Energiekosten! Jetzt wird sogar das Sterben in Chemnitz teurer

Chemnitz - Energiepreise und Steuern verfolgen Gebührenzahler bis zur letzten Ruhe. Die Stadt Chemnitz plant deshalb ab Januar 2023 höhere Friedhofsgebühren.

Einäscherungen im Krematorium Chemnitz werden teurer.
Einäscherungen im Krematorium Chemnitz werden teurer.  © Ralph Kunz

Grund sind "die Anpassung der Kühl- und Einäscherungsgebühren infolge der gestiegenen Energiepreise, die gesetzliche Änderung der Umsatzbesteuerung und gestiegene Grabmalkosten", wie es in der Beschlussvorlage der Stadtverwaltung heißt.

Konkret sollen die Gebühren für eine Einäscherung um 21,50 Euro auf 141,01 Euro steigen. Für die Kühlung Verstorbener werden 42 statt 36 Euro fällig.

Der Platz in einem Urnengemeinschaftsgrab soll mit 2590 Euro künftig 50 Euro mehr kosten, der in einem Baumgrab mit Namensnennung mit 2384 Euro sogar 92 Euro mehr.

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Weil die Nachfrage nach pflegeleichten und kostengünstigeren Gemeinschaftsgrabanlagen in den vergangenen Jahren gestiegen ist, gibt es künftig ein Angebot für die neue Beisetzungsform von Partnerschaftsgräbern in einer Gemeinschaftsanlage. Dort ist der Platz für eine zweite Urne neben dem Partner vorgesehen.

Wer Verstorbene auf dem Städtischen Friedhof zur letzten Ruhe betten will, muss ab 2023 mit höheren Kosten rechnen.
Wer Verstorbene auf dem Städtischen Friedhof zur letzten Ruhe betten will, muss ab 2023 mit höheren Kosten rechnen.  © Ralph Kunz

Zuletzt war die Gebührensatzung für die städtischen Friedhöfe vor zwei Jahren angepasst worden. Der geplanten Erhöhung muss noch der Stadtrat im November zustimmen.

Titelfoto: Ralph Kunz

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