Russland-Zoff überschattet Chemnitzer Ostermarsch

Chemnitz - Friedensdemo in Zeiten des Krieges: Zum 33. Chemnitzer Ostermarsch zogen rund 200 Teilnehmer vom Neumarkt aus durch die Stadt. Doch der Frieden rund um die Friedensdemo war brüchig - unter der Hand gab es Unfrieden zwischen Linken und Grünen.

Rund 200 Teilnehmer zählte die Chemnitzer Friedensinitiative beim 33. Ostermarsch an Karfreitag.
Rund 200 Teilnehmer zählte die Chemnitzer Friedensinitiative beim 33. Ostermarsch an Karfreitag.  © haertelpress / Harry Härtel

Veranstalter der Demo war die Chemnitzer Friedensinitiative. Mit dabei waren Linke, DKP sowie Akteure von Fridays For Future. Ein Plakat benannte "Grüne" als "Kriegs-Hetzer".

Ein anderes forderte den "NATO-Austritt SOFORT". Auf einem Schild gaben sich ein deutscher und ein russischer Arm die Hände.

Linken-Stadträtin Sabine Brünler (36) kann die Aufregung nachvollziehen:

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"Über die Grünen gehen die Meinungen auseinander. Aber in diesen Zeiten ist es wichtig, auf den Frieden hinzuweisen. Eine Aufrüstung der Bundeswehr halte ich für den falschen Weg, und es ist falsch, ganz Russland zu verteufeln. Putin hat den Krieg angezettelt, nicht die Russen."

Kritisiert eine "glorifizierte Russland-Sehnsucht": Karola Köpferl (31, Grüne).
Kritisiert eine "glorifizierte Russland-Sehnsucht": Karola Köpferl (31, Grüne).  © Ralph Kunz
Umstrittenes Plakat: Ein deutscher und ein russischer Arm geben sich die Hände.
Umstrittenes Plakat: Ein deutscher und ein russischer Arm geben sich die Hände.  © haertelpress / Harry Härtel

Grünen-Sprecherin Karola Köpferl (31) schießt zurück: "Natürlich stiften Waffen keinen Frieden. Aber die Linke hat uns mit ihrem jahrelangen extremen Kuschelkurs mit Putin erst in die heutige Lage gebracht. Mir fehlt bei vielen Altlinken die Abgrenzung. Überhaupt glorifizieren viele ihre Sehnsucht nach Russland."

Titelfoto: haertelpress / Harry Härtel

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