Von Stunden-Ausfall bis Klassen-Zusammenlegung: Lehrermangel sorgt wieder für Probleme

Chemnitz - Nach den ersten Tagen im neuen Schuljahr hat sich ein Kernproblem an Chemnitzer Schulen bei Kindern und Eltern wieder unangenehm in Erinnerung gebracht: Lehrermangel. Zusammengelegte Klassen, Ausfall und fehlende Fachlehrer sorgen für Unmut.

Kinder und Eltern hatten noch im Juli gegen die Zusammenlegung der Klassen an der Albert-Einstein-Grundschule protestiert.
Kinder und Eltern hatten noch im Juli gegen die Zusammenlegung der Klassen an der Albert-Einstein-Grundschule protestiert.  © Uwe Meinhold

"Nicht alle ausgeschriebenen Stellen konnten bis Schuljahresbeginn besetzt werden. Aktuell fehlen in Chemnitz etwa zehn bis 15 Lehrkräfte", sagt Lutz Steinert (61) vom Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB).

Betroffen sind vor allem Naturwissenschaften, Kunst, Musik und Informatik. "Wir versuchen bei Unterrichtskürzungen, Häufungen bei Schularten, einzelnen Schulen oder Klassen zu vermeiden. Das ist allerdings schwierig. Der Oberschulbereich bereitet die größten Sorgen."

Dabei hatte das LaSuB schon alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um Lehrer sparsam einzusetzen. So wurden die dritten und vierten Klassen der Albert-Einstein-Grundschule zusammengelegt. Eltern und Politiker scheiterten mit ihrem Protest dagegen (TAG24 berichtete).

Mittwochabend schlug Elternsprecherin Janine Reuther (42) beim LaSuB Alarm: "Die Kinder sind von den Klassenzusammenlegungen hart getroffen. Manche weinen jeden Abend und wollen nicht zur Schule gehen." LaSuB und Schulleitung sagten Unterstützung durch eine Schulsozialpädagogin zu.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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