutschland weggeschickt werden, was aber nicht geschieht", bemängelte er. Wegen zahlreicher Covid-19-Fälle in der an Bayern grenzenden Stadt arbeitet das dortige Krankenhaus in der Intensivversorgung seit langem am Limit.

Ein Sprecher der Klinikbetreibers dementierte die Anschuldigungen am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Es werde aktuell kein einziger Covid-19-Patient aus Deutschland versorgt. Auf anderen Abteilungen seien teilweise einzelne deutsche Patienten behandelt worden. Das habe aber "keinen Einfluss" auf die Kapazität der Intensivstation. Man unterscheide bei der Behandlung nicht nach Nationalität.

Um das Krankenhaus zu entlasten, werden Covid-19-Patienten laufend mit Krankenwagen und Rettungshubschraubern in andere Landesteile verlegt. Am Freitag war sogar ein Großraum-Rettungswagen im Einsatz. "Die Betten füllen sich relativ schnell wieder", berichtete der Kliniksprecher. Die Lage sei als "stabil, aber andauernd schlecht" zu bezeichnen.

Landesweit meldeten die tschechischen Behörden am Montag 2415 neue Corona-Fälle. Seit Beginn der Pandemie gab es in dem Land mit rund 10,7 Millionen Einwohnern mehr als eine Million Infektionen und
17.333 Todesfälle. Restaurants und nicht notwendige Geschäfte sind geschlossen. Es gelten Ausgangsbeschränkungen und eine nächtliche Ausgangssperre.

Update, 8. Februar, 7 Uhr: Regierung diskutiert mit Bürgern und Experten zu Corona

Sachsens Regierung will mit Experten und Bürgern zur Corona-Krise ins Gespräch kommen. Dafür laden Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) sowie verschiedene Minister am Montag (16.00 Uhr) zur digitalen Bürger- und Expertenkonferenz.

Unter dem Titel "Perspektiven - Leben mit dem Virus - welche Optionen haben wir?" ist zunächst eine Bestandsaufnahme und wissenschaftliche Einordnung geplant. Anschließend soll es eine Diskussionsrunde über mögliche Wege aus dem Corona-Lockdown geben.

Mit dabei sind unter anderen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sowie Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Sie wollen sowohl mit Bürgern als auch mit Vertretern von Sport, Kultur und Wissenschaft sprechen. Verfolgt werden kann die digitale Veranstaltung auf Facebook und auf Youtube.

Update, 8. Februar, 6 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Montag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 33 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9804 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 56,8.

Update, 7. Februar, 16.24 Uhr: Aktuelle Inzidenzwerte aus Sachsen

Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen
Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen  © TAG24

Update, 7. Februar, 13.07 Uhr: Kretschmer widerspricht Merkel bei Corona-Lockerungen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) mit Blick auf Lockerungen der Corona-Regeln widersprochen. Während die Bundespolitik Hoffnungen auf Lockdown-Lockerungen dämpft, hielt Kretschmer am Sonntag in einem Interview der "Leipziger Volkszeitung" ("LVZ"/online) vorsichtige Öffnungen für verantwortbar.

"Sobald es das Infektionsgeschehen zulässt, sollen zunächst die Kindergärten öffnen und die Grundschulkinder wieder in die Schulen gehen können. So werden wir es in Sachsen organisieren und so halte ich es auch für ganz Deutschland für richtig."

Am Mittwoch findet die nächste Konferenz der Ministerpräsidenten mit Merkel zu den Corona-Regeln statt. Die aktuelle Schutzverordnung in Sachsen ist bis 14. Februar gültig. "Ich teile nicht die Meinung, dass wir überhaupt nichts lockern können", sagte Kretschmer der "LVZ". Er halte Öffnungen durchaus für verantwortbar, wenn die Schritte überschaubar seien. Neben dem Bildungsbereich könnten erste Erleichterungen im Einzelhandel - etwa für die Abholung bestellter Ware in bestimmten Zeitfenstern- und auch die Öffnung der Friseure erfolgen. Danach müsse das Infektionsgeschehen allerdings drei Wochen beobachtet werden, bevor man über weitere Lockerungen sprechen könne.

"Vor uns liegen noch einige harte Wochen. Wir dürfen jetzt nicht die Nerven verlieren und durch unnötigen Streit zu noch mehr Verunsicherung in der Bevölkerung beitragen", betonte Kretschmer. Es sei momentan nicht die Zeit für "leise Töne oder differenzierte Betrachtungen": "Das ist nicht gut."

Bei der Runde mit Merkel müssten auch kritische Punkte angesprochen werden: "Die Wirtschaftshilfe III gehört dazu. Seit dem 14. Dezember 2020 sind Friseure und Einzelhandel geschlossen, aber Anträge auf Unterstützung konnten sie bisher nicht stellen, geschweige denn, dass Geld geflossen ist." Deshalb sei der Unmut "groß und berechtigt".

Update, 7. Februar, 10.08 Uhr: Corona-Fall bei Vogtland-Weltcup

Beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Klingenthal wurde ein Mitglied des US-Teams positiv auf Corona getestet.

Mehr Informationen gibt es >>>hier.

Update, 7. Februar, 9.48 Uhr: Verstöße gegen Corona-Schutz-Verordnung

Wie die Polizei am Sonntag mitteilt, wurden bisher über das Wochenende rund 60 Verstöße gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz festgestellt.

Am Zöllnerplatz löste die Polizei in einer Wohnung eine Party mit insgesamt 19 Personen (16 bis 30 Jahre) auf. Es hatte zuvor Beschwerden über Lärm gegeben. Am Uferweg in Reichenbrand fand ebenfalls eine Party mit sieben statt, die von der Polizei beendet wurde. Auch auf dem Sonneberg wurde gefeiert: Die Polizei kontrollierte gegen 0.30 Uhr eine Wohnung in der Uferstraße und stellte dort acht Personen fest.

Die Teilnehmer der Partys erhielten entsprechende Anzeigen.

Während der Demo unter dem Motto "Chemnitz steht auf" wurden weitere 24 Verstöße registriert.

Update, 7. Februar, 8.50 Uhr: Karneval in Coronazeiten: Online-Veranstaltungen und Finanzsorgen

Das närrische Treiben in Festsälen und bei Straßenumzügen fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie in Sachsen aus - und so mancher Karnevalsverein wird ums Überleben kämpfen müssen. "Wirtschaftlich ist der Schaden riesig, kann derzeit aber noch nicht beziffert werden", sagte Michael Rohde, der Sprecher des Verbandes Sächsischer Carneval.

Einige, vor allem kleinere Vereine, werde es in der kommenden Saison wohl nicht mehr geben, weil deren Haupteinnahmequelle wegfalle. Dem Dachverband haben sich in Sachsen 187 Vereine angeschlossen, darüber hinaus gibt es aber eine Vielzahl weiterer Vereine.

"Karneval ist wie Weihnachten, das wird nicht einfach abgesagt", betonte Rohde mit etwas Trotz. Die Vereine seien kreativ und es gebe Online-Veranstaltungen, Kostüme werden mit Hilfe von Bildern in den sozialen Netzwerken prämiert. "Leid tut es mir vor allem für die etwa 10.000 Ehrenamtlichen, die monatelang den Karneval planen und für die der Fasching der Höhepunkt des Jahres ist", erläuterte Rohde.

Update, 7. Februar, 8.47 Uhr: Chemnitzerin kämpft um Spenderorgan, doch Corona verzögert OP-Termin

Die Chemnitzerin Anja Erth leidet unter dem Alport-Syndrom und braucht dringend eine neue Niere. Eine Spenderin ist schon gefunden. Aber durch die Corona-Pandemie kommt es zu längeren Wartezeiten auf eine OP.

Die tragische Geschichte könnt Ihr >>>hier nachlesen

Update, 7. Februar, 7 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Sonntag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz zwei neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9771 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 48,7.

Außerdem meldet das RKI drei weitere Todesfälle. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Chemnitz auf 352.

Update, 6. Februar, 14.45 Uhr: Mehrere hundert Teilnehmer bei Demo

Die Corona-Demo in Chemnitz ist gestartet. Mehrere hundert Teilnehmer sind vor Ort. Die angemeldete Teilnehmerzahl von 1000 könnte überschritten werden.

Bei der Demo auf der Brückenstraße sind mehrere hundert Teilnehmer dabei.
Bei der Demo auf der Brückenstraße sind mehrere hundert Teilnehmer dabei.  © Ralph Kunz

Update, 6. Februar, 13.21 Uhr: Polizei bereitet sich auf Corona-Demo vor

Am Samstag hat die Initiative "Chemnitz steht auf" eine Demo am Karl-Marx-Monument angemeldet, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Die Polizei ist mit massiven Einsatzkräfte vor Ort.

Auch Wasserwerfer sind vor Ort.
Auch Wasserwerfer sind vor Ort.  © Harry Härtel
Die Polizei bereitet sich auf die Demo vor.
Die Polizei bereitet sich auf die Demo vor.  © Harry Härtel

Update, 6. Februar, 9.13 Uhr: Corona beschäftigt Polizei und Justiz

Die Polizei hat bei Kontrollen in Sachsen seit Beginn der Corona-Pandemie Tausende Verstöße gegen die jeweils geltenden Regeln registriert.

Wie sich die Zahlen im vergangenen Jahr entwickelt haben, könnt Ihr >>>hier nachlesen.

Update, 6. Februar, 7 Uhr: Verstoß gegen Corona-Regeln

Am Freitagabend habe Polizei und Ordnungsamt in Glauchau eine Kontrolle zur Durchsetzung der Corona-Schutz-Verordnung durchgeführt. In einem Haus in der Robert-Koch-Straße stellte sie in einem Partyraum eine Gruppe von zehn Personen aus verschiedenen Haushalten fest. "Sie sollen sich dort regelmäßig zum Biertrinken und Skatspielen verabredet haben", so ein Polizeisprecher am Samstag.

Die anwesenden Personen kassierten entsprechende Anzeigen.

Update, 6. Februar, 6.52 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Samstag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 19 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9769 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 60,9.

Außerdem meldet das RKI zwei weitere Todesfälle. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Chemnitz auf 349.

Update, 5. Februar, 18.02 Uhr: Rund 76 Millionen an "Dezemberhilfen" in Sachsen ausgezahlt

An Unternehmen und Soloselbstständige in Sachsen wurden bisher 76,5 Millionen Euro an Dezemberhilfen gezahlt. Der größte Teil entfalle noch auf Abschlagszahlungen, teilte das Wirtschaftsministerium am Freitag in Dresden mit.

Zu Beginn dieser Woche habe der Bund die technischen Voraussetzungen für die vollständige Auszahlung der Wirtschaftshilfe für Dezember geschaffen, hieß es. Damit könnte seit dem 1. Februar die Differenz von beantragtem Geld und bereits gezahltem Abschlag an Betroffene gezahlt werden.

Die Summe der in Sachsen mittlerweile ausgezahlten Novemberhilfe beläuft sich den Angaben zufolge auf mehr als 107 Millionen Euro. Nahezu 75 Prozent der Anträge wurden demnach bewilligt und vollständig ausgezahlt.

Unterdessen appellierte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) an den Bund, auch die Überbrückungshilfen III zügig zu starten. Bisher warteten die Unternehmer auf das Antragsverfahren und die Auszahlung der Abschläge. "Gerade in Ostdeutschland haben viele Unternehmen nicht die finanziellen Reserven, noch länger auf die versprochenen Hilfen zu warten", so Dulig.

Update, 5. Februar, 16.52 Uhr: Aktuelle Inzidenzwerte aus Sachsen

Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

Update, 5. Februar, 13 Uhr: Tschechien verlegt Corona-Patienten mit Krankenwagen-Kolonne

Die Corona-Lage im tschechischen Grenzgebiet zu Bayern und Sachsen spitzt sich weiter zu. Erstmals wurden nun Covid-19-Patienten mit einer Krankenwagen-Kolonne in weniger betroffene Landesteile gebracht, wie eine Sprecherin des Rettungsdienstes am Freitag mitteilte. Zum Einsatz kamen ein Großraumrettungswagen auf Lastwagenbasis mit Platz für bis zu 12 Personen sowie ein Dutzend kleinere Krankenwagen. Die Polizei begleitete die Kolonne. Ziel ist es, die überforderten Krankenhäuser in Cheb (Eger) und Sokolov (Falkenau an der Eger) zu entlasten. Binnen eines Tages kamen dort 40 neue Patienten hinzu.

Bereits seit längerem sind Rettungshubschrauber rund um die Uhr unterwegs, um Patienten über weite Entfernungen zu verlegen. Hilfsangebote aus Sachsen und Bayern, Corona-Intensivpatienten in Deutschland zu behandeln, hatte der tschechische Gesundheitsminister Jan Blatny am Donnerstag abermals ausgeschlagen. Er appellierte an die Bevölkerung, die Corona-Regeln strikter einzuhalten. Sie hätten "aufgehört zu wirken", denn die Zahlen würden nicht weiter zurückgehen, sondern auf einem hohen Niveau stillstehen.

Am Freitag meldeten die Behörden landesweit 8032 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Seit Pandemiebeginn gab es mehr als eine Million nachgewiesene Infektionen und 16.976 Todesfälle.

Update, 5. Februar, 11.40 Uhr: Klepsch: Not in Kultur groß - Hohe Nachfrage nach Hilfen

Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) setzt auf einen Neustart der Kultur ab März. Die Kultureinrichtungen könnten bei entsprechend niedrigen Infektionszahlen schrittweise wieder öffnen, wobei die Theater längeren Planungsvorlauf brauchten, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Ob der Zugang zur Kultur tatsächlich ab 1. März möglich ist, entscheide sich nächste Woche. "Natürlich wäre das auch mein Wunsch, jede kulturelle Begegnung bringt Leben zurück und stärkt den Zusammenhalt."

Nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung für den Freistaat bleiben Museen und Theater bis zum 28. Februar geschlossen.

Klepsch rechnet damit, dass die Häuser weitere finanzielle Unterstützung brauchen. Eine genaue Prognose für 2021 sei noch nicht möglich.

Bei nichtstaatlichen Einrichtungen ist das Bild laut Klepsch differenziert und abhängig von Trägerschaft, Förderung und Lage. "Aber die Situation ist in jedem einzelnen Fall schwierig." Die Nachfrage nach der Härtefall-Unterstützung zeige, "dass die Not groß ist". Dabei wirtschafteten die Häuser auch im zweiten Krisenjahr sehr verantwortungsvoll, um die Verluste so gering wie möglich zu halten.

"Es ist mir sehr wichtig, dass wir nicht nur die Kultur in den großen Städten im Auge behalten, sondern auch Kulturbetriebe im ländlichen Raum", betonte die Ministerin. Die Sehnsucht nach kulturellen Erlebnissen und Begegnungen sei "riesig", daher gelte es, möglichst viel zu erhalten. Sie wünscht sich ein breites Bekenntnis zur gesellschaftlichen Bedeutung der Kultur. "Kultur ist kein Luxus, sondern ein Lebenselixier", sagte die Ministerin. Sie gebe Kraft – "und die werden wir brauchen".

Update, 5. Februar, 11.14 Uhr: Gericht: Grenzpendler müssen in Sachsen weiter Tests vorlegen

Grenzpendler in Sachsen müssen weiterhin Tests vorlegen. Zu dem Schluss kommt das Sächsische Oberverwaltungsgericht in einem Eilverfahren. Wie es am Freitag mitteilte, hatte sich ein in Polen lebender und in Sachsen arbeitender Antragsteller gegen die in der Corona-Schutzverordnung verankerten regelmäßigen Tests gewandt.

Das Gericht verwies zur Begründung auf die nach wie vor hohen Fallzahlen im Freistaat. Die Inzidenz liege noch weit über den im Infektionsschutzgesetz festgehaltenen Grenzwerten von 50 oder 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Das Gericht stufte die Tests weder "zeitlich noch finanziell oder im Hinblick auf die körperliche Unversehrtheit" als mehr als eine Beschwerlichkeit für den Antragsteller ein. Zudem würde der Verzicht auf einen Corona-Test das Risiko einer Verbreitung unter den Mitarbeitern vergrößern.

Nach Einstufung Tschechiens als Corona-Hochrisikogebiet müssen sich Grenzpendler, die zur Arbeit nach Sachsen einreisen, zweimal pro Woche testen lassen. Für Pendler aus Polen reicht ein einmaliger Test pro Woche.

Update, 5. Februar, 5.55 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Freitag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 32 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9750 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 68,6.

Außerdem meldet das RKI zwei weitere Todesfälle. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Chemnitz auf 347.

Update, 4. Februar, 16.40 Uhr: Demo auf Chemnitzer Neumarkt: Friseure bangen um Existenz!

Am Donnerstag haben sich etliche Friseure auf dem Chemnitzer Markt versammelt. Sie forderten bereits zum zweiten Mal eine Öffnung zum 15. Februar. Ansonsten würde eine Insolvenz-Welle drohen! Um den Ernst der Lage zu verdeutlichen, waren einige Friseure schwarz gekleidet und hatten Kreuze um.

Bereits vergangene Woche versammelten sich etliche Friseure auf dem dem Chemnitzer Rathaus, um auf ihre finanziellen Herausforderungen aufmerksam zu machen (TAG24 berichtete).

Friseur-Demo auf dem Chemnitzer Neumarkt. Die Dienstleister bangen um ihre Existenz!
Friseur-Demo auf dem Chemnitzer Neumarkt. Die Dienstleister bangen um ihre Existenz!  © Haertelpress

Update, 4. Februar, 16.28 Uhr: MP Kretschmer: Keine neue Impfstoff-Produktion in Sachsen

In Sachsen wird auf absehbare Zeit kein Corona- Impfstoff hergestellt. Einen entsprechenden Bericht der Chemnitzer "Freien Presse" (online) vom Donnerstag bestätigte die Staatskanzlei in Dresden. "Wir haben mit allen potenziellen Impfstoffproduzenten gesprochen", zitierte die Zeitung Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Allerdings hätten sich trotz intensiver Gespräche keine konkreten Pläne ergeben: "Das hat sich so nicht realisiert."

Kretschmer betonte, dass vor allem der zeitliche Rahmen eine Herausforderung gewesen sei: "Wir werden erleben, dass wir zum Ende des Jahres eine Schwemme an Impfstoffen haben. Wenn, dann müssten jetzt die Dinge umgebaut werden. Da sind aber aus Sicht der großen Hersteller andere Objekte besser und greifbarer gewesen."

Mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) gibt es in Sachsen einen Impfstoffhersteller, der Grippeschutzimpfungen produziert.

Update, 4. Februar, 16.26 Uhr: Nach Zoff bei Debatte zur Corona-Krise: Sachsen zum Zusammenhalt aufgerufen

Appelle, Schuldzuweisungen, Zwischenrufe: Bei einer emotional und zeitweise lautstark geführten Debatte zur Corona-Krise haben sich am Donnerstag im Sächsischen Landtag erneut Gräben zwischen den Parteien aufgetan.

Während die Regierungsfraktionen von CDU, Grünen und SPD, aber auch die Linken vor allem an den Zusammenhalt der Gesellschaft appellierten und vor einer weiteren Spaltung warnten, warf die AfD den Regierenden Versagen vor und forderte ein sofortiges Ende des Lockdowns.

Mehr dazu gibt's in unserem >>>ausführlichen Bericht.

Update, 4. Februar, 15.40 Uhr: Aktuelle Inzidenzwerte aus Sachsen

Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

Update, 4. Februar, 15.21 Uhr: Zwei Gesundheitsämter in Sachsen sollen neue Corona-Software testen

Die von Bund und Ländern angestrebte Einführung einer einheitlichen Software zur Nachverfolgung von Kontakten in der Corona-Pandemie kommt in Sachsen nur langsam voran. Das Meldesystem "Sormas" solle zunächst in zwei Landkreisen - in Leipzig und Nordsachsen - als Pilotprojekt getestet werden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Dresden auf Anfrage mit.

Dafür soll eine Schnittstelle zur bisher genutzten Software "Octoware" geschaffen werden. "Damit beginnen wir, der Forderung nachzukommen, alle Ämter an Sormas anzuschließen", hieß es. Weil die Gesundheitsämter derzeit so viel zu tun hätten, könne der Prozess nur begleitend stattfinden.

Mit dem vom Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung (HZI) entwickelten IT-System Sormas sollen Kontaktketten automatisch nachzuverfolgen sein. Bei ihrem Treffen Mitte November hatten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder darauf verständigt, die Plattform bis Ende des Jahres 2020 in 90 Prozent der deutschen Gesundheitsämter einzusetzen.

Gemäß der Übersicht der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) von Mitte Januar kommt die Software in den Bundesländern bisher unterschiedlich zum Einsatz: In Bremen mit zwei Gesundheitsämtern liegt die Abdeckung in den Gesundheitsämtern bei 100 und in Brandenburg bei 33 Prozent; in Thüringen setzen die Hälfte der Ämter auf das neue IT-System. In Sachsen gibt es 13 Gesundheitsämter, von denen bisher keines Sormas verwendet.

Das Gesundheitsministerium in Dresden verwies darauf, dass es seit Jahren eine einheitliche Meldesoftware gibt, die zudem für die Bewältigung der Corona-Pandemie angepasst wurde. Alle sächsischen Gesundheitsämter verfügten über technische Lösungen für die Kontaktnachverfolgung.

Nach Einschätzung des Deutschen Landkreistages ist mit dem neuen IT-System die angepeilte Entlastung der Gesundheitsämter nicht zu erreichen. Die Ämter nutzten bereits digitale Instrumente zur Kontaktnachverfolgung und bräuchten keine zusätzlichen Anwendungen, hieß es.

Update, 4. Februar, 12.51 Uhr: Sachsens Regierung appelliert an den Zusammenhalt in der Corona-Krise

Sachsens Regierung hat eindringlich an Bürger und Parteien appelliert, in Zeiten von Corona zusammenzuhalten. "Nur wenn wir weiter miteinander und nicht gegeneinander handeln, werden wir auch die Folgen dieser Pandemie in den Griff bekommen", sagte Staatskanzleichef Oliver Schenk (CDU) am Donnerstag im Landtag in Dresden.

Bei der Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder in der kommenden Woche gehe es darum, einen "ersten umsichtigen Plan für erste Lockerungen abzustimmen". Nicht alles werde von heute auf morgen möglich sein. Man brauche weiter Geduld und Durchhaltevermögen.

Update, 4. Februar, 12.49 Uhr: Überlastete Klinik: Tschechien schlägt Hilfsangebote weiter aus

Der tschechische Gesundheitsminister Jan Blatny hat trotz der angespannten Corona-Lage in seinem Land Hilfsangebote aus Deutschland erneut ausgeschlagen. Sowohl Bayern als auch Sachsen hatten sich bereiterklärt, die Behandlung von Covid-19-Intensivpatienten zu übernehmen. "Es ist ein symbolisches und klares Signal an alle Bürger dieses Landes: Die Tschechische Republik kümmert sich um Euch", sagte Blatny am Donnerstag auf einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz.

Die Übernahme einzelner Patienten durch das Ausland wäre nach Einschätzung des Ministers "keine Lösung in dieser Situation". Blatny besuchte das besonders stark betroffene Krankenhaus der Grenzstadt Cheb (Eger). Er sagte daraufhin zu, dass drei zusätzliche Ärzte das erschöpfte Personal unterstützen würden. Zwei Hubschrauber, die Patienten in andere Landesteile bringen, sollen nun rund um die Uhr im Einsatz sein.

Cheb mit rund 30.000 Einwohnern ist auf drei Seiten von Deutschland umgeben. In der gesamten Verwaltungsregion mit Sitz in Karlsbad (Karlovy Vary) war nur noch ein einziges Covid-19-Intensivbett frei. Einen Bericht der tschechischen Zeitung "DenikN", wonach sich die womöglich ansteckendere, erstmals in Großbritannien entdeckte Virusmutation möglicherweise unerkannt und unkontrolliert ausbreite, wies der Gesundheitsminister zurück. Diese Information sei falsch, sagte der 50-Jährige.

Update, 4. Februar, 11.15 Uhr: Keine Volkszählung 2021 wegen Corona

Wegen Corona findet die nächste Volkszählung in Sachsen erst am 15. Mai 2022 statt. Der in der Regel alle zehn Jahre stattfindende Zensus werde um ein Jahr verschoben, teilte das Statistische Landesamt in Kamenz am Donnerstag mit.

Grund dafür sind die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Vorbereitung in der öffentlichen Verwaltung. Ursprünglich sollte zwischen Mai und November erhoben werden, wie viele Menschen im Freistaat leben, wie sie wohnen und arbeiten.

Update, 4. Februar, 6.37 Uhr: Querdenker planen Corona-Demo in Chemnitz

Eine Gruppe mit Namen "Chemnitz steht auf" rührt derzeit die Werbetrommel für eine Sonnabend-Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen vor dem Karl-Marx-Monument.

>>>Hier könnt Ihr den ausführlichen Bericht dazu lesen.

Update, 4. Februar, 6.35 Uhr: Weniger Corona-Tote in Zwickau

Das Krematorium Zwickau hat den Dauerbetrieb eingestellt. Nach sprunghaft angestiegenen Todeszahlen im Dezember liefen die Öfen in drei Schichten, sogar am Wochenende und feiertags.

Wie die Lage nun ist, könnt Ihr >>>hier nachlesen.

Update, 4. Februar, 6.32 Uhr: Zunehmend Petitionen an den Landtag wegen Corona-Maßnahmen

Der Petitionsausschuss des Sächsischen Landtags bekommt eine wachsende Zahl von Petitionen gegen Corona-Maßnahmen. Dabei gehe es vor allem um die Schutzverordnungen und darauf folgende Beschränkungen, sagte die Ausschussvorsitzende Simone Lang (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Die Entscheidung sei jedoch oft schwierig. Wegen der Belastung durch die Pandemie habe die Regierung statt vier nun neun Wochen Zeit zur Stellungnahme: "Viele Maßnahmen, die in den Petitionen moniert werden, sind da schon wieder hinfällig."

Lang zufolge legt der gleiche Wortlaut vieler Corona-Petitionen nahe, dass sie abgestimmt sind. Ohnehin gebe es Bürger, die regelmäßig in großer Vielzahl Petitionen einreichten. Oft gehe es dabei um Themen wie Rundfunkbeitrag, Rente, Behörden oder Straßenbau. Im Schnitt erreichten den Landtag jedes Jahr 400 bis 500 Petitionen, ein Drittel davon habe Erfolg, der Rest werde abgelehnt oder weitergeleitet.

Einen Trend hat sie bei den Petitionen ausgemacht: "Der Ton wird zunehmend fordernder." Manche Petenten zeigten wenig Verständnis dafür, dass Prozesse und Entscheidungen mitunter längere Zeit dauerten. Lang findet es bemerkenswert, dass viele Bürger auf ein hohes Maß an Eigenständigkeit und Individualität pochten, am Ende aber den Staat als Instanz zur Problemlösung anriefen. "Jeder will Entscheidungen selber treffen. Doch wenn Probleme auftauchen, richtet sich der Blick häufig nach oben. Es ist aber nicht sinnvoll, bei jeder Kleinigkeit eine Petition zu schreiben", sagte Lang.

