Klopapier sammeln, Virus ausweichen: Chemnitzer programmiert Corona als Computerspiel

Chemnitz - Ein falscher Schritt genügt, und man ist mit dem Virus infiziert! Der Chemnitzer Johann Lucas Lesselt (24) hat ein unterhaltsames Computerspiel zur Corona-Pandemie entworfen. Damit ist der junge Game-Designer jetzt für den Deutschen Multimediapreis in Dresden nominiert.

Im Spiel gibt es zahlreiche humorvolle Elemente, zum Beispiel eine dreiäugige Figur, die sich mit dem Virus infiziert hat (unten rechts).
Im Spiel gibt es zahlreiche humorvolle Elemente, zum Beispiel eine dreiäugige Figur, die sich mit dem Virus infiziert hat (unten rechts).  © privat

Der Preis für junge Kreative bis 25 Jahre wird am 13. November in der Landeshauptstadt verliehen. Johann Lucas war von seiner Nominierung überrascht.

"Ich hatte fast schon vergessen, dass ich das Projekt eingereicht hatte." Schließlich entwickelte der Technik-Fan das Spiel namens "Coronawalk - the Game" hauptsächlich im Sommer 2020. "Ich habe drei Wochen jeden Tag fast 14 Stunden daran gesessen."

Der "Coronawalk" ist online kostenlos unter www.itch.io verfügbar. Die Spieler müssen auf Zeit einkaufen gehen, Masken oder Klopapier-Rollen sammeln und dabei grünen Pfützen ausweichen. Sonst infizieren sie sich mit dem Coronavirus.

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In dem Game verarbeitet Johann Lucas auch private Erlebnisse: "Kurz vor Corona war ich mit einem Hippie-Bus in Spanien unterwegs. Von diesem kann man im Spiel überfahren werden."

So sieht die Startoberfläche des Spiels aus.
So sieht die Startoberfläche des Spiels aus.  © privat
Johann Lucas Lesselt (24) hat das Computerspiel "Coronawalk" entwickelt.
Johann Lucas Lesselt (24) hat das Computerspiel "Coronawalk" entwickelt.  © privat

Das Spieleentwickeln mache ihm schon seit seiner Kindheit großen Spaß: "Es geht mir darum, mich auszuprobieren. Manchmal komme ich dabei nicht weit, manchmal verliere ich mich aber in einem Projekt."

Titelfoto: privat

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