Frau soll Katzenbaby vom Balkon geworfen haben, ihren Prozess lässt sie zum 3. Mal platzen

Chemnitz - Diese Tat lässt Tierbesitzer erschaudern: Eine Chemnitzerin (52) soll ihr Katzenbaby einfach über den Balkon "entsorgt" haben! Anstatt sich der Verantwortung zu stellen, machte sie bisher einen großen Bogen um das Amtsgericht Chemnitz.

In der Chemnitzer Ludwig-Kirsch-Straße soll eine Frau ein kleines Kätzchen aus dem fünften Stock geworfen haben.
In der Chemnitzer Ludwig-Kirsch-Straße soll eine Frau ein kleines Kätzchen aus dem fünften Stock geworfen haben.  © Ralph Kunz

Bereits zum dritten Mal blieb die Anklagebank leer. Immer wieder lässt Heike S. (52) die Verhandlung, in der ihr das Vergehen nach dem Tierschutzgesetz vorgeworfen wird, platzen. Auch am Dienstag war die Frau für das Gericht nicht zu erreichen.

Die Tat soll sich bereits am 30. März 2016 in der Ludwig-Kirsch-Straße zugetragen haben. "Ihr wird vorgeworfen, einen zwölf Wochen alten Katzenwelpen von ihrem Balkon im fünften Stock ihrer Wohnung geworfen zu haben", so eine Gerichtssprecherin. Das Tier verletzte sich bei dem Sturz so schwer, dass es vom TIerarzt eingeschläfert werden musste.

Vermutlich wollte die Besitzerin das Junge loswerden und es wie einen Unfall aussehen lassen. "So ein Sturz kann passieren, wenn Katzen nach Vögeln schnappen und der Balkon nicht benetzt ist", sagt Adina Barthel vom Tierheim Röhrsdorf.

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Ansonsten sei eine Tat wie diese ungewöhnlich. In der Regel werden Katzen auf der Straße ausgesetzt, kommen dann als Fundtiere ins Heim.

Die Frau soll ihr zwölf Wochen altes Kätzchen vom Balkon geworfen haben. (Symbolbild)
Die Frau soll ihr zwölf Wochen altes Kätzchen vom Balkon geworfen haben. (Symbolbild)  © 123RF/Susan Schmitz
Die Angeklagte war mal wieder nicht im Amtsgericht Chemnitz erschienen.
Die Angeklagte war mal wieder nicht im Amtsgericht Chemnitz erschienen.  © Uwe Meinhold

Ob Heike S. tatsächlich eine Tierquälerin ist, wird sich wohl erst zeigen, wenn sie demnächst von JVA-Beamten vorgeführt wird.

Titelfoto: Ralph Kunz, 123RF/Susan Schmitz

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