Die Petition sei der richtige Weg, wenn zum Beispiel Gesetzeslücken deutlich würden und ein Verfahren im Parlament erforderlich machten. Oder aber, um Problemen öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen. Auch abgelehnte Petitionen könnten am Ende eine Wirkung entfalten, weil die Behörden Kenntnis von den Mängeln erhielten.

Update, 4. Februar, 5.53 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Donnerstag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 32 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9718 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 65,4.

Update, 3. Februar, 19.25 Uhr: Verbesserte Corona-Lage in Sachsen, aber noch keine Entwarnung

Sachsen hat den Titel des Negativ-Spitzenreiters in der Corona-Pandemie schon seit einiger Zeit abgegeben, doch Gesundheitsministerin Petra Köpping sieht noch "keine wirkliche Entspannung". Zugleich konstatierte die SPD-Politikerin am Mittwoch bei einem Lagebericht im Landtag Verbesserungen.

Man habe die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf einen Wert von 119,8 drücken können. Im Dezember habe er noch bei mehr als 400 gelegen und Sachsen bundesweit die höchsten Inzidenzen aufgewiesen.

Doch noch immer gebe sehr hohe Todeszahlen, und auch die Gefahr von Virus-Mutationen sei groß, sagte Köpping.

Die aktuellen Inzidenzwerte für Sachsen.
Die aktuellen Inzidenzwerte für Sachsen.  © TAG24

Update, 3. Februar, 16.25 Uhr: Briten-Mutation jetzt auch im Erzgebirge nachgewiesen

Auch im Erzgebirge wurde erstmals ein Fall mit der britischen Corona-Mutation nachgewiesen. Laut dem Landratsamt befindet sich die betroffene Person nun in Quarantäne.

Die britische Corona-Mutation gilt als hochansteckend! Auch sollen sich vermehrt jüngere Menschen mit der Virus-Variante infizieren.

Das Virus vom Typ B 1.1.7 war auch schon in Leipzig, im Kreis Görlitz und im Vogtlandkreis nachgewiesen worden.

Die britische Variante des Coronavirus ist jetzt auch im Erzgebirge aufgetaucht (Symbolbild).
Die britische Variante des Coronavirus ist jetzt auch im Erzgebirge aufgetaucht (Symbolbild).  © Skanda Gautam/ZUMA Wire/dpa

Update, 3. Februar, 15.35 Uhr: Briten-Mutation im Vogtland bereits zehnmal nachgewiesen: Drohen Horror-Infektionszahlen?

Im Vogtland herrscht Angst vor weiteren Fällen der britischen Coronavirus-Mutation! Mittlerweile seien zehn solcher Fälle nachgewiesen worden. Nun wird mit einer deutlichen Zunahme der Infektionszahlen gerechnet.

Mehr dazu in unserem >>>ausführlichen Bericht.

Nachdem im Vogtlandkreis mehrere Fälle der britischen Coronavirus-Mutation aufgetreten sind, befürchtet er eine deutliche Zunahme der Infektionszahlen (Symbolbild).
Nachdem im Vogtlandkreis mehrere Fälle der britischen Coronavirus-Mutation aufgetreten sind, befürchtet er eine deutliche Zunahme der Infektionszahlen (Symbolbild).  © Bildmontage: Jan Woitas/dpa, 123rf/Kateryna Kon

Update, 3. Februar, 13 Uhr: Verstöße bei Corona-Kontrollen

Die Polizei stellte gestern insgesamt 15 Verstöße gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung im gesamten Direktionsbereich fest.

In einem Mehrfamilienhaus im Rosenhof in Chemnitz befanden sich neben dem 55-jährigen Wohnungsinhaber noch vier weitere Männer im Alter von 25 bis 35 Jahren. Es gab Ordnungswidrigkeitsanzeigen die Gäste bekamen einen Platzverweis.

In Freiberg hielten sich vergangene Nacht insgesamt vier Personen im Alter von 19 bis 40 Jahren ohne triftigen Grund draußen auf und bekamen Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Ausgangssperre.

Ein Mann (45) aus der Region Zwickau und auch eine Frau (31) und ein Mann (40) aus Nordsachsen bzw. Chemnitz waren zum Skifahren in Geyer. Die Drei befanden sich außerhalb des erlaubten 15-Kilometer-Radius ihres Wohnortes und mussten somit ihren Ausflug mit einer Ordnungswidrigkeitsanzeige beenden.

Ein 52-Jähriger aus Werdau war mit seinem Audi von Oberwiesenthal in die Tschechische Republik gefahren, um Zigaretten zu kaufen. Bei der Wiedereinreise wurde er kontrolliert. Neben einer Meldung an das zuständige Gesundheitsamt gab es auch eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die Ausgangsbeschränkung. Der Mann muss sich nun in Quarantäne begeben.

Update, 3. Februar, 11 Uhr: Köpping sieht noch keine wirkliche Entspannung in Corona-Pandemie

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sieht trotz sinkender Inzidenzwerte in der Corona-Pandemie noch "keine wirkliche Entspannung". Zugleich konstatierte sie am Mittwoch bei einem Lagebericht im Landtag Verbesserungen.

Köpping zeigte mit Blick auf die Corona-Regeln Verständnis für wachsende Ungeduld in der Bevölkerung. "Das sind harte Wochen". Ziel sei eine schrittweise Aufhebung der Einschränkungen - aber immer in Abhängigkeit von den Inzidenzwerten.

Mehr dazu lest Ihr >>>hier.

Update, 3. Februar, 6 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Mittwoch (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 36 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9686 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 73,9.

Update, 2. Februar, 18.22 Uhr: Sachsens größtes Volksfest soll stattfinden: Planungen für Annaberger Kät laufen

Wo andere bremsen, gibt Annaberg-Buchholz Vollgas! Die Planungen für Sachsens größtes Volksfest, die Annaberger Kät, laufen. Kultur-Fachbereichsleiterin Franziska Herzig (40) versichert: Es wird keine 'kleine' Kät werden.

Mehr dazu in unserem >>>ausführlichen Bericht.

Die Kät soll dieses Jahr wieder stattfinden! Und zwar wie gewohnt im großen Stil.
Die Kät soll dieses Jahr wieder stattfinden! Und zwar wie gewohnt im großen Stil.  © Dirk Rueckschloss

Update, 2. Februar, 16.20 Uhr: Aktuelle Inzidenzwerte aus Sachsen

Die aktuellen Inzidenzwerte in Sachsen.
Die aktuellen Inzidenzwerte in Sachsen.  © TAG24

Update, 2. Februar, 15 Uhr: Impf-Situation in Sachsen: Ministerin Köpping und Vize Günther sprechen von Perspektivplan

Die wöchentlichen Impflieferungen haben einen neuen Höchststand erreichte. Sogar Bonus-Dosen treffen inzwischen ein. Und doch langweilen sich die Impfzentren weiter auf absehbare Zeit. Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) und Vizeminister Wolfram Günther (47, Die Grünen) sprechen nun von einem Perspektivplan.

Mehr dazu gibt's in unserem >>>ausführlichen Bericht.

Vizeminister Wolfram Günther (47, Die Grünen, links) spricht über einen Perspektivplan. Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) freut sich, dass es bei den Impfungen voran geht. Doch es gibt Luft nach oben.
Vizeminister Wolfram Günther (47, Die Grünen, links) spricht über einen Perspektivplan. Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) freut sich, dass es bei den Impfungen voran geht. Doch es gibt Luft nach oben.  © Bildmontage: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa , Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 2. Februar, 14 Uhr: Sachsens Regierung erwägt Corona-Lockerungen ab 15. Februar

Sachsen erwägt erste Corona-Lockerungen im aktuellen Lockdown ab dem 15. Februar. Die schrittweise Öffnung von Schulen und Kitas stehe genauso auf der Tagesordnung wie Einkaufen nach dem Prinzip "Click and Collect" oder die Öffnung von Friseurläden, sagte Vize-Regierungschef Martin Dulig (46, SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden.

>>>Hier lest Ihr mehr dazu.

Die schrittweise Öffnung von Schulen und Kitas stehe genauso auf der Tagesordnung wie Einkaufen nach dem Prinzip "Click and Collect" oder die Öffnung von Friseurläden, sagte Vize-Regierungschef Martin Dulig (46, SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden. (Archivbild)
Die schrittweise Öffnung von Schulen und Kitas stehe genauso auf der Tagesordnung wie Einkaufen nach dem Prinzip "Click and Collect" oder die Öffnung von Friseurläden, sagte Vize-Regierungschef Martin Dulig (46, SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden. (Archivbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Update, 2. Februar, 11.23 Uhr: Grüne wollen Perspektive für Corona-Pandemie

Die sächsischen Grünen plädieren für eine klare Vorgehensweise in der Corona-Pandemie. "Menschen, die der Infektionsschutzmaßnahmen müde werden, brauchen eine Perspektive", teilte Landesvorstandssprecherin Christin Furtenbacher am Dienstag in Dresden mit. Anstelle immer neuer terminlichen Zielmarken nach dem Prinzip Hoffnung wolle man klare Regelungen, auf die sich Familien, Unternehmen und Vereine langfristig einstellen können.

"Diese Regelungen müssen maximal nachvollziehbar und transparent sein und sich am konkreten Infektionsgeschehen orientieren. Denn die Pandemie wird uns noch über Monate begleiten, blickt man auf den schleppenden Fortgang der Impfungen", erklärte Furtenbacher. Man wolle für immer neue Situationen in der Pandemie bestmöglich gewappnet sein und ad hoc mit vorbereiteten Szenarien handeln können.

Der Landesparteirat der Grünen beschloss dazu einen Maßnahmenkatalog. Bislang drehe sich die Pandemiediskussion stetig darum, in welche Richtung das Rad gedreht wird: in Richtung Lockerung oder Verschärfung von Infektionsschutzmaßnahmen, hieß es. Nach einem Jahr mit Pandemieerfahrungen müsse man nun den Blick weiten und verstärkt darüber sprechen, wie sich der Pandemiealltag so gestalten lässt, damit Neuinfektionen auf einem möglichst niedrigen Stand bleiben.

Der Maßnahmenkatalog nennt neben Strukturen für die Planung unter anderem eine Teststrategie für alle Lebensbereiche, eine bessere Unterstützung von Menschen in sozialen Notlagen, ein Nachholen von Lernstoff an den Schulen sowie Szenarien für die schrittweise Öffnung des Sport- und Trainingsbetriebes. Mit Blick auf die Finanzen des Freistaates wird eine "dynamische Schuldenbremse" und die zeitliche Streckung der Kredittilgungen auf 25 bis 30 Jahre verlangt. Bislang sollen es ab 2023 nur acht Jahre sein. Sachsen will zur Bewältigung der Pandemiefolgen bis zu sechs Milliarden Euro Schulden aufnehmen.

Update, 2. Februar, 10.26 Uhr: Inzidenzwert in Sachsen wieder gefallen

Die Gesundheitsämter in Sachsen haben dem Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag 413 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Insgesamt wurden damit seit Ausbruch der Pandemie mehr als 180.600 Corona-Infektionen in Sachsen nachgewiesen, wie aus der Online-Übersicht des Instituts hervorgeht.

Zugleich stieg die Zahl der Todesfälle um 78 auf 6367. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche wurde mit 119,8 angegeben, vor einer Woche lag diese bei 160,9. Bundesweit liegt dieser Wert derzeit bei 90.

Die Hoffnung ist, dass die Rate bald auf unter 50 gedrückt werden kann. Dann sind die Gesundheitsämter wieder in der Lage, die Kontakte nachzuverfolgen und das Pandemiegeschehen zu kontrollieren. Diese 50er-Grenze hat in Sachsen noch keine der 13 Regionen wieder erreicht. Die geringste Infektionsrate im Freistaat weist den RKI-Zahlen zufolge die Stadt Chemnitz mit 69 auf, die höchste der Landkreis Leipzig mit 193,3.

Update, 2. Februar, 9.42 Uhr: Lockdown verstärkt Ängste und Depressionen

Die Chemnitzer leiden seit Corona immer stärker unter Depressionen und Ängsten. Besonders der zweite Lockdown setzt ihnen zu. Laut einer aktuellen Studie von "MDRfragt" ist die Stimmung in Ostdeutschland so schlecht wie noch nie seit Beginn der Krise. Mehr als die Hälfte der befragten Sachsen fühlt sich demnach stark belastet.

Was eine Therapeutin dazu sagt, könnt Ihr >>>hier nachlesen.

Update, 2. Februar, 7.40 Uhr: Staatliche Kunstsammlungen rechnen mit Öffnung Anfang März

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) bereiten sich auf eine Öffnung Anfang März vor. Wie schon nach dem ersten Lockdown im Mai 2020 soll diese Schritt für Schritt erfolgen, sofern die Zwangspause auch für die Kultur nach dem 14. Februar tatsächlich enden sollte und der Freistaat Sachsen Lockerungen zulässt.

Generaldirektorin Marion Ackermann will zuerst auf jeden Fall auch die Gemäldegalerie Alte Meister und das Residenzschloss zugänglich machen, zwei Aushängeschilder des Museumsverbundes. "Darauf stellen wir uns ein", sagte sie den "Dresdner Neuesten Nachrichten" (Wochenende). "Unser Plan basiert auf diesem Szenario."

