IHK: Chemnitz holt im Breitbandausbau auf

Chemnitz - In Chemnitz und Umgebung macht der Breitbandausbau Fortschritte. Das verkündete die IHK Chemnitz auf ihrem Auftaktgespräch für 2022 am Donnerstag. Auch zur Corona-Entwicklung und zu Nord-Stream 2 äußerte sich die Kammer.

Arbeiter bereiten eine Straße für die Verlegung von Glasfaserkabel vor. Laut IHK Chemnitz ist der Breitbandausbau vor allem auf Land noch ein großes Problem.
Arbeiter bereiten eine Straße für die Verlegung von Glasfaserkabel vor. Laut IHK Chemnitz ist der Breitbandausbau vor allem auf Land noch ein großes Problem.  © dpa/Moritz Frankenberg

IHK-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Wunderlich (67) zeigte sich zufrieden: "In den Jahren von 2018 bis 2021 war der Zuwachs an Breitbandausbau in Sachsen mit 22 Prozent überdurchschnittlich. Im Vergleich dazu gab es zur Bundesrepublik insgesamt einen Zuwachs von lediglich zwölf Prozent."

Insgesamt hätte sich der Breitbandausbau in Chemnitz und in den Ballungsräumen sehr gut entwickelt. Aber besonders in den ländlichen Gebieten gäbe es noch einen Mangel an Breitbandnutzung. Dies beträfe vor allem Gewerbegebiete, durch den schlechtere Digitalisierung Wettbewerbsvorteilen ausgesetzt sind, so Wunderlich.

Die IHK Chemnitz geht optimistisch ins neue Jahr. Allerdings machen laut IHK-Präsident Dieter Pfortner (68) Lieferkettenprobleme, Engpässe, explodierende Energiepreise, Fachkräftemangel und die Pandemie der Branche weiterhin zu schaffen.

Abbildung eines Glasfaserkabels. In Großstädten und Ballungsräumen kommt der Breitbandausbau gut voran.
Abbildung eines Glasfaserkabels. In Großstädten und Ballungsräumen kommt der Breitbandausbau gut voran.  © dpa/Uwe Anspach
Laut Hans-Jürgen Wunderlich (67) hatte der Breitbandausbau in Sachsen von 2018 bis 2021 einen Zuwachs von 22 Prozent.
Laut Hans-Jürgen Wunderlich (67) hatte der Breitbandausbau in Sachsen von 2018 bis 2021 einen Zuwachs von 22 Prozent.  © Maik Börner

Des Weiteren spricht sich laut Pfortner der Heringsdorfer Kreis (ein Zusammenschluss der ostdeutschen Industrie- und Handelskammern) für die Inbetriebnahme der Gasleitung "Nord Stream 2" aus. Angesichts der Energiekrise sei dies nötig.

Titelfoto: dpa/Moritz Frankenberg

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