Von 0 auf 100 in 4 Sekunden: Rasende Uni-Tüftler aus Chemnitz geben Vollgas

Chemnitz - Von "0" auf "100" in nur vier Sekunden! Der neue Rennwagen des Vereins "T.U.C. Racing" aus Chemnitz kann nicht nur schnell beschleunigen, sondern ist mit seinem elektrischen Antrieb auch autonom steuerbar.

Norman Kästle (27, r.) und Marian Buder (24) von "T.U.C. Racing" bringen die Verkleidung an das Fahrzeug an.
Norman Kästle (27, r.) und Marian Buder (24) von "T.U.C. Racing" bringen die Verkleidung an das Fahrzeug an.  © T.U.C. Racing

Dadurch erhoffen sich die Tüftler viele Punkte bei den kommenden drei "Formula Student"-Rennen, die in Deutschland, Tschechien und der Schweiz ausgetragen werden.

"Die Deadline für die Fertigstellung des Rennboliden ist die 'Formula Student Switzerland' im Juli, bei der unser Fahrzeug erstmals bewertet wird", erklärt T.U.C.-Racing-Chef Norman Kästle (27), der für die Vereinsarbeit extra sein Master-Studium "Elektromobilität" an der TU verlängert hat.

Aus gutem Grund, wie er sagt: "Ich schätze an der Entwicklung eines Rennwagens vor allem die praktische Erfahrung hinsichtlich Teamarbeit, Lösungsfindung und Softwaretechnik." Gemeinsam mit seinen Kollegen baute Kästle ein 240 Kilogramm schweres Fahrzeug, das mit 20 Kilometern Reichweite eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h erreicht. Dazu wurde im Vorfeld ein Konzept entworfen, das im Bereich Motor, Kinematik und Gesamtgewicht den festgelegten Maßstäben der "Formula Student" entsprechen musste.

Norman Kästle (l.) und Marian Buder montieren die Sitzschale im Gestell des Rennboliden.
Norman Kästle (l.) und Marian Buder montieren die Sitzschale im Gestell des Rennboliden.  © T.U.C. Racing
Racing-Chef Kästle enthüllt den neuen Rennwagen, der bis Mitte Juli noch auf Herz und Nieren getestet wird.
Racing-Chef Kästle enthüllt den neuen Rennwagen, der bis Mitte Juli noch auf Herz und Nieren getestet wird.  © T.U.C. Racing

Anschließend folgte die Namenstaufe, wie Kästle ergänzt: "Es hat den Namen 'Marx IV' erhalten, nachdem wir seit 2018 jedes Jahr einen neuen Rennwagen gebaut haben."

Titelfoto: T.U.C. Racing

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