Update, 2. Februar, 7.05 Uhr: Kinder sollen zum Home-Schooling in Bibliothek oder Volkshochschule

Vorstoß der Linken für Kinder im Home-Schooling: Weil viele Kinder zu Hause kein Internet oder keine Ruhe zum Lernen haben, fordert Stadträtin Sabine Brünler (35, Die Linke): "Diese Kinder sollten in der Chemnitzer Volkshochschule oder Stadtbibliothek arbeiten können."

>>>Hier erfahrt Ihr, was andere Politiker zu der Idee sagen.

Update, 2. Februar, 6.40 Uhr: Corona-Hotspot Erzgebirge: Welche Rolle spielt die Lorenzianer-Sekte?

Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Erzgebirgskreis bei unter 100. Vor einigen Wochen sah das noch ganz anders aus. Mitschuld an den Horror-Zahlen könnte die "Gemeinschaft in Christo Jesu", kurz "Lorenzianer", tragen. Nach "Spiegel"-Recherchen habe sich die Sekte trotz Kontaktbeschränkungen in Glaubenshäusern getroffen, vor allem in und um Pockau-Lengefeld.

Den ausführlichen Bericht könnt Ihr >>>hier lesen.

Update, 2. Februar, 6 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Dienstag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz zehn neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9650 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 69,0.

Update, 1. Februar, 17.30 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen noch immer höher als im Bundesschnitt

In Sachsen stecken sich noch immer mehr Menschen mit dem Coronavirus an als im bundesweiten Schnitt. Wie das Gesundheitsministerium in Dresden mitteilte, lag die Sieben-Tages-Inzidenz bei am Montag 120,9. Der Wert gibt an, wie viele von 100.000 Einwohnern sich binnen einer Woche infiziert haben. Bundesweit lag er laut Robert Koch-Institut bei 90,9.

Die Hoffnung ist, dass die Rate bald auf unter 50 gedrückt werden kann. Dann seien die Gesundheitsämter wieder in der Lage, die Kontakte nachzuverfolgen und das Pandemiegeschehen zu kontrollieren. Diese 50er-Grenze hat in Sachsen noch keine der 13 Regionen wieder erreicht. Die niedrigste Inzidenz hatte laut Ministerium die Stadt Leipzig mit 66,8.

Zudem wurden am Montag 72 neue Todesfälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind in Sachsen 6355 Corona-Patienten gestorben.

Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

Update, 1. Februar, 16.51 Uhr: Briten-Mutation im Vogtland nachgewiesen

Die britische Coronavirus-Mutation erreicht das Vogtland! Wie das Landratsamt Vogtlandkreis am Montag mitteilte, wurden sieben Fälle der Mutation B.1.1.7 nachgewiesen. Die Ergebnisse seien am Wochenende und am heutigen Montag eingegangen.

Aktuell lauft die Kontaktnachverfolgung, um die Verbreitung des mutierten Virus zu unterbinden. Bisher war die Variante im Landkreis Hof, Leipzig und Görlitz nachgewiesen worden.

Die britische Corona-Mutation gilt als hochansteckend! Auch sollen sich vermehrt jüngere Menschen mit der Virus-Variante infizieren.

Im Vogtland wurde erstmals die britische Coronavirus-Mutation nachgewiesen (Symbolbild).
Im Vogtland wurde erstmals die britische Coronavirus-Mutation nachgewiesen (Symbolbild).  © Jan Woitas/dpa, 123rf/Kateryna Kon

Update, 1. Februar, 13.23 Uhr: Fahrgäste ohne Maske in der Fichtelbergbahn kontrolliert

Eine Fahrt ohne Maske in der Fichtelbergbahn hat für mehrere Passagiere Konsequenzen.

Die Polizei kontrollierte am Sonntag fünf Fahrgäste, die nicht wie in der Corona-Pandemie vorgeschrieben einen Mund-Nasen-Schutz trugen. Zwei von ihnen konnten eine gültige Befreiung vorlegen, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Gegen die anderen drei Erwachsenen wurden Anzeigen wegen einer Ordnungswidrigkeit verfasst.

Update, 1. Februar, 12.58 Uhr: Land erwartet im Februar Impfstoff für etwa 120.000 Menschen

Sachsen rechnet im Februar mit Impfstoff für gut 120.000 Menschen. "Für Biontech wurden Lieferungen über circa 157.000, für Astrazeneca über etwa 74.000 und für Moderna über 13.200 Dosen avisiert", teilte das sächsische Sozialministerium am Montag auf Anfrage mit. Insgesamt erwartet man im Freistaat also 244.200 Impfdosen und damit mehr als ursprünglich angekündigt. Nach altem Stand war eine Lieferung von 136.500 Dosen vorgesehen. Laut Ministerium erfolgten seit Beginn der Impfungen am 27. Dezember

88.576 Erstimpfungen und 16.322 Zweitimpfungen mit dem Impfstoff von Biontech. Bei Moderna waren es seit 22. Januar 1043 Erstimpfungen.

Das Sozialressort stellte klar, dass die Terminvergabe bei den Impfungen aktuell nicht komplett ausgesetzt sei.

"Wenn Impfstoffdosen durch mobile Teams oder Impfzentren nicht verimpft wurden und nicht am Abend des gleichen Tages verimpft werden müssen, gehen sofort die entsprechenden Termine in die Terminvergabe des Buchungssystems", hieß es.

Wie bisher würden beim Eingang neuer Impfstoffe im Lager die entsprechenden Impftermine im Buchungsportal freigeschaltet. Sollten mehr Impfstoffe kommen, stünden damit auch mehr freie Termine zur Verfügung. Die Priorität liege immer noch beim Impfen in den Alten- und Pflegeheimen durch mobile Teams.

Update, 1. Februar, 10.06 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Montag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 35 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9640 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 73,5.

Update, 1. Februar, 9.35 Uhr:

Tschechien will die Kippen-Shopper stoppen: Aus Angst vor den Corona-Mutationen hatte das Land verkündet, seine Grenzen zu schließen.

Alle Infos zu den Kontrollen, gibt es >>>hier.

Update, 1. Februar, 5.56 Uhr: Verstöße gegen Corona-Schutz-Verordnung

Die Polizei hat auch am vergangenen Wochenende im Vogtlandkreis und im Landkreis Zwickau die Einhaltung der Corona-Schutz-Verordnung kontrolliert. Dabei sind die Beamten an verschiedenen Orten im Gebiet auf mehrere Personenkleingruppen getroffen. "Es gab einige private Treffen in Garagen, Wohnungen oder Häusern, die aufgelöst werden mussten und vermehrt Verstöße gegen die nächtliche Ausgangssperre. Insgesamt stellten die Einsatzkräfte bei 71 Einsätzen , 140 Verstöße fest", teilte die Polizei am Montag mit.

Update, 31. Januar, 11.47 Uhr: Polizei löst nächtliche Party im Erzgebirge auf

Die Polizei hat im Erzgebirge eine Feier aufgelöst. In der Nacht zum Sonntag seien in Jöhstadt sechs Menschen im Alter von 18 bis 26 Jahren angetroffen worden, teilte die Polizei mit. Das sei ein Verstoß gegen die derzeit geltenden Corona-Regeln. Die Beamten beendeten die Zusammenkunft und fertigten Anzeigen gegen die Beteiligten an.

Update, 31. Januar, 8.49 Uhr: Solidarität mit Holzhau: Sogar Kinder spenden für verzweifelten Liftbetreiber

Eine Woche ist es her, da ging Alexander Richter (49) als Betreiber des Skigebiets Holzhau in seiner Verzweiflung an die Öffentlichkeit. Weil er keine Einnahmen hat und staatliche Unterstützung ihn bislang nicht erreichte, bot er im Internet seine Schneekanone meistbietend zum Verkauf feil.

Doch nun die Überraschung! Menschen aus ganz Deutschland meldeten sich bei Richter, wollen ihm helfen. Darunter auch Kinder.

>>>Hier geht's zum ausführlichen Bericht.

Liftbetreiber Alexander Richter (49). Die Hilfswelle gibt ihm Kraft.
Liftbetreiber Alexander Richter (49). Die Hilfswelle gibt ihm Kraft.  © Uwe Meinhold

Update, 31. Januar, 7 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Sonntag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 26 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9605 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 69.

Außerdem meldet das RKI vier weitere Todesfälle. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Chemnitz auf 347.

Update, 30. Januar, 14.23 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Sachsen weiter über Bundesschnitt

Sachsen liegt bei den Corona-Neuinfektionen immer noch über dem bundesweiten Durchschnitt. Das Robert Koch-Institut bezifferte die Rate der neuen Fälle in sieben Tagen je 100.000 Einwohner am Samstag auf 124,8. Bundesweit betrug die Sieben-Tages-Inzidenz 90,9. Von den Höchstwerten im Dezember, als die Inzidenz jenseits der 400er-Marke lag, ist Sachsen aber inzwischen weit entfernt. Seit Beginn der Pandemie starben im Land 6254 Corona-Patienten.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) hatte Lockerungen der bisherigen Beschränkungen ab Mitte Februar in Aussicht gestellt - wenn die Corona-Zahlen weiter sinken. Man könne aber nicht alle Lockerungen auf einmal starten, weil es dann zu viel Mobilität gebe, sagte der CDU-Politiker am Freitagabend bei einem Online-Forum zur Situation in Sachsen.

Update, 30. Januar, 12.27 Uhr: Ab heute! Tschechien macht Grenzen dicht

Tschechien macht ab Samstag seine Grenzen dicht! Ausländern ist die Einreise nur noch in notwendigen Fällen erlaubt. Das teilte das tschechische Außenministerium in Prag am Freitagabend mit.

Mehr dazu in unserem >>>ausführlichen Bericht.

Bereits im April 2020 machte Tschechien wegen Corona seine Grenzen nach Deutschland dicht. Nun, fast ein Jahr später, gibt es wieder Grenzschließungen.
Bereits im April 2020 machte Tschechien wegen Corona seine Grenzen nach Deutschland dicht. Nun, fast ein Jahr später, gibt es wieder Grenzschließungen.  © Hendrik Schmidt/dpa

Update, 30. Januar, 9.20 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Samstag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 32 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9579 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 68,2.

Außerdem meldet das RKI drei weitere Todesfälle. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Chemnitz auf 343.

Update, 30. Januar, 9.15 Uhr: Trotz geschlossener Spielhallen: Gefahr für Spielsucht bleibt in Corona-Zeiten hoch

Spielhallen und Kasinos sind wegen der Corona-Pandemie seit Wochen dicht: Die Spielsucht nimmt in Sachsen aber weiter zu. Die Zahl der Süchtigen sei zwar noch relativ niedrig. "Aber es zeichnet sich ein steigender Trend ab", sagte der Leiter der Sächsischen Landesstelle gegen die Suchtgefahren (SLS), Olaf Rilke, in Dresden in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Einrichtungen der Suchtberatung. Nach seinen Angaben wird von landesweit etwa 5000 bis 15.000 Menschen ausgegangen, die von den Spielautomaten nicht lassen können. Etwa drei Prozent jener, die bei Suchtberatungsstellen Hilfe suchten, leiden demnach an Spielsucht.

Als pathologisch spielsüchtig gilt, wer die Kontrolle über sein Spielverhalten verloren hat und trotz hoher Verluste und sozialer Probleme damit nicht aufhören kann. "Das Glücksspielen wird Lebensmittelpunkt. Familien, Beruf, andere Interessen werden vernachlässigt", sagte Rilke. In der Regel sei die ganze Familie finanziell betroffen. Etwa jeder vierte Süchtige habe Spielschulden von mehr als 25.000 Euro. Vor allem Geldspielautomaten wird ein hohes Suchtpotenzial nachgesagt. Süchtig machen können aber auch Lotto, Sportwetten, Roulette, Kartenspiele und illegale Glücksspiele.

Zwar gebe es noch keine konkreten Hinweise zum Einfluss der Corona-Pandemie auf das Suchtverhalten. Dennoch würden Kontakteinschränkungen und Zukunftsängste den Suchtmittelmissbrauch begünstigen, sagte Rilke. Denkbar sei, dass Spielhallenbesucher während des Lockdowns teilweise auf das Online-Glücksspiel im Internet umstiegen. Aber nicht alle. "Viele von ihnen sind auf das Automatenspiel fixiert, schätzen die Spielhallen-Atmosphäre, die Begegnung mit Mitspielern. Sie fühlen sich dort wie zu Hause."

Die Gefahr für Spielsucht ist auch in Corona-Zeiten hoch (Symbolbild).
Die Gefahr für Spielsucht ist auch in Corona-Zeiten hoch (Symbolbild).  © picture alliance / Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 29. Januar, 16.24 Uhr: Mehr als doppelt so viele Todesfälle im Dezember

Im vergangenen Jahr sind in Sachsen deutlich mehr Menschen als in den Vorjahren gestorben. Insgesamt starben 61.948 Menschen, wie aus den am Freitag veröffentlichten, vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Im Vergleichszeitraum der Jahre 2016 bis 2019 hatte die Zahl stets unter 56.000 gelegen.

Auch bundesweit sind 2020 mehr Menschen gestorben. Insgesamt führt die vorläufige Statistik für das Jahr rund 982.500 Sterbefälle auf; das ist ein fünfprozentiger Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. "Die gestiegenen Sterbefallzahlen im Jahr 2020 sind größtenteils auf eine Zunahme von Sterbefällen in der Altersgruppe der ab 80-Jährigen zurückzuführen", hieß es vonseiten des Bundesamtes. "Die Sterbefallzahlen der unter 80-Jährigen liegen etwa auf dem Vorjahresniveau."

