Hilfsprogramm gestartet: Feuersalamander sitzen auf dem Trockenen

Chemnitz - Rettet den Feuersalamander! Mit einem öffentlichen Aufruf und einer dreijährigen Kartierung in Mittelsachsen kämpft der Bund für Umwelt- und Naturschutz Sachsen (BUND) für den schönen Wald- und Wasserbewohner.

Naturschützer Lorenz Laux (26, BUND) sucht in Mittelsachsen nach Feuersalamandern - hier am Wetzelbach in Flöha.
Naturschützer Lorenz Laux (26, BUND) sucht in Mittelsachsen nach Feuersalamandern - hier am Wetzelbach in Flöha.  © Uwe Meinhold

Der Klimawandel bedroht den Feuersalamander massiv. In Sachsen steht er eh schon auf der Roten Liste. Nun verdorren seine Lebensgrundlagen - saubere Flüsse, am liebsten im kühlen Wald. Das betrifft zum Beispiel den Wetzelbach in Flöha oder den Rochlitzer Berg.

Mit Folgen, weiß Lorenz Laux (26), der am Kartierungsprojekt mitarbeitet: "Die Jungtiere leben mit Kiemen im Wasser. Nach maximal sechs Monaten klettern sie an Land und atmen mit Lungen. Wenn sie auf dem Trockenen sind, geht die Wandlung schneller, aber ihre Überlebens-Chancen sinken."

Aus zwei Gründen: Jungtiere sind noch ungiftig und ein Leckerbissen für Waschbären. Ganz junge Tiere haben auch Mühe, selbst Fressen zu jagen.

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Lorenz Laux und eine Kollegin streifen bis 2023 durch 114 Gewässer in Hartha, Flöha, Kriebstein, Rochlitz, Seelitz und Wechselburg. Vor allem nachts, wenn die gelb-schwarzen Feuersalamander aktiv sind.

Ein kleiner Feuersalamander in einer Viehtränke in Flöha.
Ein kleiner Feuersalamander in einer Viehtränke in Flöha.  © Uwe Meinhold
Stehen in Sachsen auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten: die Feuersalamander.
Stehen in Sachsen auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten: die Feuersalamander.  © Uwe Meinhold

Derweil fordert der BUND den Schutz der Amphibien zum Erhalt der Artenvielfalt. Unter anderem durch mehr feuchte Biotope und Wasserrückgewinnung. Aber nicht nur Landwirte und Förster seien gefordert. Lorenz Laux wünscht sich auch "Tempo 30 im Frühjahr und Herbst in Wäldern und an Bächen".

Titelfoto: Uwe Meinhold

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