Coronavirus in Chemnitz: "Körpernah und relevant"-Demo in der Stadt

Das Coronavirus in Chemnitz: Nachdem die Inzidenzwerte im Raum Chemnitz stark zurückgegangen waren, steigen die Fallzahlen seit einigen Tagen wieder massiv an. Gleichzeitig wächst der Öffnungsdruck der Bevölkerung, die Politik befindet sich im Zwiespalt!

Wir halten Euch >>> hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz auf dem Laufenden.

Update, 25. März, 20.21 Uhr: Stadt verbietet Corona-Demo in Chemnitz

Wie die Stadt Chemnitz am Donnerstagabend mitteilte, hat sie die für kommenden Samstag geplanten Demonstrationen in der Innenstadt untersagt.

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Update, 25. März, 18.29 Uhr: Sachsen will bei Rücklagen "eiserne Reserve" behalten

Sachsen will angesichts von Unwägbarkeiten bei den Corona-Folgekosten eine Art "eiserne Reserve" an Rücklagen behalten. Konkret geht es um die sogenannte Haushaltsausgleichsrücklage, die Finanzminister Hartmut Vorjohann (CDU) am Donnerstag in einer Fragestunde im Landtag mit "etwas über 1,3 Milliarden Euro" bezifferte.

Er sei froh, dass diese Zahl im Zuge der Haushaltsberatungen immer noch dastehe. Wenn es ab 2023 zu weiteren Einbrüchen komme, sei man gut beraten, diese Rücklage noch zu haben. Alle anderen Rücklagen, die Sachsen durch gutes Wirtschaften in den vergangenen Jahren gebildet habe, seien schon vor der Corona-Pandemie disponiert worden - zum Beispiel für den Breitbandausbau, den Zukunftssicherungsfonds und das Programm "Brücken in die Zukunft".

Update, 25. März, 17.12 Uhr: Verbände fordern mehr Geld vom Land für freie Kulturszene

Die Kultur jenseits der staatlichen und großen kommunalen Einrichtungen braucht aus Sicht der Landeskulturverbände weiterhin finanzielle Unterstützung in der Corona-Pandemie. Sie appellierten in einer Mitteilung vom Donnerstag an Regierung und Landtag, den Bewältigungsfonds aufzustocken. Seit Jahresbeginn würden keine Hilfen über das Härtefall-Programm mehr ausgereicht, obwohl es ursprünglich bis November 2021 geplant war.

"Der Soforthilfe-Zuschuss dient der schnellen Abwendung von Liquiditätsengpässen, damit keine freien Kulturträger pandemiebedingt insolvent gehen", argumentierten die Verbände. Der Auszahlstopp konterkariere das bisherige Engagement, um die gewachsene Kulturlandschaft in ihrer Substanz zu erhalten.

"Niemand möchte in einer neuen Normalität nach Corona aufwachen, in der im Kulturbereich nur noch Staatsbetriebe und große kommunale Einrichtungen existieren." Daran partizipiere nur ein kleiner Teil der Bevölkerung, die Mehrheit nutze auch Angebote der freien Kulturszene und privatwirtschaftlichen -betriebe. Die Besucher von Off-Theatern, Szeneclubs oder Programmkinos "sind genauso viel wert wie die einer Oper oder eines Staatstheaters".

Update, 25. März, 14.48 Uhr: Notbetreuung in den Kitas und Horten der Stadt ab Montag

Die Kindergärten und Horte der Stadt Chemnitz haben in der kommenden Woche nur für Kinder von Eltern aus systemrelevanten Berufen geöffnet.

Grund dafür sind die Regelungen der CoronaSchutz-Verordnung, die ein Schließen aufgrund zu hoher Inzidenz-Werte vorschreibt. Welche Eltern die Notbetreuung in Anspruch nehmen können, steht auf www.chemnitz.de.

Auch ist dort das entsprechende Formular zu finden, das die Eltern sich von ihrem Arbeitgeber abzeichnen lassen müssen.

Die Notbetreuung findet zunächst von Montag, 29. März, bis zum Donnerstag, 1. April, statt. Wie es nach den Feiertagen weitergeht, entscheidet der Freistaat mit der neuen Corona-SchutzVerordnung, die ab dem 1.April gelten und in der kommenden Woche beschlossen wird.

Update, 25. März, 12.49 Uhr: Aue-Bad Schlema beantragt Modellprojekt zum Weg aus der Pandemie

Das Modellprojekt, mit welchem ein Weg aus dem Corona-Lockdown gefunden werden soll, sieht vor, dass eine Öffnung der gastronomischen Betriebe, der Beherbergungsbetriebe, der Unternehmen des Einzelhandels sowie der musealen und kulturell geprägten Einrichtungen unabhängig von den Inzidenzwerten vorzunehmen, analog des Projektes "COVID_EX Projekt Augustusburg".

