Großbaustelle! Chemnitzer Tierpark startet Mammut-Projekt

Chemnitz - Der Tierpark Chemnitz wird zur Großbaustelle. Bis April 2022 sollen ein Eiszeit-Spielplatz sowie drei neue Gehege entstehen. Am Freitag erfolgte im Beisein von Oberbürgermeister Sven Schulze (49, SPD) der erste Spatenstich für das "Mammutprojekt".

Andrea Haupt von der Spielgerätefirma Werkform zeigt den Entwurf für die Mammutrutsche.
Andrea Haupt von der Spielgerätefirma Werkform zeigt den Entwurf für die Mammutrutsche.  © Ralph Kunz

Der Name passt besonders, da der Hingucker der neuen, rund 5000 Quadratmeter großen Anlage eine 13 Meter lange und 6 Meter lange Rutsche in Form eines Mammuts sein wird.

Außerdem soll es einen Holz-Kletterpfad sowie eine Erdhütte für Kindergeburtstags-Feiern mit Abschlagstelle, an der man Feuersteine bearbeiten kann, geben.

"Wir wollen nicht nur irgendwelche Spielgeräte aufstellen, sondern damit auch die Geschichte der Eiszeit-Steppe erzählen", sagt Thomas Paarmann (54) vom Förderverein des Tierparks, welcher die rund eine Million Euro teure Maßnahme konzipierte und dank Spenden, Patenschaften und der Hilfe der Stadt komplett finanziert.

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"Wir haben hier die einmalige Chance, erstmals zu zeigen, wie der Tierpark sich in Zukunft präsentieren wird - so tiergerecht, so naturnah und so besucherfreundlich wie möglich."

Thomas Paarmann (54, v.l.n.r.) von den Tierparkfreunden, OB Sven Schulze (49, SPD) und Tierpfleger-Chef Kevin Rüffer (32, v.l.) setzten den ersten Spatenstich für die neue Anlage.
Thomas Paarmann (54, v.l.n.r.) von den Tierparkfreunden, OB Sven Schulze (49, SPD) und Tierpfleger-Chef Kevin Rüffer (32, v.l.) setzten den ersten Spatenstich für die neue Anlage.  © Ralph Kunz

OB Sven Schulze ist von dem Mammutprojekt im Tierpark begeistert

Es entstehen außerdem neue Gehege für Dscheladas (äthiopische Blutbrustpaviane), Steinböcke und eine gemeinsame Voliere für Vögel wie Blauracken, Alpensteinhühner oder Felsentauben sowie Ziesel. Die putzigen Nager können Kinder künftig durch Ausgucke in einem Kriechtunnel auf Augenhöhe beobachten.

"Ziesel leben in Steppen, die in der Eiszeit geformt wurden", erklärt Tierpfleger-Chef Kevin Rüffer (32), warum gerade diese Tiere perfekt in die neue Anlage passen.

Auch Oberbürgermeister Sven Schulze ist von dem Projekt begeistert. "Ein neues Bauvorhaben im Tierpark bedeutet, dass wir weiter an der Umsetzung des Masterplanes arbeiten. Stück für Stück kommen wir unserem Ziel näher. Mit dem Spatenstich für den Eiszeit-Spielplatz und der naturnahen Anlage beginnt die nächste Etappe, die bisher größte. Vielen Dank an den Förderverein des Tierparks, der tatkräftig und mit viel Leidenschaft anpackt."

Titelfoto: Ralph Kunz

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