Gefahr für den Wald? Grüne wollen Südring-Weiterbau stoppen

Chemnitz - Die Grünen wollen den weiteren Ausbau des Südrings in Chemnitz stoppen. Die Strecken-Erweiterung soll laut Planung auf einer Länge von sechs Kilometern von Augustusburger Straße bis zur Eubaer Straße auf vier Spuren verlaufen.

Infoveranstaltung 2017: Der Südring-Ausbau ist von langer Hand geplant. Trotzdem ruft er immer wieder Kritik hervor, wie die von Katharina Weyandt (60, Grüne, r.).
Infoveranstaltung 2017: Der Südring-Ausbau ist von langer Hand geplant. Trotzdem ruft er immer wieder Kritik hervor, wie die von Katharina Weyandt (60, Grüne, r.).  © Sven Gleisberg

Stadträtin Katharina Weyandt (60, Grüne) erklärt, dass der Zeisigwald in diesem Fall die volle Schall-Dröhnung abbekommen würde. Die Straße selbst würde eine schwer überwindbare Barriere für die Waldbewohner darstellen.

Stadtrat Volkmar Zschocke (51, Grüne) sieht das Ganze aus einem pragmatischen Blickwinkel: "Klima- und Coronakrise belasten den Stadthaushalt."

Außerdem: Ein Weiterbau des Südverbunds im Westen bis zur Kalkstraße sei vollkommen unnötig, da der Ring faktisch über die Autobahn geschlossen sei.

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SPD-Stadtrat Jörg Vieweg (49, SPD) protestiert: "Für unsere Fraktion ist es eines der wichtigsten Verkehrsthemen überhaupt." Hauptgrund sei die Entlastung des Chemnitzer Südens vom Güterverkehr. "Die Lkws fahren teilweise bis in die Innenstadt hinein", berichtet der Stadtrat.

Blick auf Chemnitz-Euba: Hier soll einmal die Süderweiterung hinführen.
Blick auf Chemnitz-Euba: Hier soll einmal die Süderweiterung hinführen.  © Kristin Schmidt

Uwe Grüner von "Parents for Future" Chemnitz erinnert daran, dass der Ausbau zwischen Frankenberger und Dresdner Straße direkt durch einen Ausläufer des Zeisigwaldes verlaufen würde. Bach und Bäume seien in Gefahr!

Titelfoto: Ralph Kunz, Kristin Schmidt

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