Besonders auffällig sei die Entwicklung während der zweiten Corona-Welle in Sachsen. Im November stieg die Zahl der Sterbefälle im Vergleich zum Schnitt der vier Vorjahre um 39 Prozent an. Im Dezember lag die Zahl mit 9863 mehr als doppelt so hoch wie der Vierjahresschnitt.

Update, 29. Januar, 14.19 Uhr: Weniger Studienanfänger im Sommersemester in Sachsen

Die Zahl der Studienanfänger in Sachsen ist im Sommersemester 2020 im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Drittel gesunken. Nach Angaben des Statischen Bundesamts haben 1341 Menschen im Sommersemester ein Studium in Sachsen begonnen. Im Vorjahreszeitraum waren es demnach mehr als 2000 Erstsemester.

Auch deutschlandweit verzeichnete das Statistische Bundesamt einen Rückgang bei den Studienanfängern: Im Sommersemester 2020 nahmen insgesamt rund 71.600 Studierende erstmals ein Studium an einer deutschen Hochschule auf, 8000 weniger als im Sommersemester 2019. Es bestehe ein Zusammenhang zwischen dem Rückgang und der Corona-Pandemie, hieß es. So begannen etwa deutlich weniger ausländische Studierende ein Studium.

Auch in Sachsen macht sich der Rückgang besonders bei den ausländischen Studienanfängern bemerkbar. Laut Statistik nahmen 931 ausländische Studierende ein Studium im Sommersemester 2020 im Freistaat auf; im Vorjahr waren es noch fast 1500.

Trotz der Pandemie ist aber die Zahl aller Studierenden an deutschen Hochschulen gestiegen. 2.723.100 Studierende waren im Sommersemester 2020 an einer Hochschule in Deutschland eingeschrieben. Das waren 0,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Update, 29. Januar, 13.43 Uhr: 99 Millionen Euro "Novemberhilfen" ausgezahlt

An Unternehmen und Soloselbstständige in Sachsen wurden bisher rund 99 Millionen Euro Novemberhilfe ausgezahlt. Damit seien rund 5500 von 15.000 Anträgen vollständig beglichen, teilte das Wirtschaftsministerium am Freitag in Dresden mit.

Seit 12. Januar könne das Geld im Auftrag des Bundes ausgezahlt werden, zuvor waren nur Abschläge möglich. Derweil müssen Betroffene des Corona-Lockdowns weiter auf die Wirtschaftshilfen für Dezember warten. Bisher habe der Bund keinen Termin für den Beginn der Auszahlungen festgelegt, informierte das Ministerium. Es seien bisher nur Abschläge in Höhe von insgesamt 65,9 Millionen Euro überwiesen worden.

Update, 29. Januar, 12.32 Uhr: Gaststätte hat unerlaubt geöffnet

Am Donnerstagabend erhielt die Polizei einen Hinweis, dass in der Neundorfer Vorstadt in Plauen mehrere Personen in einer Gaststätte seien. "Die Beamten überprüften dies und stellten in den Gasträumen insgesamt sechs Personen verschiedener Hausstände im Alter zwischen 20 und 69 Jahren fest, darunter auch der Wirt", teilte die Polizei am Freitag mit.

Gegen den Wirt wurde Anzeige wegen des Öffnens und Betreibens von nicht zulässige Einrichtungen erstattet. Auch die übrigen Personen erhielten Anzeigen.

Update, 29. Januar, 11.43 Uhr: Corona-Lockdown lässt Bedarf an Kurzarbeit steigen

Mit dem neuerlichen Corona-Lockdown seit Anfang November greifen Sachsens Unternehmen wieder stärker zur Kurzarbeit. Seit November hätten rund 17.000 Betriebe neu Kurzarbeit angezeigt für mehr als 150.000 Beschäftigte, sagte der Geschäftsführer der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Klaus-Peter Hansen, am Freitag. Die Anzeigen kämen vor allem aus den von Schließungen besonders betroffenen Branchen wie Hotels und Gaststätten, Handel, dem Freizeitsektor, aber auch von Fahrschulen und Taxiunternehmen. Wie viele Menschen derzeit tatsächlich in Kurzarbeit sind, lässt sich erst in einigen Monaten genau beziffern.

"Die Kurzarbeit stützt weiter massiv den Arbeitsmarkt", konstatierte Hansen. So sei der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar im Vergleich zu den Vorjahren moderat. Die Zahl der Männer und Frauen in Sachsen ohne Job lag bei knapp 139.000 (Stichtag: 13. Januar) - plus 10.800 im Vergleich zum Vormonat und fast 18.000 mehr als vor einem Jahr. Die Quote stieg seit Dezember um 0,6 Punkte auf 6,6 Prozent.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit betrifft den Angaben zufolge vor allem junge Menschen. Im Vergleich zu Januar 2020 sei die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 15 bis 24 Jahre um fast 22 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Der Anstieg über alle Altersgruppen hinweg lag deutlich niedriger bei rund 15 Prozent.

Update, 29. Januar, 11.09 Uhr: Chemnitz erlässt zwei Allgemeinverfügungen

Chemnitz hat zwei Allgemeinverfügungen für die Stadt erlassen. Um was es dabei geht und was Ihr nun beachten müsst, könnt Ihr >>>hier in unserem ausführlichen Bericht lesen.

Update, 29. Januar, 11 Uhr: Wann fällt die Ausgangssperre?

Die Stadt Chemnitz hat nun schon seit einigen Tagen eine Inzidenz unter 100. Deshalb fragen sich viele Chemnitzer, wann die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben wird. Nun gab die Stadt Chemnitz dazu bekannt, dass es trotz der guten Werte derzeit keine Möglichkeit gebe, die Ausgangssperre aufzuheben. Nach der neuen Corona-Schutzverordnung des Freistaates müssen sowohl die Stadt/der Landkreis als auch der Freistaat gleichzeitig fünf Tage unter 100 liegen. Das Land Sachsen hat diese Marke bislang noch nicht erreicht.

Dazu erklärt Oberbürgermeister Sven Schulze: "Wir freuen uns über die positive Entwicklung bei den Inzidenzzahlen in Chemnitz, ohne dass wir deswegen sorglos oder leichtsinnig werden. Abstandsregelungen und die Beachtung der Hygieneregeln sind nach wie vor wichtig. Viele Chemnitzerinnen und Chemnitzer halten sich seit Wochen an die zweifellos einschneidenden Beschränkungen des Lockdowns. Für die Akzeptanz der Maßnahmen ist es aber wichtig, dass nachvollziehbare und erreichbare Ziele gesetzt werden. Die Menschen brauchen eine Perspektive und einen Plan, der sich nicht von Verordnung zu Verordnung quasi 'über Nacht' wieder ändert."

Update, 29. Januar, 9.31 Uhr: Corona-Impfungen geraten ins Stocken

In Chemnitz haben bereits mehr als 3000 Personen eine Corona-Impfung erhalten. Doch wegen des Lieferengpasses bei Biontech/Pfitzer stockt die Terminvergabe.

Den ausführlichen Bericht könnt Ihr >>>hier nachlesen.

Update, 29. Januar, 8.34 Uhr: Corona verdrängt Grippe, Bronchitis & Co.

Nach Angaben der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) Chemnitz sind die Fehltage von Arbeitnehmern aufgrund von Infektionserkrankungen stark zurückgegangen. Offenbar zeigen die Hygieneregeln Wirkung.

Alle Einzelheiten dazu, erfahrt Ihr >>>hier.

Update, 29. Januar, 7.51 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Freitag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 56 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9547 Corona-Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner sinkt weiter auf 62,1.

Es wurden sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona wurden gemeldet. Die Zahl der Verstorbenen steigt damit auf 340.

Update, 28. Januar, 20.11 Uhr: Kretschmer im Online-Dialog auch mit Corona-Kritikern

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) setzt am Freitag seinen Dialog mit Bürgern zu den Corona-Maßnahmen der Regierung fort. An der Online-Veranstaltung sollen auch Kritiker der Einschränkungen teilnehmen. Die Staatskanzlei in Dresden hatte den Dialog mit ihnen vor wenigen Tagen erneut verteidigt. Politiker mehrerer Parteien hatten Kretschmer kritisiert, weil sie ein Gespräch mit Leugnern der Pandemie und anderen Kritikern für aussichtslos halten. Am 10. Januar waren aufgebrachte Bürger vor dem Privathaus Kretschmers in Großschönau im Zittauer Gebirge aufgetaucht und hatten den Regierungschef dort zur Rede gestellt. Er brach das Gespräch erst ab, als eine Frau sich einen Mundschutz in den Farben der Reichskriegsflagge überstreifte.

Die Online-Diskussion setzt nun eine Reihe von Veranstaltungen der Konrad-Adenauer-Stiftung fort. Die jetzige Debatte richtet sich vor allem an Bürger aus der Zittauer Region, aber auch andere haben nach Anmeldung Zugang. Sie steht unter dem Motto "Fakten statt Fake News - Fragen und Antworten zur Corona-Krise am Beispiel des Dreiländerecks". Neben dem Regierungschef nehmen der Zittauer Oberbürgermeister Thomas Zenker, der Ärztliche Direktor des Krankenhauses Zittau, Mathias Mengel, sowie die Leiterin des Görlitzer Pflegeheims "Am Stadtpark", Bergit Kahl, teil.

Update, 28. Januar, 17.29 Uhr: Sachsen will Exit-Strategie für Corona vorlegen

Sachsen will ein Ausstiegsszenario für die Corona-Einschränkungen vorlegen. Auf einen genauen Zeitpunkt wollte sich Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Donnerstag aber nicht festlegen. Das Szenario solle festlegen, ab welchen Inzidenzen man was regelt. Das hänge aber nicht nur von diesen Zahlen ab, sondern auch von der Stärke der Gesundheitsämter. "Es gibt also mehrere Faktoren, die dort eine Rolle spielen." Dinge wie die Ausgangssperre und die 15-Kilometer-Regel würden dann zur Disposition stehen. "Ich wage mir einfach noch kein genaues Datum", sagte die Ministerin.

Zugleich erinnerte Köpping daran, dass sich Bund und Länder bei solchen Dingen absprechen wollen. Man habe sich zu einem relativ einheitlichen Vorgehen verständigt. Man müsse aber auch anschauen, wie unterschiedlich sich die Situation in den einzelnen Bundesländern entwickelt. Sachsen sei von Nachbarländern mit einem hohen Infektionsgeschehen umgeben. Deshalb müsse man hier anders diskutieren als in Schleswig-Holstein. Das Bundesland im Norden will ab Mitte Februar einen Stufenplan zur Lockerung in vier Etappen umsetzen.

Unterdessen überschritt Sachsen eine weitere Schwelle bei Todesfällen im Zusammenhang mit Corona. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums kamen binnen eines Tages 149 Fälle dazu, womit die Zahl der Toten nun bei 6142 liegt. Seit Beginn der Pandemie haben sich nachweislich 178.333 Menschen im Freistaat infiziert. Aktuell liegen 1981 Frauen und Männer mit einer Covid-19-Infektion im Krankenhaus, davon 395 auf der Intensivstation.

Die Situation in den Krankenhäusern habe sich etwas entspannt, sagte Köpping. "Wir gehen jetzt relativ gut voran." Aber auch eine Inzidenz von 130 sei noch hoch.

Update, 28. Januar, 16.42 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Corona-Zahlen in Sachsen.
Die aktuellen Corona-Zahlen in Sachsen.  © TAG24

Update, 28. Januar, 15.31 Uhr: Frisöre protestieren auf Neumarkt

In Chemnitz protestieren derzeit Frisöre auf dem Neumarkt gegen die Schließung im aktuellen Lockdown. Mehr zu der Demo erfahrt Ihr >>>hier in unserem ausführlichen Bericht.

Auf dem Chemnitzer Neumarkt demonstrieren Frisöre gegen die Schließung ihrer Geschäfte.
Auf dem Chemnitzer Neumarkt demonstrieren Frisöre gegen die Schließung ihrer Geschäfte.  © Ralph Kunz

Update, 28. Januar, 13.13 Uhr: Zum Einkaufen nach Tschechien gefahren: Shopping-Trip endet mit Quarantäne

Am Mittwoch kontrollierte die Polizei erneut den Grenzverkehr zwischen Sachsen und Tschechien. Es ging vor allem um die Einhaltung der geltenden Corona-Einreisebestimmungen. Insgesamt wurden 13 Fahrzeuge und 19 Personen kontrolliert - sechsmal wurden Bußgelder verhängt.

Dabei handelte es sich um einen VW-Fahrer (31) mit seiner Insassin (30) und um einen weiteren VW-Fahrer (35) und dessen drei Mitfahrerinnen (34, 34, 35). Sie waren alle zum Einkaufen nach Tschechien gefahren, konnten zudem bei der Kontrolle am Grenzübergang in Reitzenhain nicht die erforderlichen Einreiseanmeldungen nachweisen.

Die sechs Personen müssen sich nun in häusliche Quarantäne begeben. "Das zuständige Gesundheitsamt wurde zudem über die Sachverhalte informiert", so ein Polizeisprecher.

Die Polizei kontrolliert stichprobenartig an der deutsch-tschechischen Grenze in Reitzenhain. Am Mittwoch ertappten die Beamten sechs Personen, die von einem Shopping-Trip aus Tschechien kamen.
Die Polizei kontrolliert stichprobenartig an der deutsch-tschechischen Grenze in Reitzenhain. Am Mittwoch ertappten die Beamten sechs Personen, die von einem Shopping-Trip aus Tschechien kamen.  © Haertelpress

Update, 28. Januar, 11.46 Uhr: Aktuelle Zahlen für Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Donnerstag (Stand 11 Uhr) für Chemnitz 24 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9491 Corona-Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner sinkt auf 62,9. Damit ist die Inzidenz so niedrig, wie zuletzt im Oktober vergangenen Jahres.

