Nach Termin-Engpass für Führerschein-Tausch: Stadt Chemnitz reagiert

Chemnitz - Die Uhr tickt: Alle Verkehrsteilnehmer im Alter von 63 bis 68 müssen bis zum 19. Januar ihren Papier-Führerschein in eine EU-Karten-Fahrerlaubnis tauschen. Das Problem: Bis Ende Februar waren in Chemnitz bislang keine Umtausch-Termine mehr frei. Nun reagiert die Stadt.

Der alte Papier-Führerschein wird Stück für Stück verschwinden (Symbolbild).
Der alte Papier-Führerschein wird Stück für Stück verschwinden (Symbolbild).  © Andreas Arnold/dpa

Die Chemnitzer Fahrerlaubnisbehörde bietet am kommenden Freitag (21. Januar) Extra-Termine an. In der Zeit von 13 bis 17 Uhr wird die Behörde zusätzlich zu den üblichen Öffnungszeiten Umtausch-Anträge für die Geburtsjahrgänge 1953 bis 1958 bearbeiten.

Allerdings geht auch hier nichts ohne Termin. Diesen könnt Ihr ab kommenden Montag unter der Nummer 0371/4883366 vereinbaren. Auch über fuehrerscheinumtausch@stadt-chemnitz.de können Termine vergeben werden.

"In der Mail sollten neben dem Anliegen der Name, Vorname, Geburtsname, Geburtsdatum, Führerscheinnummer sowie – falls der Führerschein nicht in Chemnitz/Karl-Marx-Stadt erworben wurde – die damals ausstellende Behörde genannt werden. Die genaue Terminzeit während des oben genannten Zeitfensters wird dann per Mail zugesandt", so ein Stadtsprecher.

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Grund für den Zwangs-Umtausch ist eine Richtlinie der Europäischen Union, die die Fahrerlaubnisse fälschungssicherer und entsprechende Datenbanken einheitlicher gestalten soll.

Der Andrang nach Umtausch-Terminen in der Chemnitzer Fahrerlaubnisbehörde ist ungebrochen groß. Daher gibt's nun Extra-Termine.
Der Andrang nach Umtausch-Terminen in der Chemnitzer Fahrerlaubnisbehörde ist ungebrochen groß. Daher gibt's nun Extra-Termine.  © Uwe Meinhold

Was passiert, wenn der Papier-Führerschein nicht rechtzeitig getauscht wird?

Keine Panik: Wer seinen alten Papier-Führerschein bis zum 19. Januar aufgrund von Termin-Engpässen nicht umtauschen kann, muss erst mal nichts befürchten. Laut adac.de droht den Geburtsjahrgängen 1953 bis 1958 bis zum 19. Juli nämlich keine Geldbuße.

Heißt: Wer bis spätestens 19. Juli seinen Papier-Führerschein umtauscht, ist auf der sicheren Seite.

Und: Selbst wer mit dem alten Papier-Dokument unterwegs ist, muss lediglich ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10 Euro zahlen. Eine Straftat begeht man dadurch nicht.

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa, Uwe Meinhold

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