Omikron-Welle rollt in Chemnitz an: OB Schulze warnt vor Engpässen in der Pflege

Chemnitz - Die gute Nachricht zuerst: Das städtische Pandemie-Management fühlt sich nach eigenen Angaben gut für die fünfte Corona-Welle gerüstet. Diese wird, so Oberbürgermeister Sven Schulze (50, SPD), laut Prognosen des Freistaates bereits Anfang Februar in Chemnitz erwartet. Die schlechte Nachricht: In der Pflege wird es problematisch.

Oberbürgermeister Sven Schulze (50, SPD) sieht sich für eine fünfte Corona-Welle gerüstet.
Oberbürgermeister Sven Schulze (50, SPD) sieht sich für eine fünfte Corona-Welle gerüstet.  © Kristin Schmidt

Ein ärgerliches Déjà-vu sei die mangelnde Kommunikation - diesmal in Sachen Einrichtungsbezogene Impfpflicht: "Uns rennt die Zeit davon. Die Pflicht soll in sieben Wochen kommen, und bis heute haben wir keine Durchführungsbestimmung vom Staatsministerium des Inneren." Schulze betonte, dass die Aufrechterhaltung der Versorgung oberstes Ziel sei.

Wenn es notwendig sei, dürften Mitarbeiter aus Bereichen wie Pflege, Gesundheit und Katastrophenschutz auch über den Stichtag 16. März hinaus ihrer Arbeit nachgehen.

OB Schulze erwartet keine große Kündigungswelle. "Aber wir sind jetzt schon am Limit, das Personal ist auf Kante genäht. Selbst wenn zehn Prozent kündigen, haben wir ein Problem."

Titelfoto: Kristin Schmidt

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