Update, 28. Januar, 6.16 Uhr: Ab heute neue Corona-Verordnung für Sachsen: Ausweitung der Maskenpflicht

In Sachsen gelten ab heute neue Corona-Regeln. Unter anderem müssen dann beim Einkaufen sowie in Bus und Bahn Masken mit besserem Schutz getragen werden. Dazu zählen OP-Masken oder Filtermasken der Schutzklasse FFP2. Eine einfache Stoffmaske ist dann dort tabu - darf aber weiterhin auf der Straße getragen werden.

Auch in Kirchen und Gesundheitseinrichtungen wie Arztpraxen müssen Besucher mindestens eine OP-Maske tragen. Zudem müssen Arbeitgeber mehr Homeoffice ermöglichen, wenn dem keine zwingenden Gründe entgegenstehen. Nach Bund-Länder-Beratungen hat Sachsen seine Landesverordnung in einigen Punkten nachgeschärft. Die Regeln gelten nun bis zum 14. Februar.

Städte und Landkreise bekommen zudem mehr Freiheit bei Entscheidungen: Sinkt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche an fünf Tagen nacheinander unter 100, können sie die nächtlichen Ausgangssperren aufheben.

Ab Donnerstag gilt in Sachsen unter anderem in Bus und Bahn: Fahrgäste müssen OP-Masken oder Filtermasken der Schutzklasse FFP2 tragen.
Ab Donnerstag gilt in Sachsen unter anderem in Bus und Bahn: Fahrgäste müssen OP-Masken oder Filtermasken der Schutzklasse FFP2 tragen.  © Kristin Schmidt

Update, 28. Januar, 6.05 Uhr: Corona-Lockdown lässt Erlöse vieler Kunsthandwerker bröckeln

Der Corona-Lockdown hat dem Kunsthandwerk im Erzgebirge das wichtige Weihnachtsgeschäft vermiest. Weil Läden schließen mussten, Weihnachtsmärkte ausfielen und keine Touristen mehr ins Erzgebirge kamen, fanden viele Nussknacker, Räuchermänner und Pyramiden keine Käufer.

Immerhin habe der Handel im Internet einiges kompensieren können, sagte der Geschäftsführer des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller, Frederic Günther, der Deutschen Presse-Agentur. Er schätzt, dass der Umsatzrückgang im vergangenen Jahr bei etwa 20 Prozent liegt. D

ie Umfrage bei den Unternehmen sei aber noch nicht abgeschlossen. Und die einzelnen Betriebe seien unterschiedlich stark betroffen.

Erzgebirgische Holzkunst verkaufte sich wegen des Lockdowns nur schwer.
Erzgebirgische Holzkunst verkaufte sich wegen des Lockdowns nur schwer.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild

Update, 27. Januar, 18 Uhr: Neue Corona-Verordnung für Sachsen - Ausweitung der Maskenpflicht

In Sachsen gelten vom Donnerstag an neue Corona-Regeln. Unter anderem müssen dann beim Einkaufen sowie in Bus und Bahn Masken mit besserem Schutz getragen werden. Dazu zählen OP-Masken oder Filtermasken der Schutzklasse FFP2. Eine einfache Stoffmaske ist dann dort tabu - darf aber weiterhin auf der Straße getragen werden.

Auch in Kirchen und Gesundheitseinrichtungen wie Arztpraxen müssen Besucher mindestens eine OP-Maske tragen.

Zudem müssen Arbeitgeber mehr Homeoffice ermöglichen, wenn dem keine zwingenden Gründe entgegenstehen. Nach Bund-Länder-Beratungen hat Sachsen seine Landesverordnung in einigen Punkten nachgeschärft. Die Regeln gelten nun bis zum 14. Februar.

Städte und Landkreise bekommen zudem mehr Freiheit bei Entscheidungen: Sinkt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche an fünf Tagen nacheinander unter 100, können sie die nächtlichen Ausgangssperren aufheben.

Update, 27. Januar, 14.45 Uhr: IHK kritisiert weitere Ablehnung von "Click&Collect" in Sachsen

Die Inustrie- und Handelskammer (IHK) Leipzig hat sich mit Blick auf die neue Corona-Schutzverordnung verägert gezeigt. "Es ist enttäuschend und frustrierend, dass Sachsen - als nunmehr einziges Bundesland – Einzelhändlern auch mit der neuen Corona-Schutzverordnung weiterhin die Möglichkeit verwehrt, 'Click & Collect' zu nutzen", kritisierte der Leipziger IHK-Präsident Kristian Kirpal am Mittwoch.

Die rigorose Haltung des Freistaates sei nicht erklärbar. Händler kritisieren schon seit Wochen, dass es anders als in anderen Bundesländern in Sachsen nicht die Möglichkeit gibt, Ware online zu bestellen und dann in den Läden vor Ort abzuholen - auch wenn sie coronabedingt geschlossen sind.

Die Abholung von Produkten an der Ladentür - auf Vorbestellung unter Einhaltung der Hygienebestimmungen - müsse umgehend ermöglicht werden, forderte Kirpal. Am Donnerstag tritt die neue Landesverordnung in Kraft, die unter anderem eine Verlängerung des Lockdowns und eine schärfere Maskenpflicht vorsieht.

Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hatte in der Vergangenheit angekündigt, die Einführung eines solchen Systems zu prüfen - allerdings erst bei deutlich sinkenden Infektionszahlen.

Update, 27. Januar, 13.51 Uhr: Stadt Chemnitz sagt Jahrmarkt im Februar ab

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation hat die Stadt Chemnitz den für Montag (1. Februar) geplanten Jahrmarkt rund ums Rathaus abgesagt. Die derzeit gültige Corona-Schutz-Verordnung untersagt die Durchführung von Jahrmärkten. Laut der Stadt wurden die Händler bereits informiert.

Update, 27. Januar, 13 Uhr: Sachsen plant "Gesundheitsnotstandsgesetz"

Sachsens Regierung plant nach einem Bericht der "Sächsischen Zeitung" ein "Gesundheitsnotstandsgesetz". Mitten in der Corona-Pandemie wolle das Land die rechtlichen Möglichkeiten zum Durchsetzen staatlicher Schutz- und Hilfsmaßnahmen erweitern, berichtete die Zeitung am Mittwoch. Das Sozialministerium wollte sich auf Anfrage nicht zu Details äußern.

"Es gibt zurzeit im Innenministerium sowie im Gesundheitsministerium Überlegungen, wie im Falle eines Gesundheitsnotstandes Material- und Personalressourcen gesichert werden können", teilte das Sozialressort aber mit. Die für einen derartigen Gesetzentwurf notwendigen Rahmenbedingungen befänden sich noch in der Abstimmung. Da es sich um ein noch nicht innerhalb der Staatsregierung abgeschlossenen Verfahren handele, würden Inhalte derzeit nicht kommentiert.

Nach dem Zeitungsbericht soll das Gesetz vorerst bis Ende 2022 gelten. Im Fall eines Notstandes seien alle Bürger und Unternehmen verpflichtet, Auskunft darüber zu geben, ob man im Besitz einer bestimmten Menge von medizinischen, pflegerischen oder sanitären Materials ist, das zur Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung benötigt wird beziehungsweise ob man in der Lage ist, dieses Material herzustellen. Im letzteren Fall könnten die Behörden die Produktion bestimmter Hilfsgüter dann gegen Bezahlung anordnen.

Update, 27. Januar, 11.17 Uhr: Corona-Inzidenzwert in Sachsen weiter rückläufig

Die Dynamik in der Ausbreitung der Corona-Pandemie lässt in Sachsen weiter nach. Am Mittwoch gab das Robert Koch-Institut (RKI) die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen mit 141,0 an. Am Vortag hatte sie noch bei 160,9, am Montag bei 171 gelegen. Bundesweit waren es am Mittwoch 101,0. Nach Ansicht von Experten braucht es einen Wert von weniger als 50, um die Kontaktnachverfolgung komplett zu ermöglichen.

Sachsen war lange Zeit Hotspot der Pandemie in Deutschland. Inzwischen liegen die Länder Thüringen (184,4), Sachsen-Anhalt (181,7) und Brandenburg (150,7) in der Sieben-Tage-Inzidenz vor Sachsen. Die höchste Inzidenz bei einzelnen Landkreisen im Freistaat gab es am Mittwoch in Mittelsachsen mit 220,0.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben in Sachsen von Montag auf Dienstag weitere 123 Menschen an oder mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Toten auf 5914. Seit Beginn der Pandemie wurden insgesamt 175 936 Infektionsfälle durch Labortests bestätigt.

Update, 27. Januar, 7.15 Uhr: Sachsens Corona-Politik unter Beschuss: Regierungs-Kritik aus den eigenen Reihen

Sachsens Corona-Politik gerät immer stärker unter Druck. Neben der Dauerkritik der Opposition am Krisenmanagement der Staatsregierung gibt's jetzt sogar vom Koalitionspartner Feuer: Grünen-Fraktions-Chefin Franziska Schubert (38) konstatiert einen Autoritätsverlust der Regierung in der Pandemie, sieht Fehler und fordert einen neuen Politikstil.

Mehr dazu lest Ihr >>>hier.

Franziska Schubert (38, Grüne) fordert einen neuen Politikstil.
Franziska Schubert (38, Grüne) fordert einen neuen Politikstil.  © Petra Hornig

Update, 27. Januar, 6.51 Uhr: Trauerfeiern gibt es jetzt auch als Livestream

Derzeit dürfen in Sachsen nur zehn Personen an einer Trauerfeier teilnehmen. Das führt häufig dazu, dass nur die engste Familie dem Verstorbenen Lebewohl sagen kann. Trauerredner Carsten Riedel (43) aus Werdau bietet deshalb einen neuen Service im Lockdown an: die Übertragung von Trauerfeiern per Livestream.

Mehr dazu in unserem >>>ausführlichen Bericht.

Carsten Riedel (43) überträgt seine Trauerreden neuerdings auch per Livestream.
Carsten Riedel (43) überträgt seine Trauerreden neuerdings auch per Livestream.  © Kristin Schmidt

Update, 27. Januar, 6 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Mittwoch (Stand 6 Uhr) für Chemnitz 21 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9467 Corona-Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner sinkt weiter auf 80.

Drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona wurden gemeldet.

Update, 26. Januar, 16.50 Uhr: Aktuelle Zahlen in Sachsen

Die aktuellen Zahlen in Sachsen.
Die aktuellen Zahlen in Sachsen.  © TAG24

Update, 26. Januar, 14.31 Uhr: Sachsen passt Corona-Schutzverordnung an - mehr Homeoffice erwünscht

Sachsen hat wie erwartet seine Corona- Schutzverordnung angepasst. Größere Änderungen im Vergleich zur bisherigen Praxis gibt es nicht.

Neu ist beispielsweise die Verpflichtung von Arbeitgebern, ihren Beschäftigten Homeoffice anzubieten - wenn dem keine besonderen Gründe entgegenstehen, erklärte Sozialministerin Petra Köpping (62, SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden.

Mehr dazu erfahrt Ihr >>>hier.

Laut Sozialministerin Petra Köpping (62, SPD) bestehe die Verpflichtung von Arbeitgebern, ihren Beschäftigten Homeoffice anzubieten - wenn dem keine besonderen Gründe entgegenstehen.
Laut Sozialministerin Petra Köpping (62, SPD) bestehe die Verpflichtung von Arbeitgebern, ihren Beschäftigten Homeoffice anzubieten - wenn dem keine besonderen Gründe entgegenstehen.  © Holm Helis

Update, 26. Januar, 14.23 Uhr: Mehr männliche Corona-Todesopfer in Sachsen

Der Corona-Pandemie sind in Sachsen im vergangenen Jahr mehr Männer als Frauen zum Opfer gefallen. Nach Angaben des Sozialministeriums vom Dienstag waren unter den 3403 Menschen, die bis 4. Januar an oder mit einer Covid-19-Erkrankung starben, 1768 Männer und 1635 Frauen. Der Anteil Verstorbener an allen Infizierten (141.060) lag bis zu diesem Zeitpunkt bei 2,4 Prozent.

Der jüngste Covid-19-Tote wurde nur 25 Jahre alt, der älteste 106. Die häufigsten Todesfälle gab es in der Altersgruppe zwischen 80 und 89 Jahren - insgesamt betraf das 1670 Frauen und Männer. Die meisten Todesopfer waren bis zum Stichtag in den Landkreisen Görlitz (460), Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (415) und Erzgebirgskreis (412) zu beklagen.

Mit Stand Montag stieg die Zahl der Todesfälle im Freistaat auf 5791 und Anzahl der nachgewiesenen Infektionen auf 175.194.

In Sachsen sind bislang mehr Männer mit Corona verstorben als Frauen (Symbolbild).
In Sachsen sind bislang mehr Männer mit Corona verstorben als Frauen (Symbolbild).  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 26. Januar, 14.11 Uhr: Sachsen öffnet Berufsschulen für Abschlussklassen

Sachsen will ab dem 8. Februar die Berufsschulen für die Abschlussklassen öffnen. Das kündigte Kultusminister Christian Piwarz (45, CDU) am Dienstag in Dresden nach einer Sitzung des Kabinetts an. Überall dort, wo der Abstand nicht eingehalten werden kann, soll der Unterricht in geteilten Klassen stattfinden.

