Virus-Mutante in Chemnitz aufgetreten: Mehrere Familien und Erzieher in Quarantäne

Chemnitz - Jetzt ist die britische Mutante des Coronavirus endgültig in Chemnitz angekommen! Mehrere Erzieher und Kinder der Kita "Glückskäfer" im Ortsteil Kappel haben sich mit der neuartigen Variante B.1.1.7 infiziert. Ab Montag bleibt die Einrichtung zwei Wochen geschlossen. Das ganze Ausmaß des Ausbruchs ist noch unklar.

Alle Mitarbeiter der Einrichtung und betroffene Familien werden nun getestet, erklärte Stadtsprecher Matthias Nowak (51).
Alle Mitarbeiter der Einrichtung und betroffene Familien werden nun getestet, erklärte Stadtsprecher Matthias Nowak (51).  © Ralph Kunz

Samstagnachmittag bekam das Gesundheitsamt die Bestätigung: Es gibt einen größeren Ausbruch in der Kita - alle Betroffenen haben sich mit der besonders ansteckenden Virus-Mutante infiziert.

Am Sonntag wurden Personal und Eltern informiert. Familien der Betroffenen sollen sich nun zu Hause isolieren.

Auch Personal, das nicht direkt betroffen ist, hat Betretungsverbot.

Konkrete Zahlen wurden nicht kommuniziert: "Es wird weiterhin sequenziert", sagt Stadtsprecher Matthias Nowak (51).

Weitere positive Sars-Cov-2-Proben werden also derzeit im Labor auf die Briten-Mutation geprüft.

Nach Anordnung des Gesundheitsamtes bleibt die Kita die nächsten zwei Wochen geschlossen.
Nach Anordnung des Gesundheitsamtes bleibt die Kita die nächsten zwei Wochen geschlossen.  © Haertelpress/Harry Härtel

Weitere Tests laufen seit Sonntag

In der Kita "Glückskäfer" in Kappel sind am Samstag mehrere Fälle der britischen Mutation bekannt geworden.
In der Kita "Glückskäfer" in Kappel sind am Samstag mehrere Fälle der britischen Mutation bekannt geworden.  © Haertelpress/Harry Härtel

Nach Anweisung des Gesundheitsamtes müssen sich alle Mitarbeiter sowie Familien betroffener Kinder testen lassen. "Wir haben schon am Sonntag damit angefangen", so Nowak.

Zum Vergleich: Im Raum Radeberg, wo ebenfalls eine Kita als Mutations-Treiber vermutet wird, hat das Landratsamt sogar Corona-Massentests in mehreren Ortschaften organisiert, die am Dienstag starten.

Lange blieb Chemnitz von der britischen Mutante verschont. Vergangenen Donnerstag sank die 7-Tage-Inzidenz auf 32,5. Noch am selben Tag wurde die erste Mutante bei einer Chemnitzerin nachgewiesen.

Offenbar der Anfang einer Trendwende: Am Sonntag stieg die Inzidenz laut Robert-Koch-Institut (RKI) auf 49,5. Allein am Wochenende sind 59 neue Fälle bekannt geworden.

Titelfoto: haertelpress/Harry Härtel, dpa

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