Dem SPD-Stadtrat stinkt's! Ärger um Chemnitzer Klärgruben schwappt ins Rathaus

Chemnitz - Ärger um den Umbau der Walter-Klippel-Straße: Obwohl die Stadt Chemnitz bald die gesamte Straße aufreißt, wird dort keine Kanalisation verlegt, Anwohner müssen weiter mit ihren alten Klärgruben leben (TAG24 berichtete). Doch Adelsberg ist kein Einzelfall in Chemnitz.

Die Bio-Kleinkläranlage von Ilona Günther (67) in Adelsberg. Sie schimpft über ihre Klärgrube.
Die Bio-Kleinkläranlage von Ilona Günther (67) in Adelsberg. Sie schimpft über ihre Klärgrube.  © Uwe Meinhold

Aktuell gibt es in der Stadt noch 3000 abflusslose Klärgruben für Toiletten, dazu 750 biologische Kleinkläranlagen in Vorgärten - sie alle sind nicht an die zentrale Kläranlage in Borna-Heinersdorf angeschlossen.

Daran soll sich auch nichts ändern, heißt es beim ASR.

Diese Aussage stößt bei SPD-Stadtrat Jörg Vieweg (49) auf Protest: "Eine moderne Kommune muss in der Lage sein, die Klärgruben in absehbarer Zeit zu ersetzen durch einen Anschluss an die Kanalisation."

SPD-Stadtrat Jörg Vieweg (49) möchte Bürgern beim Anschluss an die Kanalisation helfen.
SPD-Stadtrat Jörg Vieweg (49) möchte Bürgern beim Anschluss an die Kanalisation helfen.  © Kristin Schmidt

Vieweg will in Sachen Walter-Klippel-Straße aktiv werden: "Ich werde die Stadt fragen, wie viele Anwohner über Klärgruben verfügen, und die Verwaltung auffordern, dass sie mit den Bürgern über den Anschluss an die Kläranlage spricht."

Titelfoto: Uwe Meinhold, Kristin Schmidt

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