Wie es für die anderen Schüler vom 15. Februar weitergehe, darüber werde derzeit beraten, so Piwarz. Am 18. Januar waren bereits die Abschlussklassen an Oberschulen und Gymnasien als Erste in die Schulen zurückgekehrt. Bei der Notbetreuung kündigte der Kultusminister weiterhin eine restriktive Regelung an - bisher besuchten bereits 28 Prozent der Kinder eine Notbetreuung.

Update, 26. Januar, 9.15 Uhr: Inzidenzwert in Sachsen wieder gefallen, 353 neue Corona-Infektionen

Die Gesundheitsämter in Sachsen haben dem Robert Koch-Institut (RKI) bis Dienstag 353 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Insgesamt wurden damit seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 mehr als 175 100 Corona-Infektionen in Sachsen nachgewiesen, wie aus der Online-Übersicht des Instituts hervorgeht.

Zugleich stieg die Zahl der Todesfälle um 69 auf 5799. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche wurde mit 160,9 angegeben, am Montag lag der Inzidenzwert in Sachsen bei 171.

Die geringste Infektionsrate im Freistaat weist den Zahlen nach die Stadt Chemnitz mit 86 auf, die höchste der Landkreis Leipzig mit 230,9 gefolgt vom Landkreis Nordsachsen mit 220,3.

Unterdessen will das Kabinett in Dresden die neue Landesverordnung beschließen und damit seine Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie an manchen Stellen nachschärfen. So soll etwa das Tragen medizinischer Masken im öffentlichen Nahverkehr sowie beim Einkaufen in Sachsen zur Pflicht werden - dazu zählen dann OP-Masken oder Filtermasken der Schutzklasse FFP2. Zudem sollen Schulen und Kitas bis Mitte Februar weitgehend geschlossen bleiben. Voraussichtlich zum Ende der Woche soll die neue Corona-Schutzverordnung in Kraft treten.

Update, 26. Januar, 6 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Dienstag (Stand 6 Uhr) für Chemnitz 25 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9446 Corona-Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 86,1.

Ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona wurde gemeldet.

Update, 25. Januar, 20.34 Uhr: Kabinett will neue Corona-Regeln für Sachsen beschließen

Sachsen will seine Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie an manchen Stellen nachschärfen. Dafür will das Kabinett am Dienstag in Dresden (13.00 Uhr) die neue Landesverordnung beschließen. Voraussichtlich zum Ende der Woche soll die neue Corona-Schutzverordnung in Kraft treten.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) angekündigt, dass nach den Bund-Länder-Beschlüssen im Freistaat nur wenig nachjustiert werden soll. So soll etwa das Tragen medizinischer Masken im öffentlichen Nahverkehr sowie beim Einkaufen in Sachsen zur Pflicht werden - dazu zählen dann OP-Masken oder Filtermasken der Schutzklasse FFP2.

Zudem sollen Schulen und Kitas bis Mitte Februar weitgehend geschlossen bleiben

Update, 25. Januar, 16.27 Uhr: Grüne wollen punktuelle Erleichterungen bei Corona-Maßnahmen

Die Grünen pochen auf Erleichterungen bei einzelnen Maßnahmen in der Corona-Pandemie. Am Montag plädierten sie dafür, auch den Abschlussklassen an den Berufsschulen wieder einen Unterricht zu ermöglichen, damit sich die Betroffenen auf ihre Abschlussprüfungen vorbereiten können.

Bislang durften nur die Abschlussklassen der Oberschule, des Gymnasiums, der Beruflichen Gymnasien und der Fachoberschulen wieder zurück zum Unterricht. Das sächsische Kabinett will am Dienstag über die neue Corona- Schutzverordnung entscheiden.

Die Grünen sprachen sich auch dafür aus, dass Alleinerziehende in der Ausbildung ihre Kinder in die Notbetreuung geben können. Für ihre Partei stünden bei den Verordnungen vor allem die Menschen im Fokus, die es besonders schwer haben, sagte Melcher.

"Die hohe Auslastung der Notbetreuung von fast 30 Prozent macht uns Sorgen. Hier sind die Arbeitgeber gefragt, überall wo es geht, Homeoffice anzubieten und mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern flexible Lösungen zu finden."

Update, 25. Januar, 15.43 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Corona-Zahlen in Sachsen.
Die aktuellen Corona-Zahlen in Sachsen.  © TAG24

Update, 25. Januar, 14.24 Uhr: Testpflicht für Pendler an tschechischer Grenze: Wie kontrolliert die Polizei das?

Seit Sonntag gilt bei der Einreise von Tschechien nach Deutschland eine Corona-Testpflicht. Grenzpendler müssen alle 48 Stunden einen negativen Corona-Test vorzeigen. Doch wie kontrolliert die Polizei das? TAG24 hat nachgefragt.

>>>Hier geht's zum Artikel.

An der tschechischen Grenze in Reizenhain (Erzgebirge) wird die Corona-Testpflicht nur stichprobenartig von der Bundespolizei kontrolliert.
An der tschechischen Grenze in Reizenhain (Erzgebirge) wird die Corona-Testpflicht nur stichprobenartig von der Bundespolizei kontrolliert.  © Haertelpress

Update, 25. Januar, 14 Uhr: Linke: Corona-Pandemie droht Armutsproblem zu verschärfen

Die Corona-Pandemie droht nach Ansicht der sächsischen Linken das Armutsproblem in Deutschland zu verschärfen. Als Beleg führte die Linksfraktion im Landtag am Montag auch die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken in bestimmten Bereichen an.

"Der Freistaat muss dafür sorgen, dass Menschen mit geringen Löhnen und Renten sowie Sozialleistungsbeziehende diese Masken kostenlos erhalten", erklärte Parteichefin Susanne Schaper und unterstützte zugleich einen Aufruf von Gewerkschaften und Verbände zu Solidarität in der Krise.

"Wer wenig Geld hat, ist von der Pandemie viel stärker betroffen als Menschen mit existenzsichernden Einkommen", betonte Schaper. Arme Menschen seien beispielsweise stärker auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen und mehr von Kurzarbeit und Jobverlust betroffen.

Sie lebten in kleineren Wohnungen, könnten sich Endgeräte fürs Homeschooling kaum leisten und auch medizinische Masken sowie Desinfektionsmittel schwerer bezahlen: "Solidarität ist das Gebot der Stunde. Deshalb streiten wir weiter für ein gerechtes Steuersystem und eine Corona-Vermögensabgabe der Superreichen."

Update, 25. Januar, 10.11 Uhr: Mehr als 630 neue Corona-Infektionen - Inzidenzwert steigt wieder

Die Gesundheitsämter in Sachsen haben dem Robert Koch-Institut (RKI) bis Montag 632 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet.

Insgesamt wurden damit seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 mehr als 174.800 Corona-Infektionen in Sachsen nachgewiesen, wie aus der Online-Übersicht des Instituts hervorgeht. Zugleich stieg die Zahl der Todesfälle um acht auf 5730. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche wurde mit 171 angegeben, am Sonntag lag der Wert bei 167.

Die geringste Infektionsrate im Freistaat weist den Zahlen nach die Stadt Chemnitz mit 84 auf, die höchste der Landkreis Leipzig mit 229, gefolgt vom Landkreis Nordsachsen mit 226.

Update, 25. Januar, 7.04 Uhr: Sachsens Städte und Kreise unter 200er-Inzidenz: Fällt jetzt die 15-Kilometer-Regel

Lockdown und Lockerungen schließen sich aus. Und doch könnten einige Landkreise in Sachsen schon jetzt einzelne Corona-Bestimmungen kippen - wegen Spielräumen im Verordnungsdschungel.

Mehr dazu in unserem >>>ausführlichen Bericht.

Trotz sinkender Zahlen: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) rät derzeit von Regellockerungen in der Corona-Krise ab.
Trotz sinkender Zahlen: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) rät derzeit von Regellockerungen in der Corona-Krise ab.  © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Update, 25. Januar, 6 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Montag (Stand 6 Uhr) für Chemnitz 24 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9421 Corona-Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 84,8.

Zudem wurden zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet.

Update, 24. Januar, 17 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Sachsen

Die aktuelle Corona-Lage in Sachsen.
Die aktuelle Corona-Lage in Sachsen.  © TAG24

Update, 24. Januar, 11.55 Uhr: Polizei beendet Corona-Party mit 14 Leuten auf dem Kaßberg

Die Polizei musste in der Nacht zu Sonntag in Chemnitz mehrere Parties beenden. Lest >>>hier mehr dazu.

Update, 24. Januar, 10.55 Uhr: Mehr als 900 neue Corona-Infektionen - Virusmutante auch in Halle

Die Gesundheitsämter in Sachsen haben dem Robert Koch-Institut bis Sonntag mehr als 900 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Zugleich stieg die Zahl der Todesfälle um 52 auf 5722, wie aus der Online-Übersicht des Instituts hervorgeht. Insgesamt wurden damit seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 mehr als 174.000 Corona-Infektionen in Sachsen nachgewiesen. Die Wocheninzidenz veränderte sich zum Sonntag kaum und wurde mit 167 angegeben - weiterhin deutlich über dem Bundesschnitt von 111 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche.

Die geringste Infektionsrate im Freistaat weist den Zahlen nach die Stadt Chemnitz mit 81 auf, die höchste der Landkreis Bautzen mit 242.

Derweil zieht die bei einem Routine-Screening in Leipzig entdeckte südafrikanische Variante des Coronavirus weitere Kreise. Die Stadt selbst hatte zum Wochenende acht weitere Infektionen mit der besonders ansteckenden Mutation gemeldet. Die Spur zieht sich auch ins benachbarte Halle in Sachsen-Anhalt. Laut Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) haben sich zwei Verdachtsfälle bestätigt. In beiden Fällen habe es eine direkte Kontaktkette zu Personen in Leipzig gegeben, bei denen die Virusmutation zuvor nachgewiesen worden war.

Update, 24. Januar, 7 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Sonntag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 16 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9397 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 81,2.

Außerdem meldet das RKI drei weitere Todesfälle. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Chemnitz auf 328.

Update, 23. Januar, 14.46 Uhr: Sonderregelung für Einreise von Pendlern aus Tschechien in Kraft

Nach Einstufung Tschechiens als Corona-Hochrisikogebiet hat Sachsen für Grenzpendler Ausnahmen von der verschärften Testpflicht verfügt. Laut einer am Samstag in Kraft getretenen Allgemeinverfügung müssen sich Menschen, die zur Arbeit nach Sachsen einreisen, wöchentlich nur zweimal auf das Coronavirus testen lassen. Der Test ist auch erst nach der Einreise möglich, muss aber vor Arbeitsbeginn erfolgen. Für die Ausnahme müssen Betroffene bei der Einreise einen gültigen Arbeitsvertrag vorweisen können.

Begründet wurde der Schritt damit, dass viele Menschen aus Tschechien in Sachsen arbeiten - laut Staatskanzlei mehr als 10.000. Damit soll die "Funktionsfähigkeit" der Betriebe in der Grenzregion sichergestellt werden. Für Grenzpendler aus Polen ändert sich nichts - das Land gilt nicht als Hochinzidenzland.

"Hochinzidenzgebiete" sind Länder mit deutlich höheren Infektionszahlen als in Deutschland. Der Grenzwert ist eine Inzidenz von 200. Darunter fallen mehr als 20 Länder - neben Tschechien auch Spanien, Portugal, Ägypten, Israel und die USA. Für Einreisende aus diesen Ländern gilt ab Sonntag eine strengere Testpflicht.

Update, 23. Januar, 11 Uhr: Fast 1400 Corona-Neuinfektionen gemeldet

Die Gesundheitsämter in Sachsen haben dem Robert Koch-Institut zuletzt fast 1400 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Zugleich wurden 153 weitere Todesfälle bekannt, wie aus der Online-Übersicht des Instituts vom Samstag hervorgeht. Die Zahl stieg damit auf 5670.

Die Wocheninzidenz blieb mit 169 auf dem Niveau des Vortages. Im bundesweiten Vergleich liegt Sachsen damit weiter auf Platz 4 der Länder mit dem höchsten Infektionsgeschehen hinter Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

Die geringste Infektionsrate im Freistaat weist nach RKI-Zahlen die Stadt Chemnitz mit knapp 88 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen auf; die höchste der Landkreis Bautzen mit einer Quote von 260.

Update, 23. Januar, 7.20 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Samstag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 61 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9381 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 87,7.

Außerdem meldet das RKI zwei weitere Todesfälle. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Chemnitz auf 325.

Update, 22. Januar, 14.21 Uhr: Bislang keine weiteren Fälle der südafrikanischen Virus-Mutation

Nach dem Auftauchen einer besonders ansteckenden südafrikanischen Variante des Coronavirus bei einer Frau in Leipzig sind bisher keine weiteren Infektionen bekannt geworden. Die Nachverfolgung von Kontakten laufe und werde übers Wochenende fortgesetzt, sagte ein Sprecher der Stadt am Freitag auf Anfrage. Zur Zahl der Kontakte der Infizierten, bei denen sich weitere Menschen mit der Virus-Mutation angesteckt haben könnten, konnte er keine genauere Angabe machen.

Am Donnerstag hatten Stadt und Universitätsklinikum darüber informiert, dass erstmals in Sachsen zufällig diese in Südafrika verbreitete Mutation nachgewiesen wurde. Entdeckt wurde sie bei einem Routine-Screening aller Patienten des Uniklinikums bei einer Frau Mitte 20. Sie war zu Wochenbeginn dort wegen einer Notfallbehandlung, danach aber wieder nach Hause geschickt worden. Den Angaben nach hatte sie keinerlei Symptome einer Corona-Infektion und ist inzwischen in häuslicher Quarantäne.

