Härtetest für Sachsens erste Akku-Eisenbahn: Volle (Batterie-)Kraft voraus

Chemnitz - Die Bahn "Talent 3" der Firma Alstom könnte bald der erste komplett akkubetriebene Zug auf Deutschlands Gleisen werden. Und die Chancen stehen gut: Der Feldversuch, eine Fahrt vom Chemnitzer Hauptbahnhof nach Zschopau, war ein voller Erfolg.

Nächste Station: Batterie-Betrieb! Aus dem Chemnitzer Hauptbahnhof rollte am Dienstag ein komplett akkubetriebener Zug nach Zschopau zum Feldversuch aus.
Nächste Station: Batterie-Betrieb! Aus dem Chemnitzer Hauptbahnhof rollte am Dienstag ein komplett akkubetriebener Zug nach Zschopau zum Feldversuch aus.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Im Bahnverkehr sollen Batteriezüge verstärkt klimaschädliche Dieselmotoren ersetzen.

Bei einer Premierenfahrt von Chemnitz nach Zschopau stellte das Unternehmen "Alstom" seine Antwort auf die Mobilitätswende vor, die in einer Forschungskooperation mit der Technischen Universität Berlin entwickelt wurde.

Laut Eisenbahnbundesamt sind in Deutschland bisher keine Batteriezüge für das Schienennetz zugelassen.

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"Alstom" zufolge soll der in Sachsen vorgestellte Zug vom Typ "Talent 3" jedoch in Kürze eine Zulassung für den öffentlichen Personenverkehr erhalten und ab dem Fahrplanwechsel im Dezember regulär auf Strecken in Bayern und Baden-Württemberg fahren.

Der Personenzug kann auf Bahnstrecken ohne Oberleitung seinen Strom aus Akkus beziehen, die dann etwa bei Halten an Bahnhöfen per Stromabnehmer aufgeladen werden.

Eine Ladung soll für etwa 100 Kilometer reichen.

Diese Fahrt war Chef(-Ingenieurs)-Sache: Stefan von Mach navigierte den Zug der Firma "Alstom" persönlich.
Diese Fahrt war Chef(-Ingenieurs)-Sache: Stefan von Mach navigierte den Zug der Firma "Alstom" persönlich.  © Maik Börner
Unterwegs mit Batterie: Der Zug "Talent 3" fährt mit grünem Saft.
Unterwegs mit Batterie: Der Zug "Talent 3" fährt mit grünem Saft.  © Maik Börner

Batteriezüge gelten neben Wasserstoffzügen als Alternative für Dieseltriebwagen auf nicht elektrifizierten Strecken.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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