Technik, die begeistert: Dieses Gerät wandelt Bewegungen in Töne um

Chemnitz - Fit durchs Alter mit moderner Technik: Senioren konnten am Mittwoch im Chemnitzer "Kraftverkehr" die Innovationen der "AgeTech" ausprobieren. Die "AgeTech" ist ein neuer Industriezweig, der älteren Menschen das Leben erleichtern will. Die Einfälle der Tüftler - von der Therapie-App über das E-Bike bis zum Tanz-Computer - fanden großen Anklang.

Entwickler Robert Wechsler (65) führte am Mittwoch im "Kraftverkehr" sein Tanz-Gerät für Senioren vor, den "MotionComposer".
Entwickler Robert Wechsler (65) führte am Mittwoch im "Kraftverkehr" sein Tanz-Gerät für Senioren vor, den "MotionComposer".  © Uwe Meinhold

Zwölf junge Firmen aus ganz Deutschland kamen ins überalterte Chemnitz, um ihre Produkte zu zeigen. "Chemnitz soll die Keimzelle der 'AgeTech' werden!", so Mario Geißler (40) vom Veranstalter "Q-HUB". Mehr als 100 Besucher überzeugten sich selbst.

Hingucker war der "MotionComposer". Das Gerät wandelt Bewegungen in Musik um - hebt der Benutzer etwa den Arm, ertönt eine Klavier-Melodie. Doch die Kamera erkennt selbst ein Blinzeln.

"Wer seinen Körper nicht mehr bewegen kann, der kann mit den Augen oder dem Mund musizieren", erklärte Entwickler Robert Wechsler (65). Das Gerät sei eher für Seniorenheime als fürs eigene Heim geeignet - Kosten: 12.000 Euro.

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Die Firma "Protect.Cube" aus Hohenstein-Ernstthal entwickelt gerade eine Armbanduhr, die Körperwerte messen und dadurch Infektionen erkennen soll.

Besucher Jochen Preuße (74, l.) ließ sich von Rad-Profi Marco Hösel (40) die "Haibike"-E-Bikes erklären.
Besucher Jochen Preuße (74, l.) ließ sich von Rad-Profi Marco Hösel (40) die "Haibike"-E-Bikes erklären.  © Uwe Meinhold

"Ich finde die Idee gut", sagte Besucherin Christel Auerbach (67). "Aber wenn ich pausenlos meinen Blutdruck sehen könnte, würde mich das verrückt machen."

Sie freute sich, dass die "AgeTech" in Chemnitz Einzug hält: "Es ist nicht schön, dass wir den hohen Altersdurchschnitt haben - aber man muss das Beste draus machen."

Titelfoto: Uwe Meinhold

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