Gäste, die ein Hotel, Museum, eine Freizeiteinrichtung oder Restaurant besuchen möchten, dürfen dies nach einem negativem Schnelltest, der per QR-Code dokumentiert ist.

Grundlage des Projektes ist die Möglichkeit, jederzeit einen Schnelltest für alle Bürger, Mitarbeiter und Besucher der Stadt anbieten zu können. Deshalb plant die Stadt zusammen mit der Firma Modl Medical GmbH und Schnelltestzentrum Aue Bad Schlema, Oststraße 29einen Drive In Test in Aue- Bad Schlema einzurichten. Hier können alle Personen ohne vorheriger Anmeldung schnell, sicher und effizient getestet werden.

Update, 25. März, 11.26 Uhr: Inzidenz in Sachsen steigt weiter

In Sachsen steigt die Zahl der registrierten Corona-Neuansteckungen weiter. Am Donnerstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 167. Am Tag zuvor belief sich die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche noch auf 154,9. Auch bundesweit kletterte die Inzidenz innerhalb eines Tages von 108 auf 113.

Der Corona-Hotspot Vogtland liegt mit einem Inzidenz-Wert von 417 bundesweit auf dem dritten Rang. In Sachsen liegen mittlerweile laut RKI das Erzgebirge, der Landkreis Zwickau, die Stadt Chemnitz und Nordsachsen über der 200er-Marke.

Als einzige Region in Sachsen lag Leipzig (89) unter der Inzidenz von 100, Dresden lag am Donnerstag knapp darüber.

Update, 25. März, 10.10 Uhr: "Körpernah und relevant"-Demo in Chemnitz

"Körpernah und relevant", so lautet das Motto einer Kundgebung vor dem Roten Turm. Etwa 70 Teilnehmer sind aktuell vor Ort.

Kosmetikerinnen, Tätowierer und andere körpernahe Dienstleister fordern Gleichbehandlung, denn Friseure dürfen aktuell auch öffnen.

>>>Hier lest Ihr mehr dazu.

"Körpernah und relevant"-Demo vor dem Roten Turm am Donnerstag in Chemnitz.
"Körpernah und relevant"-Demo vor dem Roten Turm am Donnerstag in Chemnitz.  © Gabriel Schwab
Etwa 70 Teilnehmer sind bei der Demo dabei.
Etwa 70 Teilnehmer sind bei der Demo dabei.  © Uwe Meinhold

Update, 25. März, 8.10 Uhr: Sächsischer Landtag debattiert erneut über Corona-Pandemie

Sachsens Landtag beschäftigt sich am Donnerstag erneut mit Corona. In der Aktuellen Stunde des Parlamentes soll es um die Lage von Frauen in der Corona-Krise gehen.

Bereits am Mittwoch hatte die Corona-Pandemie im Plenum breiten Raum eingenommen. Für die Regierung informierten Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) und Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) über die aktuelle Lage.

SPD-Wirtschaftsminister Martin Dulig, einer von zwei Stellvertretern Kretschmers im Kenia-Kabinett, konstatierte wachsendes Unverständnis in der Bevölkerung über die Corona-Politik von Bund und Ländern. "Meine große Sorge ist, dass wir bei der schlechten Stimmung, die es in diesem Land gibt, selbst die Wohlwollenden verlieren", sagte Dulig. Selbst er verstehe inzwischen nicht mehr alle Beschlüsse.

Update, 25. März, 6 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Donnerstag (Stand 3.18 Uhr) für Chemnitz 111 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 11.413 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 215,6.

Zudem wurden zwei weitere Todesfälle erfasst. Damit starben bisher in Chemnitz 396 Personen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Update, 24. März, 17.10 Uhr: 117 Praxen im Corona-Hotspot Vogtland impfen

Im Corona-Hotspot Vogtlandkreis können ab sofort 117 Haus- und Fachärzte gegen das Coronavirus impfen. Sie wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Dresden vom Mittwoch mit insgesamt rund 24.000 Impfdosen beliefert. Jede teilnehmende Praxis habe in der Regel 100 bis 400 Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs bestellt. Der Bund hatte mit der Änderung der Impfverordnung den Weg frei gemacht für das Impfen ohne Priorisierung in Hotspot-Gebieten.

In der Region, die mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von aktuell 403,1 landesweiter und auch einer der bundesweiten Hotspots ist, soll dort nach der Freigabe von Astrazeneca nun "zügig und verstärkt" immunisiert werden, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD).

Die Kapazitäten wurden ausgebaut, der Fortgang hänge jedoch von den Impfstofflieferungen ab. Neben zwei Impfzentren in Eich und Plauen sind drei rollende Impfstationen im Vogtland unterwegs. Mit Einbeziehung der Vertragsärzte seien nun rund 5000 Impfungen täglich in dem Landkreis möglich.

Titelfoto: Gabriel Schwab

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