So hilft ein Chemnitzer Start-up in Afrika

Chemnitz - Durch eine Chemnitzer Entwicklung sollen Malaria-Medikamente in Afrika sicher werden. Dort startete nun ein Pilotprojekt.

Präsentierten im Dezember in Berlin das fälschungssichere E-Siegel: Frank Theeg (l.) und Philippe Mangou, letzterer ist Botschafter der Elfenbeinküste in Deutschland.
Präsentierten im Dezember in Berlin das fälschungssichere E-Siegel: Frank Theeg (l.) und Philippe Mangou, letzterer ist Botschafter der Elfenbeinküste in Deutschland.  © Authentic Network/dpa

Jährlich sterben laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr als 400.000 Menschen an der durch Stechmücken übertragenen Tropenkrankheit. Leider gehören Malaria-Arzneimittel zu den Präparaten, die am häufigsten gefälscht werden.

Dagegen entwickelte das 2016 gegründete Chemnitzer Unternehmen "Authentic Network" (Beckerstr. 13) ein digitales Siegel. Es basiert auf der relativ Hacker-sicheren Blockchain-Technologie. "Eine nachträgliche Änderung oder Manipulation ist quasi unmöglich", schildert Firmengründer Frank Theeg.

"Authentic Network" wird nun, gefördert vom Entwicklungsministerium, Etiketten für Malaria-Arzneien an die Elfenbeinküste liefern. Käufer können mit einer Gratis-App deren Echtheit überprüfen.

In dem westafrikanischen Land sind nach WHO-Schätzungen bis zu 60 Prozent aller Medikamente nicht echt.

Titelfoto: Authentic Network/dpa

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