Chemnitz sahnt bei Wettbewerb ab: 400.000 Euro für Wasserstoff-Forschung

Chemnitz - Jetzt gibt's Kohle! Die Stadt Chemnitz erhält knapp 400.000 Euro für die Förderung der Wasserstofftechnologie.

Hier wird an der Wasserstoff-Brennstoffzelle geforscht: In der Fakultät für Maschinenbau der TU Chemnitz.
Hier wird an der Wasserstoff-Brennstoffzelle geforscht: In der Fakultät für Maschinenbau der TU Chemnitz.  © Kristin Schmidt

Das Geld stammt aus dem bundesweiten Wettbewerb "HyLand", an dem auch die Stadt Chemnitz teilnahm. Der Wettbewerb wurde 2019 vom Verkehrsministerium ausgerufen und befindet sich aktuell in der zweiten Runde.

Ziel des Ganzen ist es, die innovativsten und erfolgversprechendsten regionalen Konzepte zu identifizieren und zu fördern.

Auch Chemnitz profitiert nun davon. Neben 14 weiteren Regionen in anderen Bundesländern gehört die drittgrößte Stadt Sachsens zu den neuen Netzwerkpartnern in der Kategorie "HyExperts", die sich beim "HyLand"-Wettbewerb gegen eine Vielzahl von Bewerbern durchgesetzt haben.

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Sogenannte "HyExperts"-Regionen sind bereits mit dem Thema Wasserstoff vertraut. In Sachen Wasserstoffforschung ist Chemnitz bereits ein Aushängeschild.

An der Uni wird schon lange an der Wasserstoff-Brennstoffzelle geforscht. Außerdem wurde Chemnitz im Jahr 2021 Standort eines nationalen Wasserstoffzentrums.

An der Shell-Tankstelle in Meerane kann bereits Wasserstoff getankt werden - es ist eine von drei H2-Tankstellen in Sachsen (Archivbild).
An der Shell-Tankstelle in Meerane kann bereits Wasserstoff getankt werden - es ist eine von drei H2-Tankstellen in Sachsen (Archivbild).  © Uwe Meinhold

Wasserstoff: Für viele bisher (noch) keine Alternative

Wasserstoff-Experte Thomas von Unwerth (54) arbeitet in der TU Chemnitz an der H2-Technologie. Hier steht er vor einem Wasserstoff-Auto.
Wasserstoff-Experte Thomas von Unwerth (54) arbeitet in der TU Chemnitz an der H2-Technologie. Hier steht er vor einem Wasserstoff-Auto.  © Sven Gleisberg

Neben der E-Mobilität gilt auch Wasserstoff, wenn er aus erneuerbaren Energien hergestellt wird, als umweltfreundlich.

Der Vorteil: Ein Auto, das mit Wasserstoff angetrieben wird, stößt lediglich Wasser bzw. Wasserdampf aus. Der Tankvorgang dauert, anders als bei E-Fahrzeugen, nur wenige Minuten.

Allerdings: Bis die Technologie vom Otto Normalverbraucher genutzt wird, kann es noch Jahre dauern. Grund dafür ist unter anderem der bisher hohe Anschaffungspreis solcher Autos und die unzureichende Infrastruktur. In Sachsen gibt es beispielsweise nur drei H2-Tankstellen - eine davon ist die Shell-Tankstelle in Meerane (Landkreis Zwickau).

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Doch mit weiterer Forschung - auch in Chemnitz - kann die Technologie weiterentwickelt werden.


Titelfoto: Kristin Schmidt

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