Stadt Chemnitz warnt: Wenn Ihr diese Pflanze im Garten habt, müsst Ihr sofort handeln

Chemnitz - Die Pflanze sieht harmlos aus, doch bei Kontakt brennt sie wie Feuer! Der sogenannte Riesenbärenklau ist eine Giftpflanze, der die Stadt Chemnitz den Kampf angesagt hat.

Riesenbärenklau mit Blüte in Chemnitz-Klaffenbach. Typisch sind die stark eingeschnittenen und sehr spitz auslaufenden Blätter. Der stark auffällige, scharf-würzige Geruch des Pflanzensaftes ist einzigartig.
Riesenbärenklau mit Blüte in Chemnitz-Klaffenbach. Typisch sind die stark eingeschnittenen und sehr spitz auslaufenden Blätter. Der stark auffällige, scharf-würzige Geruch des Pflanzensaftes ist einzigartig.  © Christian Winkler, UNB Chemnitz

Konkret bedeutet das: Solltet Ihr eine solche Pflanze in Eurem Garten entdecken, müsst Ihr handeln. Das schreibt das Umweltamt der Stadt Chemnitz vor.

"Betroffene Grundstückseigentümer:innen werden vom Umweltamt aufgefordert, den Riesenbärenklau in einer angemessenen Frist fachgerecht zu beseitigen", heißt es dazu von der Stadt.

Doch wie genau entsorgt man die Pflanze? Zunächst sollte lange Kleidung getragen werden. Gesichtsschutz, Handschuhe und Gummistiefel werden ebenfalls empfohlen. Dann die Pflanze vorsichtig abschneiden, anschießend ausgraben.

Danach sollten die Blüten- und Samenstände und die rübenartige Wurzel in einem Spezial-Container auf dem Wertstoffhof "Weißer Weg" entsorgt werden. "Die restlichen oberirdischen Pflanzenteile inklusive des Rhizoms können vor Ort getrocknet werden", teilt die Stadt mit.

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Außerdem sollen Bürger Standorte melden, an denen die Giftpflanze wächst. Dazu einfach das Umweltamt unter der Nummer 0371/4883602 oder 0371/4883603 anrufen oder eine Mail an umweltamt.naturschutz@stadt-chemnitz.de schicken. Auch die Behördenrufnummer 115 kann dafür genutzt werden.

Wie gefährlich ist der Riesenbärenklau?

Der Riesenbärenklau stammt eigentlich aus der Kaukasus-Region, wurde vermutlich vor mehr als 200 Jahren nach Europa eingeschleppt.
Der Riesenbärenklau stammt eigentlich aus der Kaukasus-Region, wurde vermutlich vor mehr als 200 Jahren nach Europa eingeschleppt.  © Valentin Gensch/dpa

Die Giftpflanze kann bis zu vier Meter hoch werden, hat keine natürlichen Feinde. Aus diesem Grund kann sie sich ungehindert ausbreiten - ein großes Problem. Denn: Sie verdrängt die heimische Vegetation.

Wer mit dem Riesenbärenklau in Kontakt kommt, besser gesagt mit seinem Pflanzensaft, der muss in Verbindung mit Sonneneinstrahlung mit schweren Hautverbrennungen rechnen. Vor allem für Kinder ist das gefährlich. Ein längerer Aufenthalt neben den Pflanzen kann zudem Atemnot und eine mehrwöchige Bronchitis auslösen.

Doch woher stammt das Gewächs eigentlich? Ursprünglich war der Riesenbärenklau im Kaukasus heimisch. Nach heutiger Kenntnis wurde er 1817 nach England eingeführt und hat sich seitdem über fast ganz Europa ausgebreitet.

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Hierzulande keimt der Riesenbärenklau von April bis Mai, stellt sich dann einige Jahre als Rosettenpflanze dar und erreicht erst mit der Blütenbildung seine volle Größe.

Da die Giftpflanze gefährlich für Mensch und Natur ist, hat die Stadt Chemnitz dem Riesenbärenklau bereits seit Jahren den Krieg erklärt.

Titelfoto: Christian Winkler, UNB Chemnitz

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