Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz in der Stadt über 100

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 18.098 Corona-Fälle, 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 103,1 (Stand: 18. Oktober, alle Daten vom RKI).

Der Impfausweis als "Ticket": Sächsische Gastronomen und Veranstalter dürfen Ungeimpfte mit der 2G-Regel ab sofort ausschließen.
Der Impfausweis als "Ticket": Sächsische Gastronomen und Veranstalter dürfen Ungeimpfte mit der 2G-Regel ab sofort ausschließen.  © dpa/Sven Hoppe

Seit dem 22. September gilt in Sachsen die neue Corona-Schutzverordnung.

Mit der zunächst bis 20. Oktober geltenden Verordnung gibt es auch neue Corona-Regeln: Ungeimpfte müssen sich auf das 2G-Modell einstellen, ein zweiter Inzidenz-Wert wird eingeführt: Die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen". Der Wert gibt die Anzahl der Covid-Patienten an, die je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in sächsische Krankenhäuser kommen. Einschränkungen sollen sich künftig auch nach diesem Wert richten.

Es gibt auch nur noch zwei relevante Stufen bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Das sind 10 beziehungsweise 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

Baustellen Chemnitz: Neue Baustellen in Chemnitz: Stau-Gefahr auf Neefestraße
Chemnitz Baustellen Neue Baustellen in Chemnitz: Stau-Gefahr auf Neefestraße

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 18. Oktober, 9.22 Uhr: Corona-Zahlen in Sachsen klettern nach oben

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Sachsen geht weiter steil nach oben. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Montagmorgen 123,3 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Das war nach Thüringen (138,9) der bundesweit zweithöchste Wert.

Am Sonntag lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 113,8. Bundesweit gab das RKI den Wert mit 74,4 an. In Sachsen wurde kein weiterer Todesfall registriert. Binnen eines Tages gab es rund 473 Neuinfektionen. Besonders hoch war die Ansteckungsrate in Mittelsachsen (213,9), am niedrigsten im Vogtlandkreis (42,4).

Update, 18. Oktober, 6.05 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Montag für Chemnitz 16 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 18.098 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt 103,1 (Vortag: 98,6).

Es wurde kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 548 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 17. Oktober, 16 Uhr: Sachsen mit zweithöchster Corona-Inzidenz bundesweit

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Sachsen geht weiter nach oben. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntagmorgen 113,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Das war nach Thüringen (135,6) der bundesweit zweithöchste Wert.

Am Samstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 105,2. Bundesweit gab das RKI den Wert mit 72,7 an. In Sachsen wurde ein weiterer Todesfall registriert - zudem gab es binnen eines Tages rund 800 Neuinfektionen.

Besonders hoch war die Ansteckungsrate in Mittelsachsen (208,3), am niedrigsten im Vogtlandkreis (41,5).

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hatte jüngst vor steigenden Corona-Zahlen und einer "Pandemie der Ungeimpften" gewarnt. In Sachsen sind rund 56 Prozent der Menschen vollständig geimpft - so wenig wie in keinem anderen Bundesland.

Unterdessen steigt auch die Zahl der Corona-Patienten in sächsischen Krankenhäusern. Nach einer Übersicht des Gesundheitsministeriums vom Sonntag waren 221 Betten auf den Normalstationen mit Covid-19-Patienten belegt, auf den Intensivstationen waren es 107. Damit sind die Intensivstationen in den Kliniken laut Behörde zu gut 55 Prozent ausgelastet. Zum Vergleich: Am Samstag vor einer Woche (9. Oktober) wurden auf den Normalstationen 170 Corona-Patienten behandelt, auf den Intensivstationen waren es 82.

Sachsen hat in seiner Landesverordnung einen Schwellenwert eingezogen, ab dann greifen striktere Maßnahmen. So greift etwa eine Vorwarnstufe, wenn 650 Betten auf den Normalstationen oder 180 Betten auf den Intensivstationen mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Trotz steigender Corona-Zahlen will Sachsen grünes Licht für Weihnachtsmärkte und Bergparaden geben. Die neue Corona-Schutzverordnung, die am Dienstag (19. Oktober) im Kabinett beschlossen werden soll, sieht Ausnahmen für "landestypische Veranstaltungen" vor. Bis zum Erreichen der Vorwarnstufe kann auf Regeln wie etwa 3G (Geimpfte, Genesene, Getestete), Kontakterfassung und Besucher-Höchstgrenzen verzichtet werden. Notwendig ist allerdings ein genehmigtes Hygienekonzept, nach dem sich auch die Kontrollen richten. Die neuen Corona-Regeln sollen vom 21. Oktober bis zum 17. November gelten.

Update, 17. Oktober, 7.05 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Sonntag für Chemnitz 33 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 18.082 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt 98,6 (Vortag: 97,8).

Es wurde kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 548 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 16. Oktober, 10.14 Uhr: Corona-Inzidenz klettert in Sachsen auf über 100

Die Corona-Inzidenz in Sachsen hat die 100er-Marke überschritten. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstagmorgen 105,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Am Freitag lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 98,9. Damit liegt Sachsen gleichauf mit Bayern, nur in Thüringen liegt die Inzidenz noch höher (129,1). Bundesweit gab das RKI den Wert mit 70,8 an.

