Immer mehr Chemnitzer können Energie-Rechnung nicht bezahlen

Chemnitz - Licht aus, Heizung kalt - Chemnitzer sparen Energie. Trotzdem können schon mehr Menschen als in Vorjahren ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen.

Das Heizkraftwerk liefert Fernwärme an 40 Prozent der Chemnitzer Haushalte.
Das Heizkraftwerk liefert Fernwärme an 40 Prozent der Chemnitzer Haushalte.  © Sven Gleisberg

Im Gasnetz der Region ging im September der Verbrauch nach Angaben des Energieversorgers Eins um 15 Prozent im Vergleich zu 2021 zurück.

Und das, obwohl es rund zwei Grad kälter war als im Vorjahr. Auch der Stromverbrauch bei Haushalts- und kleinen Gewerbekunden sank um etwa vier Prozent.

Gleichzeitig stieg die Zahl der Mahnungen wegen nicht bezahlter Energierechnungen. "Es mussten tendenziell mehr Kunden wegen Überschreitung der Fälligkeitstermine angemahnt werden", teilte eine Sprecherin von Eins mit.

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"Da wir versuchen, gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen zu finden, um die Unterbrechung der Versorgung zu vermeiden, liegt die Anzahl der Sperrungen derzeit aber noch auf dem Vorjahresniveau."

Bis Mitte des Jahres gab es in Chemnitz 720 Abschaltungen von Strom, elf von Gas und zweimal von der Wärmeversorgung.

Wer eine Mahnung vom Energieversorger bekommt, sollte sich dringend beraten lassen (Symbolbild).
Wer eine Mahnung vom Energieversorger bekommt, sollte sich dringend beraten lassen (Symbolbild).  © imago/McPHOTO
Wegen gestiegener Energiepreise haben schon mehr Chemnitzer als in Vorjahren Mahnungen bekommen (Symbolbild).
Wegen gestiegener Energiepreise haben schon mehr Chemnitzer als in Vorjahren Mahnungen bekommen (Symbolbild).  © dpa/Arno Burgi

Energieversorger gibt Spartipps per Brief

Mit Decken und warmen Socken versuchen viele niedrigere Raumtemperaturen zu kompensieren (Symbolbild).
Mit Decken und warmen Socken versuchen viele niedrigere Raumtemperaturen zu kompensieren (Symbolbild).  © imago/Jochen Tack

Der Energieversorger verzeichnet deutlich mehr Nachfragen und Beratungsbedarf. Aus diesem Grund verschickte das Unternehmen jüngst Briefe mit Energiespartipps.

Wer in Zahlungsverzug gerät, erhält mit der ersten Mahnung eine Sperrandrohung. "Mindestens vier Wochen später ist der Sperrtermin angesetzt. Während der Zeit stehen unsere Mitarbeiter zur gemeinsamen Lösungssuche zur Verfügung", so die Eins-Sprecherin.

"Möglich sind Abschlagsanpassungen, Ratenzahlungen und Abwendungsvereinbarungen."

Titelfoto: Sven Gleisberg, imago/McPHOTO

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