Erste Hilfe, wenn das Handy bimmelt: Chemnitzer CDU fordert "Mobile Retter"

Chemnitz - Bis der Rettungsdienst bei Herz-Kreislauf-Stillständen eintrifft, vergehen oft viel zu viele Minuten beim Kampf um Leben und Tod. Eine neue Smartphone-basierte Ersthelfer-Alarmierung geht dieses Problem an. Die CDU fordert die Stadt dazu auf, die Einrichtung des Systems namens "Mobile Retter" für Chemnitz zu prüfen.

Mandy Zubritzky (48, CDU) zeigt die "Mobile Retter"-App vor der Chemnitzer Rettungsleitstelle.
Mandy Zubritzky (48, CDU) zeigt die "Mobile Retter"-App vor der Chemnitzer Rettungsleitstelle.  © Ralph Kunz

"Dort können sich zum Beispiel Pflegekräfte, Ärzte, Feuerwehrleute oder Polizisten anmelden. Wenn ein Notruf bei der Rettungsleitstelle eingeht, werden Personen, die sich in der Nähe des Notfallortes befinden, ähnlich wie bei der Corona-Warn-App alarmiert", erklärt Mandy Zubritzky (48, CDU).

"Zu oft trauen sich viele Leute nicht, selbst zu helfen, wenn sie bei einem Notfall vor Ort sind."

Andere Städte wie Bielefeld oder Regensburg hätten bereits gute Erfahrungen mit dem System gemacht.

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In einer Stellungnahme der Verwaltung heißt es, dass es derzeit in Sachsen keine Rechtsgrundlage für die Einbindung der "Mobilen Retter" in bestehende Strukturen gibt.

Der Rettungszweckverband sagt aber auch: "Die gezielte und IT-gestützte Einbindung von Laien in die Rettungskette ist grundsätzlich wünschenswert."

Über die App würden Ersthelfer in Nähe eines Notfallortes informiert.
Über die App würden Ersthelfer in Nähe eines Notfallortes informiert.  © privat

Bis 30. November 2022 will die städtische Feuerwehr ein entsprechendes Konzept erstellen.

Titelfoto: privat, Ralph Kunz

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