An oder im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung starben in Sachsen sieben weitere Menschen, rund 860 Neuinfektionen binnen eines Tages wurden registriert. Die höchste Ansteckungsrate verbuchte weiterhin Mittelsachsen (183,4), die niedrigste der Vogtlandkreis (41,5).

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hatte bereits Anfang der Woche vor steigenden Corona-Zahlen und einer "Pandemie der Ungeimpften" gewarnt. In Sachsen sind rund 56 Prozent der Menschen vollständig geimpft - so wenig wie in keinem anderen Bundesland.

Update, 16. Oktober, 9.35 Uhr: Kein Testnachweis für Schüler während der Herbstferien erforderlich, Ausnahmen für Kontaktpersonen

Kinder und Jugendliche, die der Testpflicht nach der Sächsischen Schul-und Kita-Coronaverordnung in der Schule unterliegen, brauchen das Nichtvorliegen einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht gesondert nachzuweisen.

Ein Bildungsnachweis ist nicht zwingend erforderlich. Für Schülerinnen und Schüler von weiterführenden Schulen oder Berufsschulen kann es dennoch hilfreich sein, einen Schülerausweis mitzuführen, um diesen auf Nachfrage vorzeigen zu können. Das heißt, Einrichtungen müssen Schülerinnen und Schülern den Zutritt gewähren und die 3G-Regelung als erfüllt ansehen.

Ausnahme: Bei Schülerinnen und Schülern, die als Kontaktpersonen zu infizierten Schülern gelten, gilt weiterhin die Testpflicht. Die betroffenen Schüler erhalten über die Schulen ein Formular, das sie bei den Teststellen vorzeigen können, um eine kostenlose Testung zu erhalten.

Update, 16. Oktober, 8.24 Uhr: Warteschlangen durch Ansturm bei Impfteams in Chemnitz: Plötzlich wollen alle einen Piks!

Auf einmal wollen alle einen Piks! Die Impfstellen in Chemnitz waren in dieser Woche voll ausgelastet. Im Klinikum gab’s sogar einen Annahmestopp.

Mehr dazu in unserem >>>ausführlichen Bericht.

Update, 16. Oktober, 7 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Samstag für Chemnitz 35 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 18.050 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt 97,8 (Vortag: 90,2).

Es wurde kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 548 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 15. Oktober, 18.23 Uhr: Grüne sehen Öffnung von Weihnachtsmärkten in der Pandemie kritisch

Die mitregierenden Grünen sehen die vom Kabinett geplante Öffnung von Weihnachtsmärkten wegen der Corona-Lage kritisch. Sachsen habe bundesweit die niedrigste Impfquote und mit die höchste Inzidenz bei Infizierten, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Kathleen Kuhfuß, am Freitag.

"Und mit diesen schlechten Voraussetzungen gehen wir wider besseres Wissen den nächsten Öffnungsschritten durch die neue Corona-Schutz-Verordnung entgegen." In anderen europäischen Ländern seien viele Einschränkungen gefallen, aber eben auch bei einer deutlich höheren Impfdichte in der Bevölkerung, gab Kuhfuß zu Bedenken.

Zudem sei die Durchsetzung der 2- oder 3G-Regeln in anderen Ländern deutlich konsequenter als in Sachsen. Aktuell würden hierzulande die 3G-Regeln für Geimpfte, Genesene und Getestete in Restaurants und bei großen Menschenansammlungen "großzügig und nahezu ohne Kontrollen" gehandhabt.

Mit der neuen Verordnung soll bis zum Erreichen der Vorwarnstufe bei den Weihnachtsmärkten komplett auf die 3G-Regeln verzichtet werden. Kuhfuß befürchtet deshalb "neue, verhinderbare Infektionen". Man werbe dafür, dass sich Politik bei ihren Entscheidungen an Hinweisen aus der Wissenschaft orientiert. Die Warnungen aus der Medizin zur vierten Welle seien sehr eindeutig.

Update, 15. Oktober, 17.22 Uhr: Innenministerium: Zahl der gefälschten Impfausweise nimmt zu

In Sachsen sind offenbar immer mehr gefälschte Impfausweise im Umlauf. Die Zahl der gemeldeten Fälschungen ist in den vergangenen Monaten gestiegen, wie das sächsische Innenministerium am Freitag auf dpa-Anfrage mitteilte. Demnach wurden seit Mai dieses Jahres insgesamt 22 Fälschungen von Impfausweisen mit Corona-Bezug gemeldet.

In den Monaten Mai und Juni waren es jeweils zwei Fälle, im Juni fünf, im August drei und im September zehn. Bei den Fällen dauern die Ermittlungen laut Ministerium noch an.

Auch im Nachbarland Thüringen war die Zahl der Meldungen zuletzt gestiegen. Entsprechende Hinweise hätten sich zuletzt gemehrt, teilten die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT) und das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Vor allem die Zahl der Meldungen von Verdachtsfällen durch Apotheken sei zuletzt rapide gestiegen.

Titelfoto: Kateryna Kon/123RF, Kristin Schmidt

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