Kulturhauptstadt-Projekt in Chemnitz: Plötzlich fehlt Geld für den Bürgergarten

Chemnitz - Ein Stadtratsbeschluss wird zur Gefahr für ein Kulturhauptstadt-Projekt in Chemnitz: Neben dem Gablenz-Center soll ein Bürgergarten mit mobilen Graffitiwänden und generationsübergreifenden Sportangeboten entstehen. Ideengeber ist die Bürgerplattform Mitte-Ost. Doch die hat plötzlich kein Geld mehr.

Brache statt Bürgergarten? Andreas Schmieder (38, l.) und Oliver Treidel (42) bangen um das Projekt in Gablenz.
Brache statt Bürgergarten? Andreas Schmieder (38, l.) und Oliver Treidel (42) bangen um das Projekt in Gablenz.  © Ralph Kunz

"Ohne Budget können wir das Projekt nicht weiter voranbringen", sagt Koordinator Oliver Treidel (42).

Hintergrund: Der Stadtratsbeschluss "zur Verstetigung der Bürgerplattformen" legt fest, dass die Trägervereine der Bürgerplattformen ihren Sitz im jeweiligen Stadtgebiet haben müssen. Bei fünf von acht Plattformen ist das nicht so. Ab März stehen diese deshalb ohne Finanzierung da.

"Die Bürgerplattformen müssten sich erst einen neuen Trägerverein suchen, der die vorgesehenen Mittel bei der Stadt abrufen kann", so Treidel. Zu den Kollateralschäden gehören auch die Arbeitsplätze der Koordinatoren, die beim jeweiligen Trägerverein angestellt sind. Eine Übergangsfrist ist nicht vorgesehen.

"Dass die Mehrheit der Bürgerplattformen abrupt nicht mehr arbeitsfähig ist, wurde möglicherweise so nicht bedacht", vermutet Stadtrat Jörg Vieweg (49, SPD).

"Ich werde auf jeden Fall noch mal das Gespräch mit CDU und den Grünen suchen", kündigt Vieweg an.

Titelfoto: Ralph Kunz

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