Möglicher Bombenfund in Chemnitz: 22.000 Anwohner von Evakuierung betroffen

Chemnitz - Bombenfund auf dem Sonnenberg! Auf einer Baustelle an der Jakobstraße liegt offenbar eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Auf der Baustelle an der Jakobstraße wurde eine Bombe gefunden. (Archivbild)
Auf der Baustelle an der Jakobstraße wurde eine Bombe gefunden. (Archivbild)  © Harry Härtel

Gebaut wird an der Kreuzung Jakobstraße/Martinstraße eine Grundschule für den Sonnenberg mit Platz für acht Klassen.

Wie die Stadt mitteilt, könnte es sich bei den, am vergangenen Donnerstag gefundenen metallischen Gegenständen um eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg handeln.

"Am Sonntag früh werden Experten das Objekt, das sich ungefähr vier Meter unter der Erde befindet , freilegen. Sollte es sich um eine Bombe handeln, wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes dann vor Ort entscheiden, ob eine Evakuierung notwendig ist", so die Stadt Chemnitz.

Wenn dieser Fall eintritt, müssten sich die Anwohner am 14. Juni ab 8 Uhr darauf einstellen, ihre Wohnungen zu verlassen. 

Es wird einen Sperrkreis mit einem Radius von rund einem Kilometer geben.

"Betroffen im Fall einer Evakuierung sind weite Teile des Sonnenbergs, Teile des Lutherviertels, der Hauptbahnhof und weitere Bereiche im Zentrum. Insgesamt leben in diesem Bereich rund 22.000 Chemnitzerinnen und Chemnitzer. Aus diesem Grund wird es auch Einschränkungen und Ausfälle bei Bussen, Bahnen und Straßenbahnen geben", teilt die Stadtverwaltung mit.

Eingeschlossen in den geplanten Sperrkreis sind unter anderem 11 Schulen, 22 Kitas und 19 Pflegeeinrichtungen. "Sollte es so kommen, wäre es nach unserer Kenntnis die größte Evakuierung, die Chemnitz seit Ende des Zweiten Weltkrieges gesehen hat", sagte Bürgermeister Sven Schulze.

Update 14.30 Uhr: Die Stadt Chemnitz hat den wahrscheinlichen Sperrkreis im Falle einer Evakuierung am Sonntag farblich auf dem Stadtplan gekennzeichnet. Gebt >>>hier Eure Adresse im Suchfeld ein, dann könnt Ihr sehen, ob Ihr von einer Evakuierung betroffen sein könntet.

Der vorläufige Sperrkreis bei einer möglichen Evakuierung am kommenden Sonntag.
Der vorläufige Sperrkreis bei einer möglichen Evakuierung am kommenden Sonntag.  © Stadt Chemnitz
Bürgermeister Sven Schulze und Feuerwehr-Amtsleiter René Kraus informierten am Mittwoch über den möglichen Evakuierungsradius.
Bürgermeister Sven Schulze und Feuerwehr-Amtsleiter René Kraus informierten am Mittwoch über den möglichen Evakuierungsradius.  © Harry Härtel

"Für Personen, die in Pflegeheimen leben oder auf Hilfe angewiesen sind, wird derzeit ein Plan erarbeitet, damit diese mit Hilfe von Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen in Ausweichquartiere gebracht werden. Pflegebedürftige Personengruppen werden bereits am Samstag in Ausweichquartiere transportiert", heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Stadt bereitet für die betroffenen Anwohner Ausweichquartiere vor. Zentrale Anlaufstelle ist das Stadion an der Gellertstraße. Wer eine Notunterkunft benötigt, soll sich dort melden und wird dann in ein Quartier gebracht.

Titelfoto: Harry Härtel

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