Tierseuche in Chemnitz ausgebrochen! Übertragung auf Menschen möglich

Chemnitz - In Chemnitz wurde bei Tauben die Newcastle Krankheit (ND) festgestellt.

In einem Brieftaubenbestand im Stadtteil Markersdorf wurde die Newcastle Krankheit festgestellt. (Symbolbild)
In einem Brieftaubenbestand im Stadtteil Markersdorf wurde die Newcastle Krankheit festgestellt. (Symbolbild)  © Sven Gleisberg

Wie die Stadt Chemnitz mitteilt, wurde vergangene Woche in einem Brieftaubenbestand im Stadtteil Markersdorf die Seuche festgestellt.

Im Nationalen Referenzlabor (Friedrich-Loeffler-Institut) wurde dann das entsprechende Virus (Aviäre Orthoavulavirus-1 vom Taubentyp) nachgewiesen.

Die betroffenen Tauben befinden sich derzeit in Quarantäne und der Taubenschlag wird gereinigt und desinfiziert.

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"Die Newcastle Krankheit oder auch bekannt unter Paramyxovirose ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und wird behördlich bekämpft. Übertragungen auf den Menschen sind selten. Sie sind nur möglich, wenn ein enger Kontakt zu erkrankten Tieren besteht. Die Krankheitssymptome beim Menschen gleichen denen einer leichten Grippe", heißt es weiter.

In vielen Ländern in Zentral- und Südamerika, Asien, Mittlerer Osten und Afrika kommt das hoch ansteckende Virus vor, aber auch in Europa werden immer wieder Ausbrüche der ND gemeldet.

In Deutschland besteht für Hühner und Truthühner eine gesetzliche Impfpflicht.

Das Virus kann neben den Tauben auch Hühner, Wachteln, Gänse, Wildvögel infizieren. Je nach Virusstamm führt die Infektion zu sehr schweren Krankheitsverläufen mit plötzlicher und sehr hoher Sterblichkeit bei den Vögeln. Auch milde bis hin zu komplett symptomfreien Verläufen sind möglich.

Typische Anzeichen der Krankheit sind bei Tauben zum Beispiel Durchfälle und Orientierungsschwierigkeiten.

Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt der Stadt Chemnitz empfiehlt Tauben-Haltern, dringend regelmäßig ihren gesamten Bestand impfen zu lassen.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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