Laut der Virologie des Universitätsklinikums handelt es sich "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit" um den Stamm B.1.351, der vorige Woche schon in anderen Bundesländern aufgetreten war. Die Experten arbeiten nach Angaben vom Freitag weiter daran, das Virus-Genom des Erregers vollständig zu analysieren. Das wird aber noch mehrere Tage dauern.

Update, 22. Januar, 14.03 Uhr: Auseinandersetzung mit Stadtordnungsdienst

Am Donnerstagabend hat der Chemnitzer Stadtordnungsdienst in der Blücherstraße eine vierköpfige Personengruppe kontrolliert. "Einer der dort Angetroffenen reagierte jedoch unkooperativ und gab bei der Kontrolle seine Personalien nicht an. Einer anschließenden Durchsuchung nach Ausweispapieren widersetzte er sich und schlug nach den Bediensteten", teilte die Polizei Chemnitz am Freitag mit. Die Stadtmitarbeiter wurden nicht getroffen und blieben unverletzt.

Der Mann konnte schließlich überwältigt werden. Die Polizei nahm Anzeigen gegen den 63-Jährigen, der zum Tatzeitpunkt betrunken war, auf.

Update, 22. Januar, 11.16 Uhr: Corona-Infektionsrate erneut gesunken

Der Lockdown zeigt in Sachsen offensichtlich Wirkung und hat das Corona-Infektionsgeschehen weiter gebremst. Die Ansteckungen im Laufe einer Woche sanken nach Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Freitag erneut und wurden mit 169 (Vortag: 186) pro 100.000 Einwohnern ausgewiesen. Damit liegt Sachsen aber immer noch über dem Bundesschnitt von 115 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen.

Nach RKI-Angaben wurden binnen eines Tages im Freistaat knapp 1100 neue Infektionen gemeldet; die Zahl der Todesfälle stieg um 84 auf 5517.

Update, 22. Januar, 8.57 Uhr: Fünf Fragen zur neuen Home-Office-Pflicht

Ab der kommenden Woche gilt die bundeseinheitliche Home-Office-Pflicht. Wie soll das funktionieren, fragen Arzthelfer und Fließbandarbeiterinnen.

>>>Hier gibt's fünf Fragen und Antworten zu dem Thema.

Update, 22. Januar, 8.02 Uhr: Prostituierte aus Chemnitz treffen weiter ihre Freier

Chemnitz im Corona-Lockdown: Alle körpernahen Dienstleistungen sind verboten und liegen brach. Wirklich alle? Die Prostitution läuft an vielen Stellen offenbar munter weiter. Ein Akteur in der Szene schätzt: "Aktuell sind 70 bis 80 Frauen in Chemnitz weiter aktiv, empfangen Freier in ihren Wohnungen."

Wie das Ordnungsamt reagiert, erfahrt Ihr >>>hier.

Update, 22. Januar, 7.59 Uhr: Corona-Aufreger: Schüler zu Mathetest in Schule eingeladen

Bis auf wenige Ausnahmen gilt nach wie vor: Schüler müssen zu Hause lernen. Umso verwunderlicher erschien das Angebot einer Chemnitzer Lehrerin, die ihre Fünftklässler zum Mathe-Test in die Schule eingeladen hatte.

Den kompletten Bericht zu dem Corona-Aufreger könnt Ihr >>>hier lesen.

Update, 22. Januar, 6.42 Uhr: Freistaat pumpt in der Pandemie Millionen in Landesbetriebe

Der Freistaat Sachsen hat seine Landesbeteiligungen im Corona-Jahr 2020 mit Millionensummen gestützt. Ob und in welcher Höhe auch für 2021 Hilfen zur Verfügung gestellt werden, könne noch nicht gesagt werden, teilte das Finanzministerium in Dresden mit.

Ein großer Batzen der Coronamittel ging mit rund 30,7 Millionen Euro an die Mitteldeutsche Flughafen AG. Auf deren Airports in Dresden und Leipzig/Halle waren die Passagierzahlen dramatisch eingebrochen. Ungefähr je die Hälfte des Geldes erhielt die Flughafen AG als Darlehen und als Kapitalzuführung.

Die Sächsischen Staatsbäder erhielten 4,4 Millionen Euro als Coronahilfen. An die Staatlichen Schlösser, Burger und Gärten gingen 3 Millionen Euro. Sie alle hatten unter coronabedingten Schließungen gelitten. Geld bekam auch die seit einiger Zeit kriselnde Porzellan-Manufaktur Meissen - nämlich 2 Millionen Euro. Sechsstellige Beträge gingen an die Festung Königstein, die Landesbühnen Sachsen und die Meissen-Porzellan-Stiftung.

Das Land hatte für seine Betriebe und Beteiligungen insgesamt 71,6 Millionen Euro aus dem Corona-Bewältigungsfonds eingeplant. Der Freistaat ist an insgesamt 30 Unternehmen beteiligt, die 5480 Mitarbeiter haben.

Offen ist noch die Summe, mit der das Land die Leipziger Messe unterstützt. Für eine Auszahlung fehle noch eine beihilferechtliche Genehmigung, teilte das Finanzministerium mit. Die Messe hat wegen der zahlreichen Absagen 2020 nur rund ein Drittel ihres geplanten Umsatzes gemacht. Die Stadt Leipzig, die ebenfalls an der Messegesellschaft beteiligt ist, hat für die Jahre 2020 und 2021 bereits je 15 Millionen Euro zugesagt.

Update, 22. Januar, 6 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Freitag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 67 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9320 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 82,8.

Update, 21. Januar, 17.06 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

Update, 21. Januar, 16.45 Uhr: Erstmals südafrikanische Mutation des Coronavirus in Sachsen

In Sachsen ist eine weitere Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden. Dabei handle es sich um eine südafrikanische Variante, die nach bisherigem Stand deutlich ansteckender sein soll, teilte die Stadt Leipzig am Donnerstag mit.

Mehr Infos dazu >>>hier.

Update, 21. Januar, 16.40 Uhr: Ansturm auf Krankenkassen-Telefone wegen FFP2-Masken

Wegen der zugesagten Versorgung von älteren und vorerkrankten Menschen mit FFP2-Masken laufen bei den Krankenkassen in Sachsen und Thüringen derzeit die Telefone heiß. Es gebe eine sehr große Nachfrage von Versicherten, teilten die AOKplus und die IKK classic am Donnerstag auf Anfrage mit.

Allein bei der AOKplus haben nach eigener Darstellung 1,3 Millionen Menschen in beiden Bundesländern Anspruch auf eine Versorgung mit den - bis auf eine Eigenbeteiligung der Versicherten - vom Bund finanzierten FFP2-Masken. In Thüringen sind es rund 404.000 Versicherte. Bislang seien 500.000 Berechtigungsscheine in beiden Ländern verschickt worden, sagte eine AOK-Sprecherin.

Wann die restlichen Coupons folgen, sei derzeit unklar, hieß es. Es gebe bislang keine Informationen der Bundesdruckerei, wann diese die ausstehenden Berechtigungsscheine liefern kann. Die Bundesdruckerei stellt die fälschungssicheren Dokumente her - laut Bundesgesundheitsministerium für rund 34 Millionen gesetzlich Krankenversicherte bundesweit. Die AOK hat in Sachsen und Thüringen insgesamt rund 3,4 Millionen Versicherte. Auch bei der IKK classic haben die ersten Versicherten in beiden Ländern ihre Berechtigungsscheine erhalten.

Diese sind für Menschen mit besonders hohem Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe bei Covid-19 bestimmt. Dazu zählen Über-60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen. Die Kassen ermitteln den Kreis der Berechtigten aus ihren Versichertendaten. Vorgesehen ist ein Eigenanteil von zwei Euro für je sechs Masken.

FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam aus der ein- oder ausgeatmeten Atemluft, sie bieten aber auch keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Corona-Infektion.

Update, 21. Januar, 12.19 Uhr: Sieben Verstöße in zwei Stunden festgestellt

In der Nacht zu Donnerstag haben Polizisten in Zwickau innerhalb von zwei Stunden mehrere Verstöße gegen die Corona-Schutz-Verordnung festgestellt. In Pöblitz, Marienthal, Neuplanitz und Niederplanitz trafen die Beamten mitten in der Nacht sieben Personen im Alter von 22 bis 47 Jahren an, die sich ohne triftigen Grund in der Öffentlichkeit aufhielten.

Update, 21. Januar, 11.10 Uhr: Zahl der Todesfälle in Sachsen auf Langzeithoch

Mit der Corona-Pandemie hat Sachsen eine Rekordzahl an Todesfällen binnen eines Monats verzeichnet. Fast 9700 Menschen seien im Dezember im Freistaat gestorben, teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag in Kamenz mit. Das seien so viele wie noch nie in einem Monat in den letzten 40 Jahren. Zugleich habe sich die Zahl der Toten im Vergleich zum Vorjahresmonat fast verdoppelt. Im Dezember 2019 hatten die Statistiker noch weniger als 5000 Tote verzeichnet.

Insgesamt starben den Angaben nach 2020 fast 61.800 Menschen in Sachsen (2019: knapp 55.000), im Schnitt 169 pro Tag (151). 4 von 5 Verstorbenen seien 75 Jahre und älter gewesen.

Monatsdaten zu Sterbefällen liegen nach Angaben der Statistiker seit 1980 elektronisch vor. In diesem Zeitraum habe es noch nie einen höheren Monatswert gegeben als im Dezember 2020. Inwieweit andere Faktoren neben der Pandemie zu diesem Höchstwert beigetragen haben, konnten die Fachleute noch nicht sagen. Die abschließende Statistik zu den Todesursachen liege voraussichtlich im Sommer vor, hieß es.

Nach neuesten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) nimmt das Infektionsgeschehen in Sachsen ab. Die 7-Tage-Inzidenz sank demnach auf 186. Nachdem Sachsen einige Zeit negativer Spitzenreiter bundesweit war, belegt das Land nun im Vergleich der Bundesländer nur noch Platz 4 hinter Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Sachsens Gesundheitsämter haben dem RKI nach Angaben vom Donnerstag innerhalb eines Tages mehr als 1800 neue Corona-Infektionen gemeldet. Landesweit wurden damit seit Ausbruch der Pandemie fast 170.800 Fälle bestätigt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronainfektion stieg zuletzt um 126 auf 5433.

Update, 21. Januar, 8.10 Uhr: Deutlicher Rückgang bei vielen Infektionskrankheiten

Die Hygienemaßnahmen in der Corona-Pandemie zeigen offenbar auch Wirkung bei anderen Erkrankungen. Nach Informationen der DAK Gesundheit gab es 2020 in Sachsen einen deutlichen Rückgang bei vielen Infektionskrankheiten. Das ergebe sich aus Daten des Robert Koch-Instituts, teilt die Krankenkasse mit. Für die Analyse seien Zahlen von meldepflichtigen Krankheiten und Erregern wie Grippe, Masern, Tuberkulose, Windpocken und Noroviren berücksichtigt worden.

"Der Rückgang der Infektionskrankheiten zeigt, dass die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie teilweise auch die Übertragung anderer gefährlicher Krankheiten verhindern", erklärte Christine Enenkel, Leiterin der DAK-Landesvertretung in Sachsen. Aber auch Maßnahmen wie Homeoffice, Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen hätten die Übertragung verschiedener Erreger eingedämmt und damit insgesamt einen positiven Einfluss.

Während 2019 in Sachsen noch mehr als 8000 Norovirus-Infektionen gemeldet wurden, waren es ein Jahr später nur noch rund 3200. Bei den Windpocken sank die Zahl von knapp 1800 auf 840. Für die Grippe wurde 2020 ein Rückgang um knapp zwölf Prozent verzeichnet – von knapp 23.000 Fällen auf rund 20.300. Allerdings hat die Grippesaison ihren Höhepunkt normalerweise schon im Januar und Februar, so dass der erste Lockdown im Frühjahr wenig Einfluss gehabt haben dürfte, hieß es.

Laut DAK-Gesundheit nahmen auch andere Infektionen wie Tuberkulose, Salmonellen und das Hantavirus deutlich ab. Bei den Masern wurde – nach 16 gemeldeten Fällen 2019 – im vergangenen Jahr keine einzige Erkrankung mehr dokumentiert. "Zur positiven Entwicklung bei den Masern hat neben den Corona-Maßnahmen sicher auch das seit März 2020 geltende Masernschutzgesetz mit einer Impfpflicht für Schüler und Schulpersonal beigetragen", betonte Enenkel.

Update, 21. Januar, 7.19 Uhr: Impfstoff wird in Sachsen knapp

Der ohnehin schon knappe Corona-Impfstoff wird nächste Woche auch in Sachsen noch knapper. Der Hersteller Biontech kann nicht in vollem Umfang liefern.

Alle HIntergründe gibt es >>>hier.

Update, 21. Januar, 6.38 Uhr: Polizei sprengt Eltern-Versammlung im Erzgebirge

Eine Elternversammlung in Elterlein endete mit einem Polizeieinsatz. Weil das Treffen von 19 Eltern, drei Stadträten und Bürgermeister Jörg Hartmann (60, parteilos) angeblich gegen die Corona-Verordnung verstößt, verteilten die Beamten im Gasthaus "Goldene Sonne" fleißig Knöllchen.

Den ausführlichen Bericht könnt Ihr >>>hier lesen.

Update, 21. Januar, 6 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Donnerstag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 25 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 9253 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 75,1.

Außerdem meldet das RKI vier weitere Todesfälle. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Chemnitz auf 323.

Was bisher geschah, lest Ihr >> hier in unserem Live-Ticker "Coronavirus in Chemnitz".

Titelfoto: Bernd März

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