Rückenwind für Trainerin Frehse: Turnerinnen starten Spendenaktion

Chemnitz/Berlin - Nach der Entlassung ihrer Turn-Trainerin Gabriele Frehse (60) haben die drei Chemnitzer Olympia-Kandidatinnen Sophie Scheder (24), Emma Malewski (16) und Lisa Zimmermann (18) eine Spendenaktion gestartet.

Die Chemnitzer Turn-Trainerin Gabriele Frehse (60) bekommt nun Unterstützung von drei Chemnitzer Olympia-Kandidatinnen. Sie starteten eine Spendenaktion.
Die Chemnitzer Turn-Trainerin Gabriele Frehse (60) bekommt nun Unterstützung von drei Chemnitzer Olympia-Kandidatinnen. Sie starteten eine Spendenaktion.  © picture alliance / Catalin Soare/dpa

"Bitte unterstützen Sie uns bei der Finanzierung unserer Trainerin, damit wir unseren Traum von Olympia verwirklichen können", schreiben die Turnerinnen in einem Aufruf auf einer Crowdfunding-Seite im Internet.

Bei der am vergangenen Freitag gestarteten Aktion kamen bis zum Donnerstagnachmittag durch 103 Spender 20.760 Euro zusammen. Damit war die Zielsumme von 20.000 Euro bereits übertroffen.

Dabei hat das Trio des TuS Chemnitz-Altendorf prominente Unterstützung bekommen. Wolfgang Hambüchen (66), Vater und Trainer von Reck-Olympiasieger Fabian Hambüchen, gehört mit zu den Spendern.

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Zudem solidarisierte sich der Erfolgstrainer in einem Kommentar mit Gabriele Frehse und forderte den Rücktritt von Verantwortlichen im Deutschen Turner-Bund (DTB). "Ich fordere das gesamte Präsidium des DTB, den Sportdirektor und die Cheftrainerin wegen kollektiver Unfähigkeit zum sofortigen Rücktritt auf", sagte Hambüchen der Deutschen Presse-Agentur.

Nur so könne weiterer Schaden von der "wunderschönen Sportart Kunstturnen" abgewendet werden.

Olympia-Kandidatin Sophie Scheder (24) startete mit zwei weiteren Turnerinnen eine Spendenaktion für die erst kürzlich entlassene Gabriele Frehse (60).
Olympia-Kandidatin Sophie Scheder (24) startete mit zwei weiteren Turnerinnen eine Spendenaktion für die erst kürzlich entlassene Gabriele Frehse (60).  © Kristin Schmidt

Wolfgang Hambüchen hofft, dass Frehse die "Angriffe mit hoch erhobenen Kopf abwehren" kann

Rund ein Dutzend ehemaliger Schützlinge von Gabriele Frehse mit der früheren Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer (24) an der Spitze werfen der Trainerin vor, sie schikaniert, ihnen Medikamente ohne ärztliche Verordnung verabreicht und keinen Widerspruch zugelassen zu haben.

Der Olympiastützpunkt (OSP) Sachsen hatte der Trainerin, die die Vorwürfe bestritten hat, am vorigen Dienstag gekündigt. Dagegen will Frehse juristisch vorgehen.

Er wünsche ihr, schrieb Wolfgang Hambüchen, "von ganzem Herzen, dass Du alle gegen Dich gerichteten Angriffe mit hoch erhobenen Kopf abwehren kannst, Deine tollen Mädels optimal für die nächsten Wettkämpfe vorbereitest".

Titelfoto: picture alliance / Catalin Soare/dpa, Kristin Schmidt

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